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Himmel über Tasmanien

Himmel über Tasmanien

Titel: Himmel über Tasmanien Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: T McKinley
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Entschlossenheit verliehen haben, bei allem, was ich mache, zum Erfolg zu kommen. Hätte mein Leben nicht auf diese Art und Weise begonnen, wäre ich nie die Frau geworden, die ich heute bin.«
    Er pfiff leise. »Das war eine ordentliche Lektion.«
    Sie lächelte. »Ja, nicht wahr? Aber alle Künstler, ob Schriftsteller, Maler, Dichter oder Bildhauer müssen emotionale Turbulenzen erfahren, denn die verschaffen ihnen einen Vorteil, treiben sie an zu Höherem. Es heißt, das einzige Hindernis für Verlangen und Phantasie sei das Selbst. Erfolg bringt Zuversicht und Selbstvertrauen, was wiederum jene Hindernisse niederreißt und uns befreit, auf dass wir fliegen.«
    Joe sah die Leidenschaft in ihren Augen und die geröteten Wangen, und sein Mut sank. Ohne Zweifel war Lulu eine ehrgeizige und begabte Künstlerin, die kurz vor ihrem Durchbruch stand. Sie gehörte in eine viel größere Welt, größer als alles, was er ihr zu bieten hatte. Bei dem Gedanken tat ihm das Herz weh, aber er beschloss, seine aufkeimende Liebe zu ihr geheim zu halten, damit sie ihre Flügel ausbreiten und den Flug antreten konnte, nach dem sie sich so sehnte.

14
    E s ist wohl kaum mit Ascot zu vergleichen«, sagte Dolly, »bist du sicher, dass es nicht zu übertrieben ist?«
    »Auf keinen Fall«, sagte Eliza und betrachtete das scharlachrote Kleid und die dazu passenden Schuhe mit einem gewissen Neid. »Ich wünschte nur, ich hätte daran gedacht, etwas ähnlich Glamouröses mitzunehmen.«
    Dolly nahm den schwarzen Filzhut und setzte ihn vorsichtig auf, bevor sie zurücktrat, um die Wirkung zu bewundern. Die seitlich am Glockenhut herabfallenden Seidenrosen umschmeichelten ihre Wange.
    »Du siehst toll aus«, hauchte Eliza, und ihre Augen leuchteten vor Bewunderung.
    »Danke, Schätzchen. Man kann nur hoffen, dass es ein Kompliment ist«, sagte sie trocken, während sie ihren schwarzen Swing Coat mit dem weißen Fuchspelzkragen überzog.
    »Ganz bestimmt«, sagte Eliza. »Kommt der Hut aus London?«
    Lulu schwieg, während sie die Riemen an ihren Schuhen schloss und versuchte, die gegenseitige Bewunderung auf der anderen Seite des Raumes zu übergehen. Eliza hatte darauf bestanden, am Morgen in ihr Zimmer zu kommen, und Dolly schien von dem Mädchen derart in Anspruch genommen, dass sie seit dem Frühstück kaum ein Wort für Lulu übrig gehabt hatte. Das machte ihr zu schaffen, doch sie war entschlossen, sich nichts anmerken zu lassen.
    Sie erhob sich und betrachtete sich im hohen Wandspiegel. Das türkisfarbene Kleid aus Seide und Spitze fiel in schmaler gerader Linie von ihren Schultern, der Rock mit Zipfelsaumschwang von ihren Hüften bis zu den Waden. Ihre Schuhe waren dunkelblau, ebenso wie das Samtband, das sie sich um den Kopf gebunden und mit einer türkisfarbenen Seidenrose und einer kecken Feder zusammengesteckt hatte. Davon abgesehen ergoss sich ihr Haar ungehindert in einem Wasserfall aus Locken über ihre Schultern, und die Farbe auf ihren Wangen unterstrich die Farbe ihrer Augen.
    »Sehr reizvoll«, sagte Eliza, »aber ich bin überrascht, dass du dir die Haare nicht moderner schneidest, diese Länge ist so überholt.«
    »Ich trage es lieber lang«, entgegnete Lulu.
    Eliza warf ihr einen vernichtenden Blick zu, bevor sie sich wieder Dolly zuwandte. »Du siehst so hübsch aus, du musst einfach für den Schönheitswettbewerb ausgewählt werden.«
    »Den was?« Dolly sah sie entsetzt an.
    Eliza kicherte. »Du musst nicht mitmachen, auch wenn du nominiert wirst«, sagte sie, »aber ich habe an mehreren Wettbewerben teilgenommen, und sie machen riesig Spaß.«
    Lulu nahm ihren Lippenstift zur Hand. Sie erinnerte sich noch an die Schönheitswettbewerbe. Sie hatte sich stets vor Verlegenheit gekrümmt, wenn Gwen bei diesen Gelegenheiten auf und ab stolziert war und unerhört mit jedem Mann geflirtet hatte, der zusah.
    »Wir gehen lieber«, sagte Eliza zögernd.
    »Gleich.« Dolly kramte im Kleiderschrank. Schließlich fand sie, wonach sie gesucht hatte, und zog es mit zufriedenem Lächeln hervor. »Hier, Eliza. Das wird zu deinem Teint verblüffend aussehen.«
    Lulu sah sprachlos zu, wie Eliza das schöne Kleid betrachtete, das Dolly in Singapur hatte nähen lassen. Dolly liebte dieses Kleid und war für gewöhnlich sehr eigen mit ihrer Garderobe, aber anscheinend lieh sie es Eliza nur allzu gern.
    Eliza verschwendete keine Zeit und zog sich schamlos bisauf die Unterwäsche aus. Das Futteralkleid aus aprikosenfarbener Seide raschelte

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