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JULIA ARZTROMAN Band 26

JULIA ARZTROMAN Band 26

Titel: JULIA ARZTROMAN Band 26 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: JOSIE METCALFE CAROLINE ANDERSON SARAH MORGAN
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locker. „Es wird keine Schwierigkeiten geben.“
    Wirklich nicht? Amy sah ihn an, aber seine Miene verriet nichts. Wie konnte er nur so entspannt sein?
    Anscheinend fragte sich Nick das Gleiche. Er musterte seinen Partner eingehend, ehe er sich ihr wieder zuwandte. „Und wo wirst du wohnen?“
    Marco kam ihr zuvor. „Bei mir, wo sonst? Ich kann fünf Schlafzimmer anbieten.“ Die Betonung auf fünf war wie ein Stich ins Herz. Sie hatten sich ein besonders großes Haus ausgesucht, weil sie viele Kinder wollten. „Amy hat in meinem Gästezimmer geschlafen, nachdem sie gestern ihren Zug verpasst hatte. Wir haben also die Nacht überstanden, ohne uns gegenseitig umzubringen.“
    Unter einem Dach mit Marco? Bloß nicht! Die letzte Nacht war schon schlimm genug gewesen. Sie hatte sich von einer Seite auf die andere gewälzt, immer wieder das Bild vor Augen, wie er nebenan schlief … auf dem breiten Bett, wahrscheinlich nackt …
    Amy öffnete den Mund, um zu protestieren, fing jedoch Nicks fragenden Blick auf und entschloss sich zu einem Lächeln. „Stimmt“, entgegnete sie gespielt munter. „Ich schlüpfe bei ihm unter. Kein Problem.“
    „Na schön, wenn ihr meint. Wir können jede Unterstützung gebrauchen. Willkommen zurück in Penhally Bay, Amy, und willkommen an Bord. Da fängt das neue Jahr ja gut an. Ich hatte schon eine Reihe von Nervenzusammenbrüchen befürchtet, bis wir für Lucy eine Vertretung gefunden haben.“
    „Wie geht es ihr?“ Amy versuchte, den schmerzhaften Druck im Magen zu ignorieren.
    „Sehr gut, wenn man bedenkt, dass es eine Frühgeburt war.“ Er trommelte mit dem Finger auf die Schreibtischplatte. „Also, Amy, ich glaube, es macht Sinn, wenn du einfach Lucys Patienten und damit auch die Schwangerschaftsvorsorge übernimmst. Wenn ich mich richtig erinnere, warst du immer Feuer und Flamme für die Geburtshilfe.“
    Ihr wurde der Mund trocken. „Nein!“, wehrte sie heftig ab. „Nein. Ich meine … ich übernehme gern etwas anderes. Machst du nicht die Vorsorge? Das will ich dir nicht wegnehmen.“
    Marco blickte sie erstaunt an.
    Auch Nick runzelte die Stirn. „Seit Lucy weg ist, bin ich für die kleine Wundversorgung zuständig, aber ich kann nicht überall einspringen. Marco kümmert sich um unsere kleinen Patienten, und Alison Myers ist ebenfalls ausgelastet. Dragan hat auch genug zu tun. Allein zeitlich würde er die Geburtshilfe nicht schaffen.“ Er musterte sie. „Schwangerschaften und junge Mütter waren immer dein Thema. Ist in Afrika etwas passiert? Ein Drama, von dem wir wissen sollten?“
    „Nein, nein. Nichts dergleichen.“ Ihr schlug das Herz bis zum Hals, ihre Handflächen wurden feucht. „Ich dachte nur, dass es jemand machen sollte, der länger bleibt“, log sie. „Damit die ärztliche Vertrauensperson nicht ständig wechselt. Immerhin ist es ein sensibler Bereich.“
    Sie wünschte, Marco würde aufhören, sie anzusehen. Und Nicks Miene nach zu urteilen, dachte er sich seinen Teil. Sie spürte, sie musste sich auf bohrende Fragen gefasst machen.
    „Das wäre ideal“, antwortete er bedächtig, ohne sie aus den Augen zu lassen. „In diesem Fall bin ich jedoch sicher, dass sie froh sein werden, eine Ärztin mit Erfahrung in Geburtshilfe zu bekommen.“
    „Gut, dann übernehme ich das natürlich.“ Hoffentlich wirkte ihr Lächeln nicht allzu gekünstelt.
    „Perfekt.“ Nach einem letzten Blick in ihr Gesicht wandte Nick sich an Marco. „Das hätten wir geregelt. Ich sage Kate Bescheid, dass sie die Patienten informieren kann. Danke, Amy, du bist zur rechten Zeit gekommen. Glück für uns.“
    Von Glück konnte keine Rede sein. Amy hätte sich am liebsten im nächsten Mauseloch verkrochen.
    „Was ist bei euch los?“ Nick verschränkte die Hände hinter dem Kopf und lehnte sich im Stuhl zurück. „Bist du wieder mit Amy zusammen?“
    Marco blickte ihn wachsam an. „Fragst du als Freund oder als Kollege?“
    „Was hat das damit zu tun? Es ist eine schlichte Frage, die du entweder mit Ja oder mit Nein beantwortest.“
    „Wir sind nicht zusammen.“ Er zögerte. „Noch nicht.“
    „Aber du arbeitest daran. Das sieht man.“ Nick schnaubte. „Und Amy, was will sie? Ihr wart ein tolles Paar. Ich begreife immer noch nicht, warum sie weggegangen ist.“
    „Anscheinend will sie keine Kinder, sondern lieber Karriere machen.“
    „Amy? Das passt überhaupt nicht zu ihr. Ich weiß noch, wie ich sie vor dem Schaufenster eines Babyausstatters getroffen

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