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Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Titel: Privatdetektive (16 Romane in einem Band) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alfred Bekker
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geschafft, Jo!" Captain Tom Rowland ließ eine Mappe auf geräuschvoll den Schreibtisch fallen. "Die Akte ist wieder offen, die Ermittlungen sind erneut aufgenommen!"
    Jo lächelte kurz. Aber es lag kein Triumph darin. Nicht einmal Zufriedenheit, denn die Sache war noch nicht abgeschlossen.
    "Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, Tom!"
    Rowland lachte dröhnend.
    "Nein!" meinte er ironisch. "Da wir hier unter chronischer Unterbeschäftigung leiden, bin ich froh über jedes bißchen an zusätzlicher Arbeit für meine Leute!"
    Seit gut zwölf Stunden wurde nach Frank Hernandez gefahndet - bislang ohne Erfolg. Inzwischen hatten die Leute vom Einbruchsdezernat Fotos von Hernandez in Joanne Carters Nachbarschaft herumgezeigt und es gab tatsächlich ein paar Zeugen, die ihn wiederkannten. Er hatte Handschuh getragen, was bei der warmen Witterung mehr als auffällig war.
    Außerdem war in seiner Wohnung das Stemmeisen gefunden worden, mit dem man die Tür aufgebrochen hatte. Winzige Farbspuren bewiesen das einwandfrei.
    "Auf die Dauer hat der Kerl keine Chance", meinte Rowland. "Er ist verwundet und wird sich irgendwo seinen Arm behandeln lassen müssen! Wir werden ihn sicher kriegen."
    "Davon bin ich überzeugt!" erwiderte Jo.
    Rowland hob die Schultern. "Fragt sich nur, wer ihn am Ende bekommt: Wir oder die Kollegen vom Einbruch!"
    Jo nickte. "Auf Mord wird man ihn wohl nur schwer festnageln können..."
    "Man hat etwas von diesem neuen Zeug in seiner Wohnung gefunden!" Gab Rowland zu bedenken. "DSE wird es, glaube ich, abgekürzt."
    "Ja, in gewissen Kreisen scheint dieser Stoff zur Zeit die Runde zu machen."
    "Hernandez hatte die Gelegenheit und ein Motiv. Was will man mehr von einem Mörder, Jo?" Jo zuckte die Achseln. Dasselbe galt ebenfalls für Pamela McGreedy. Für sie sprach nur, daß sie Jo gegenüber ausgepackt hatte. Vielleicht war das aber auch nur ein geschickter Schachzug gewesen, um von sich abzulenken.
    Aber da war noch eine andere Sache...
    "Pamela McGreedy will gesehen haben, wie zwei Männer auf Brannigan gewartet und ihn in Empfang genommen haben... Mit einem davon bin ich wahrscheinlich schon einmal zusammengetroffen. Jedenfalls paßt die Beschreibung. So viele Riesen mit kurzgeschorenen roten Haaren gibt es nun auch wieder nicht."
    Rowland legte die Stirn in Falten und lehnte sich zurück. "Was soll das für einer sein?"
    "Ein Schläger. Er heißt Bill O'Mara und arbeitet für einen Mann namens Arnold Parker. Und der verkauft genau das Zeug, das Brannigan verabreicht wurde." Er grinste. "Ich war bei Hayes im Rauschgiftdezernat. Die waren ziemlich zugeknöpft, aber immerhin weiß ich jetzt, daß die beiden dort keine Unbekannten sind."
    "Und wie bringst du das zusammen?"
    "Vielleicht ist das Ganze nur ein Märchen von Miss McGreedy. Sie könnte den rothaarigen Bill im Mega Star gesehen haben. Dann hat sie ihn mir beschrieben, um mich auf eine falsche Fährte zu setzen. Die andere Möglichkeit ist, daß Hernandez ihn und einen zweiten Mann für ein paar Dollar angeheuert hat, um die Sache durchzuziehen..."
    "...um sich nicht selbst die Hände schmutzig machen zu müssen!"
    "So ist es."
    Dann klingelte das Telefon auf Rowlands Schreibtisch und er nahm ab. Als der Captain dann kurze Zeit später wieder auflegte, berichtete er: "Das war Hayes vom Rauschgift!"
    "Und?" Jo verschränkte die Arme vor der Brust.
    "Wir sollen O'Mara in Ruhe lassen. Die haben diesen Parker, für den er arbeitet schon seit längerem im Auge und wollen über ihn an die höheren Chargen herankommen." Er grinste. "Das soll ich übrigens insbesondere auch dir noch einmal klarmachen - wenn ich dich das nächste Mal sehe!"
    "Na, dann hast du mich eben nicht gesehen, Tom!"
    "Du willst denen doch wohl nicht in die Suppe spucken, Jo! Du bringst eine Operation in Gefahr, die mit dem FBI zusammen durchgeführt wird und lange vorbereitet ist! Halt dich da besser heraus! Bill O'Mara wird mit dem ganzen Schwarm ins Netz gehen. Dann können wir ihn befragen."
    "Verstehe", murmelte Walker.
    "Es geht nicht anders, Jo!"
    Jo erhob sich und wandte ich zum Gehen. Rowland hatte natürlich recht. Außerdem lag gegen O'Mara ja auch nichts Greifbares vor, wenn man von Pamela McGreedys Aussage absah. Und welches Spiel Pamela wirklich spielte, darüber war Jo sich noch nicht ganz im Klaren.
    "Warum hat dieser Hayes mir das eigentlich nicht selbst gesagt?"
    Rowland kam nicht mehr dazu, Walkers Frage zu beantworten. Die Tür ging auf und einer seiner

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