Imperial Commando - Die 501.
neutralisieren. Ich erwarte, dass ihnen keinerlei Gnade widerfährt. Einst waren sie eure Brüder, doch nun sind sie Verräter, eine Beleidigung für euch alle und die Opfer, die ihr gebracht habt. Ihr seid nun die Imperial Commando Spezialeinheit. Enttäuscht mich nicht."
Eine Liste der Flüchtigen wurde an die Klone übertragen. Niner wusste, dass jeder Klon im Saal in diesem Moment das Gleiche tat wie er. Jeder Mann passte seinen Blick an, um auf das Head-Up Display in seinem Helm zu schauen und beim Sehen durch den Visor die Bilder und den darübergelegten Text aufzunehmen.
Er wusste, er würde Namen sehen, die er wiedererkannte. Die Gesichter waren natürlich egal. Bis auf die Jedi und noch ein paar andere würden sie alle identisch aussehen. Und da waren sie, als Nummern aufgelistet.
ARC Trooper Captain A-26 und ARC Trooper A-30 - Maze und Sull.
Maze? Die alte Spaßbremse? Fahnenflüchtig? Ausgerechnet er...
Das überraschte Niner wirklich. Maze war Zeys Adjutant gewesen, ein Mann, der alles streng nach Vorschrift anging. Niner hätte nicht darauf gesetzt, dass er sich aus dem Staub macht, aber dann folgten in der Liste noch weitere, bei denen es gleichermaßen unwahrscheinlich erschien: Yayax Squad, Hyperion Squad und einzelne Republic Commandos, an die er sich erinnerte. Sogar ein ganz regulärer Klon-Commander war abgängig, Commander Levet, der auf Qiilura unter Etain gedient hatte.
Corr und Atin standen auf der Liste, natürlich, aber Fi tauchte nicht auf. Wenigstens sein vorgetäuschter Tod hatte die Aktenverwalter des Imperiums überzeugt. Aber das meiste zivile Personal bestand aus exakt denselben Wesen, die ein paar Wochen zuvor noch der Republik gedient hatten, an denselben Schreibtischen und mit demselben Gehalt. Und im Großen und Ganzen hatte sich für die Mehrheit der Bevölkerung Coruscants nichts geändert - bis auf den Namen des Ortes. Er lautete jetzt Imperial City und der Planet hieß Imperiales Zentrum. Die größte Aufgabe, die die Schreibtischhengste zu bewältigen hatten, war die Überarbeitung der Holo-Karten. Niner fand das immer noch schwer zu verdauen, nachdem in seinem eigenen kleinen Kreis so viele Leben auseinandergerissen worden waren.
Coruscant. Corrie. Triple Zero. Trip Zip. Nehm ich locker. Aber es wird niemals Imperial City sein, soweit es mich betrifft.
Die Liste der Deserteure war kurz, aber signifikant. Zu-sammengefasst ergab sich daraus eine kleine Armee, die nicht zu unterschätzen war. Niner hatte gesehen, welchen Schaden ein einzelner ARC anrichten konnte. Vom Hochjagen von Schlüsselzielen bis hin zur Destabilisierung ganzer Regierungen. Dazu kam noch, dass er wusste, wie viel Schaden er mit ein paar Brüdern und der richtigen Ausrüstung anrichten konnte. Sie waren gefährlich. Sie waren dazu gezüchtet und ausgebildet worden, so zu sein.
Will ich diese Männer aufhalten?
Will ich sie töten?
Natürlich nicht Sie gehören zu uns.
Und dann waren da noch die anderen Namen, diejenigen, zu denen es auch Bilder brauchte, denn es handelte sich um beliebige Wesen mit ihren ganz eigenen, typischen Merkmalen - die Jedi auf der Flucht. Bardan Jusik war nur ein Name auf der Liste, die länger war, als Niner erwartet hatte. Lauter kleine Padawane und untergeordnete Ritter, aber relativ wenige Meister.
Doch eine Ritterin stand auf der Liste, nach der niemand würde suchen müssen. So weit hinten, wie sie in den Reihen standen, bezweifelte Niner, dass Vader ihn sehen konnte. Er legte seine Hand unter Darmans Ellbogen, denn er wusste, welchen Effekt es auf seinen Bruder haben würde, wenn er Etain Tur-Mukans Namen und Gesicht vor sich sehen würde.
Sie wissen also nicht, dass sie tot ist. Und das bedeutet, sie sind sich nicht wirklich darüber im Klaren, wer tot ist und wer verschwunden.
Es war kein sonderlich schmeichelhaftes Bild von Etain, aber es brach Niner dennoch das Herz. Was es bei Darman auslösen würde, konnte er nur vermuten. Sie war ein dünnes, sommersprossiges Mädchen, mit gewelltem braunem Haar und grünen Augen. Hätte er sie nicht gekannt, hätte er sie lediglich für irgendeine junge Frau gehalten; eine Bibliothekarin, eine Verkäuferin, eine Sekretärin. Sie sah nicht nach einer Generalin aus, die im Krieg gekämpft und alles aufs Spiel gesetzt hatte.
„Es ist okay, Dar", flüsterte Niner. Falls das irgendjemand gehört hatte, wäre es nicht von Bedeutung gewesen. Aber Darman reagierte nicht. „Udesii. Ganz locker."
„Ich spüre die
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