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Nicht mein Märchen (Aktionspreis zum Start von Buch 2 am 13.10.) (German Edition)

Nicht mein Märchen (Aktionspreis zum Start von Buch 2 am 13.10.) (German Edition)

Titel: Nicht mein Märchen (Aktionspreis zum Start von Buch 2 am 13.10.) (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: E.M. Tippetts
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auch so sein,“ meinte er. „Sie werden wissen wo wir hingehen. Möchtest du einfach nach Montreal oder so flüchten?“
    „Ach komm schon. Du bist doch an sowas gewöhnt.“
    „Das hier ist anders. Sie belästigen auch dich. Das ist echt was anderes.“
    „Wie schon gesagt, ich werde mich ja auch dran gewöhnen müssen, richtig?“ Ich sah auf den Ring herab, dann ließ ich meinen Blick durch den Privatjet schweifen. Mein Leben hatte sich in den letzten 24 Stunden dramatisch verändert. Ich grub meine Finger in die Couchlehne, als das Flugzeug die Startbahn entlang schoss. Kurz danach waren wir in der Luft. Ich starrte weiter auf den Ring.
    Jason runzelte die Stirn und drehte sich vom Fenster weg. „Du kannst einen anderen haben wenn du willst.“
    „Nein, auf keinen Fall. Ich will den, mit dem du mich überrascht hast. Aber ich denke wir sollten anfangen, ein paar Sachen zu planen?“
    „Wirst du mir jetzt erlauben, dir eine Unterkunft in New Orleans zu besorgen?“
    „Uns eine Unterkunft, ja.“
    „Naja, für dich, bis wir heiraten. Wann willst du heiraten?“
    „Ich gehe davon aus, dass deine Anwälte einen Ehevertra-“
    „Was? Ich will keinen Ehevertrag.“
    „Und ich will nicht, dass deine Anwälte dir bei lebendigem Leib die Haut abziehen. Das würde mich traurig machen.“
    „Chloe, du verstehst nicht worum es hier geht.“
    „Sorry… worum geht’s genau?“
    „Du hast mir mein Märchen gegeben.“
    „Gut.“
    „Bist du sicher, dass du nicht auch eines hast, das ich dir geben könnte?“
    „Ehm…“ Ich zuckte mit den Schultern.
    „Wenigstens ein kleines? Vielleicht die perfekte Hochzeit?“
    „Perfekte Hochzeit? Eine unter Ausschluss der Öffentlichkeit wäre schön, denke ich.“
    „Sicher, aber wenn du eine richtige Hochzeit willst, werden die Medien es herausfinden. Sie werden dahinter kommen, wo wir die Zeremonie halten, wann wir uns die Lizenz abholen, wen wir als Caterer engagieren. Irgendwie werden diese Infos durchsickern, ganz egal wie vorsichtig wir sind.“
    „Wie willst du es dann geheim halten?“
    „Tja… am besten wäre es, man macht es schnell und mit so wenig Leuten wie möglich, aber es ist deine Hochzeit . Du willst das bestimmt nicht so. Was auch immer du dir für eine Hochzeit wünscht, sollst du bekommen.“
    „Sollte ich das etwa alles schon geplant haben?“
    „Du hast doch sicher ein paar Ideen?“
    „Nein… aber plant man sowas in der Regel nicht zusammen?“
    „Nah. Mir ist das egal – ich würde in Vegas in der Elvis-Kapelle heiraten wenn du willst, aber du verstehst nicht worum es geht . Denk an das Ideale. An deine Traumhochzeit.“
    „Du kannst doch nicht so einen Druck auf mir lassen.“
    „Wirklich? Es gibt kein Kleid, das du schon immer wolltest, oder einen Lieblingssong? Lieblings-Kuchen?“
    Wieder zuckte ich mit den Schultern. „Ist das schlimm?“
    „Nein, es ist nicht schlimm. Aber meinst du das wirklich ernst?“
    „Meine Mutter war immer diejenige von uns beiden, die ihre Hochzeit bei uns zu Hause geplant hat,“ sagte ich. „Ich bin ihren ganzen Hochzeits- und Brautmagazinen nie nahe gekommen.“
    „Komm schon, bestimmt hattest du doch als kleines Mädchen irgendeine Märchenfantasie, die du gerne erfüllt haben wolltest. Was war das?“
    „Weiß nicht.“
    „Was für Tagträume hattest du als Kind? Wolltest du eine Prinzessin sein, oder ein Kleid mit Schleppe tragen, oder…?“ Er wartete.
    „Ich hatte nie solche Tagträume.“
    „Nie?“
    „Nein. Der Tagtraum, den ich immer wahr werden lassen wollte, war der, dass ich Beth ein Geburtstagsgeschenk kaufte und zu ihrer Party ging.“
    „Beth, deine Schwester?“
    „Ja. Ich träumte davon, wie ich ihr ein Geschenk kaufte, einpackte und zu ihrer Geburtstagsparty ging – und sie freute sich, mich zu sehen. Ich war nicht eingeladen, aber das störte sie nicht. Sie war zu Hause mit all ihren Freunden, ihrer perfekten Familie und es gab Ballons, Kuchen, Spiele und sie gab mir eine dicke Umarmung, sagte ‚Ich freu mich so, dass du da bist!‘ und rief ihren Freunden zu ‘Seht mal! Meine Schwester ist hier!‘ Danach nahm sie mich mit ins Haus und ich spielte mit ihren Freunden, aß Kuchen und blieb einfach für immer dort.“
    „Das hast du dir früher gewünscht?“
    „Erzähl das bloß nicht meiner Mutter.“
    „War das, bevor Chris auf dich geschossen hat?“
    „Ja, das hat diese Märchen-Blase dann platzen lassen.“
    „Ich sehe auch leider keine Möglichkeit, das

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