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JULIA ARZTROMAN Band 26

JULIA ARZTROMAN Band 26

Titel: JULIA ARZTROMAN Band 26 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: JOSIE METCALFE CAROLINE ANDERSON SARAH MORGAN
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Herz setzte einen Schlag aus. „Kommt nicht infrage.“
    „Warum nicht? Gerade eben hast du gesagt, du gingest dorthin, wo du gebraucht wirst. Hier bei uns ist das definitiv der Fall, Amy.“
    „Nein.“
    „Die ganze Zeit erzählst du mir, wie wichtig dir deine Arbeit ist. Und wir brauchen dringend einen vierten Kollegen. Dass du flexibel bist, hast du heute schon bewiesen. Ohne dich wären wir aufgeschmissen gewesen.“
    „Willst du, dass deine Exfrau in deiner Praxis mitarbeitet?“
    „Meine Frau“, betonte er sanft. „Noch bist du meine Frau, Amy. Außerdem, warum nicht? Da du mich nicht liebst, sind auch keine Emotionen im Spiel. Das erleichtert die Zusammenarbeit. Eine perfekte Lösung.“
    Nicht für mich. Panik wallte in ihr auf. „Das ist doch lächerlich. Wir können nicht zusammen arbeiten.“
    „Warum nicht?“
    Weil sie es nicht durchstehen würde. So lange könnte sie ihre Gefühle für ihn nicht verbergen. „Marco, bitte!“
    „Was spricht dagegen? Uns fehlt ein Arzt, du hast keinen Job. Du liebst mich nicht – gut, dann arbeiten wir wie gute Freunde und Kollegen zusammen, und in einem Monat unterschreibe ich die Scheidungspapiere.“
    Unterm Strich bedeutete das, dass sie sich einen Monat lang quälen musste für etwas, das sie im Grunde eigentlich gar nicht wollte!
    Amy hätte beinahe angefangen zu lachen.
    „Es wäre … merkwürdig. Marco, wie kannst du so etwas vorschlagen?“
    „Was ist daran merkwürdig? Wir sind beide erwachsen und erfahrene Ärzte. Seltsam wäre es einzig und allein dann, wenn du noch etwas für mich empfinden würdest. Ist das der Fall, Amy? Bin ich dir doch nicht so gleichgültig, wie du sagst?“
    Sie fühlte sich wie beim Kreuzverhör. „Ich … Das meinte ich nicht …“ Amy musste nach Worten suchen. „Ich empfinde nichts mehr für dich, Marco. Tut mir leid, wenn es wehtut, aber es ist besser, ich sage dir die Wahrheit.“
    „Ist das denn die Wahrheit?“ Er blickte sie intensiv an. „Irgendetwas läuft hier nicht richtig.“
    „Ich sage dir, was nicht richtig ist – du bringst mich in eine unmögliche Lage! Ich kann nicht bleiben.“
    „Wieso nicht?“, fragte er scharf. „Du hast gesagt, du hättest mich nie geliebt, und unsere Beziehung sei nur eine Affäre gewesen. Seit wann steht ein bisschen heißer Sex einer vernünftigen Geschäftsvereinbarung im Weg? Deine Arbeit ist für dich das Wichtigste im Leben, und ich biete dir Arbeit. Solange keine Gefühle im Spiel sind, sollte es keine Probleme geben, oder?“
    Verzweifelt suchte sie nach einer anderen Ausrede. „Mein Besuch war für einen Tag geplant. Ich habe nichts weiter bei mir, keine Kleidung, keine Schuhe …“
    „Deine Sachen liegen noch oben im Schrank“, sagte er ruhig. „Falls du es vergessen haben solltest – du hast kaum etwas mitgenommen.“
    Weil sie es nicht fertig gebracht hatte zu packen. Sie war buchstäblich geflüchtet.
    Amy wandte sich ab. Ihr Verstand arbeitete fieberhaft, aber im Gegensatz zu Marco konnte sie kaum einen klaren Gedanken fassen. Welche Wahl blieb ihr? Wenn sie jetzt abreiste, wäre alles umsonst gewesen. Sie müsste sowieso irgendwann wiederkommen. Oder sie arbeitete einen Monat in Penhally Bay, um Marco zu zeigen, dass es zwischen ihnen endgültig vorbei war.
    Vier Wochen. Vier Wochen durchhalten. Danach bekäme sie ihre Scheidung.
    Sie starrte aufs Meer hinaus und beobachtete nachdenklich das Spiel der Wellen. Vielleicht sehen wir uns gar nicht so oft, überlegte sie. Marco würde von morgens bis abends arbeiten, und sie auch. Da blieben nicht viele Gelegenheiten für private Momente.
    So schlimm konnte es nicht werden, oder?
    „Du willst bei uns mitarbeiten?“ Über seinen Schreibtisch hinweg blickte Nick sie ernst an.
    „Nur bis Dr. Donnelly da ist.“ Nach einer schlaflosen Nacht in Marcos Gästezimmer fühlte Amy sich wie gerädert und hatte Mühe, ein optimistisches Lächeln aufzusetzen. „Gestern habe ich ja Marcos Sprechstunde übernommen, und es hat mir Spaß gemacht. Außerdem habe ich noch ein bisschen Zeit, bis ich meinen nächsten Job antreten muss, und ihr braucht Hilfe.“
    Die Lügen gingen ihr nicht leicht von den Lippen.
    Nick betrachtete sie forschend. „Ich möchte euch ja nicht zu nahe treten …“ Sein Blick glitt zu Marco. „Aber ihr zwei habt euch lange nicht gesehen, und wir können es nicht riskieren, dass der Praxisbetrieb gestört wird. In welcher Form auch immer.“
    „Wir benehmen uns schon“, meinte Marco

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