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Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Privatdetektive (16 Romane in einem Band)

Titel: Privatdetektive (16 Romane in einem Band) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alfred Bekker
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Detectives kam herein. "Was gibt es, Brian?" knurrte der Captain.
    "Ich sollte Ihnen doch bescheid sagen, sobald uns dieser Hernandez ins Netz gelaufen ist!"
    Rowland sprang auf. "Wo ist er jetzt?"
    "Beim Arzt."

    *

    "Scheint, als säßen Sie ziemlich tief drin, Hernandez", stellte Rowland fest. Jo stand etwas abseits und hatte dem Verhör bisher mehr oder weniger schweigend zugehört. Es war nicht viel dabei herausgekommen. Hernandez saß auf seinem Stuhl, zupfte nervös an der Bandage an seinem rechten Unterarm herum und blickte immer erst fragend zu seinem Anwalt, bevor er einen Ton von sich gab. Über die Angaben zur Person hinaus, war das auch nicht allzuviel.
    "Was den Einbruch betrifft ist die Beweislage doch ziemlich klar!" meinte Rowland, wobei er beschwörend mit den Armen wedelte. "Geben Sie es doch einfach zu!"
    Der Anwalt schüttelte den Kopf und Hernandez kniff die Lippen aufeinander.
    "Sie waren es auch, der Brannigan dieses Teufelszeug gegeben hat, um ihn umzubringen!" Rowland versuchte, Hernandez endlich aus der Reserve zu locken. "So etwas nennt man Mord, Mister Hernandez! Und Sie hatten ein Motiv und waren am Tatort."
    "Das sind Unterstellungen!" griff der Anwalt ein.
    Rowland achtete nicht auf ihn, sondern hielt den Blick auf Hernandez gerichtet.
    "Ich habe Brannigan nicht umgebracht!" murmelte er dumpf. "Warum nehmen Sie Pamela McGreedy nicht fest? Wenn ich Motiv und Gelegenheit hatte, dann hatte sie es auch!"
    "Vielleicht holen wir das noch nach", meinte Rowland kühl. "Schließlich könnte es ja auch sein, daß Sie das zusammen durchgezogen haben...!"
    Jetzt mischte sich Jo ein.
    "Kennen Sie einen Mann namens Bill O'Mara?"
    "Nein."
    "Sagen Sie nichts, Mister Hernandez!" wies der Anwalt seinen Mandanten an. "Glauben Sie mir, es ist besser so!"
    "O'Mara hat rotblondes Haar und eine Narbe am Kinn. Ich wette, Sie sind ihm schon begegnet..."
    "Glauben Sie, ich habe jemanden angeheuert?"
    "Wäre doch auch möglich, oder etwa nicht?"
    "Ich sagte schon, ich habe mit der Sache nichts zu tun!"
    "So einfach können Sie sich da nicht herauswinden!" meinte Jo.
    "Das werden wir sehen!"

    *

    Eine trübe Dunstglocke hing über dem Central Park, als Jo Walker hinaus aus dem Fenster seines Büros blickte und an seiner Zigarette zog. Hinter sich hörte er April hereinkommen.
    "Sieht aus, als würden wir ziemlich auf der Stelle zu treten!" meinte sie.
    Jo nickte. "Ja. Hernandez schweigt eisern. Ich kann es ihm noch nicht einmal verdenken.
    "Glaubst du, daß er es war?"
    "Nicht ohne Komplizen."
    "Du denkst an diesen O'Mara?"
    "Ja."
    April musterte ihren Boß einen Augenblick lang und meinte dann ziemlich spitz: "Diese Pamela McGreedy scheinst du schon von deiner Liste gestrichen zu haben, habe ich recht?"
    "Du irrst dich!"
    Auf dem Schreibtisch hatte Jo die Bilder ausgebreitet, die Walt Brannigan für seine Therapiestunden angefertigt hatte. "Ich hatte die Sachen hier in meiner Schublade und habe sie mir noch einmal angesehen", meinte der Privatdetektiv dazu.
    April lächelte nachsichtig.
    "Und du glaubst, daß du durch diese Bilder der Wahrheit af die Spur kommst?"
    Jo nahm eines der Bilder heraus und zeigte es ihr. "Was siehst du?"
    April nahm das Bild und runzelte die Stirn. "Vier Männer!" sagte sie dann. "Einer liegt am Boden, ein zweiter hat die Hände hoch."
    "Es stellt wohl den Überfall dar, der vor Jahren auf Brannigan verübt wurde. Der mit den erhobenen Händen ist er selbst, der am Boden Liegende ist soeben erschossen worden. Und nun schau dir mal die Täter an!"
    "Er scheint sehr schnell und flüchtig gemalt zu haben..."
    "Er hat eine Narbe am Kinn, April!"
    "Das könnte auch ein Klecks sein!"
    "Richtig, wenn nur auf einer Zeichnung zu sehen wäre, dann hättest du recht. Aber Brannigan hat die Szene während seiner Therapie mehrfach gemalt. Und dieser Punkt da vorne fehlt auf keiner einzigen! Und auf zwei Bildern hat der mit der Narbe zusätzlich rote Haare!"
    "Könnte Zufall sein, Jo!"
    Jo Walker zuckte die Achseln. "Ja, aber es könnte auch heißen, daß dieser Bill O'Mara einer der Kerle war, die ihn damals überfallen haben!"
    April hob die Schultern, während ihr Blick noch einmal über Brannigans Bilder glitt. "Warum sollte dieser O'Mara Brannigan nach all den Jahren umbringen?"
    "Eine gute Frage April..."

    *

    Dr. Aaron Stanley war ein Mann mit einem braunen Haarkranz. Aber sein Bart war völlig ergraut und deshalb sah er zehn Jahre älter aus, als er in Wirklichkeit war.
    Jo traf ihn beim

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