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Silberband 062 - Götzendämmerung

Titel: Silberband 062 - Götzendämmerung Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Perry Rhodan
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sich langsam um die eigene Achse. Das Licht seines Scheinwerfers fiel auf zusammengeballten Müll.
    »Überall nur Dreck!« stieß der Teleporter hervor.
    »Halt!« rief Alaska. »Noch einmal die Stelle mit den großen Rostplacken.«
    Der Lichtstrahl schwenkte zurück.
    »Da!« sagte Alaska und bewegte sich durch die Höhle. »Sehen Sie! Ein versteinerter Baum.«
    Tschubai folgte ihm. »Tatsächlich, Alaska.«
    Sie untersuchten das Gewächs, das verhältnismäßig gut erhalten war und dessen Äste den Müll wie Adern durchzogen. Alaska kratzte mit dem Lauf seines Kombistrahlers darüber.
    »Die Pflanze wurde von einer Müllawine begraben. Der Druck des Müllbergs über ihr und chemische Prozesse verhinderten ihren Zerfall.«
    »Wir wollen an die Oberfläche zurückkehren«, drängte der Teleporter.
    »Gibt Ihnen der Baum denn nicht zu denken, Ras?« fragte Alaska. »Hier hat jemand ohne jede Rücksicht auf die Natur seinen Dreck abgeladen. Ich bin fest überzeugt davon, daß wir noch mehr solcher Bäume entdecken würden, wenn wir danach suchten. Der Abfall wurde einfach auf das Land gekippt.«
    »Das kann schon sein«, meinte Ras.
    Alaska ergriff ihn am Arm. »Springen wir!«
    Sie kehrten zu den anderen zurück. Alaska berichtete von seiner Entdeckung.
    »Irgendwo muß es ein großes Industriegebiet geben«, sagte er. »Ich bin sicher, daß es existiert.«
    »Die bisher gemachten Ortungsergebnisse sprechen dagegen«, sagte Corello. »Ich bin der Ansicht, daß es auf dieser Welt nur Dreck gibt. Sie ist total vermüllt.«
    »Vielleicht ist es ein Müllplanet«, sagte Irmina Kotschistowa. »Eine Welt, auf die andere Völker des Schwarms ihre Abfälle bringen.«
    »Wir gehen weiter«, sagte Alaska.
    Nach einiger Zeit gelangten sie in ein Gebiet, wo spärlicher Pflanzenwuchs bewies, daß die vergewaltigte Natur im Begriff war, verlorenes Terrain zurückzuerobern. Je weiter sich Alaska und seine Begleiter vom Transmitterhügel entfernten, desto häufiger stießen sie auf kleine Wälder und Buschansammlungen. Einige Hügel waren mit mannshohen Stielpflanzen bewachsen.
    Wenig später entdeckten die Verschollenen einen Tümpel. Ein paar Eingeborene kauerten neben dem Wasserloch und dösten vor sich hin. Als sie die Terraner und den Cyno sahen, sprangen sie auf und flohen.
    »Sie scheinen nicht sehr kampffreudig zu sein, obwohl sie uns angriffen, als wir aus dem Transmitter kamen«, stellte Irmina Kotschistowa fest.
    »Sie führen offenbar ein erbärmliches Leben«, sagte Alaska. »Ich frage mich, ob sie schon immer in diesem Gebiet wohnten. Vielleicht sind sie degenerierte Nachkommen eines hochstehenden Volkes.«
    Der Nebel lichtete sich allmählich, und am Himmel erschien eine kleine blaßrote Sonne. Die Außentemperatur lag bei knapp zwanzig Grad Celsius über dem Gefrierpunkt. Die Luft war in diesem Gebiet nicht ganz so schlecht wie in der Nähe des Transmitterhügels.
    »Ich glaube, daß es keinen Sinn hat, wenn wir uns weiter auf diesem Planeten aufhalten«, sagte Alaska. »Schmitt, glauben Sie, daß Sie den Transmitter aktivieren und justieren können? Wir müssen von hier weg.«
    Der Cyno zuckte mit den Achseln. »Ich kann nichts tun, solange ich nicht weiß, wo wir uns befinden. Ich habe jedoch eine Ahnung. Wir sollten noch nicht umkehren, sondern weitersuchen. Ich bin sicher, daß wir etwas finden werden.«
    Während er sprach, hielt er die Metallspule fest umklammert.
    »Wollen Sie uns nicht sagen, wozu Sie dieses Ding mit sich herumschleppen?« fragte Alaska.
    »Nein«, sagte Schmitt. »Sie würden es doch nicht verstehen. Aber es liegt in Ihrem Interesse, daß diese Spule für mein Volk gerettet wird.« Der Transmittergeschädigte wußte genau, daß es keinen Sinn hatte, wenn er weiter auf den Cyno einredete. Schmitt würde nur das verraten, was er preisgeben wollte. Und das war nicht viel!
    »Also gut!« Alaska gab sich einen Ruck. »Wir ändern jetzt unsere Taktik. Ras ist erholt und kann ein paar Sprünge riskieren. Er wird mit mir die Umgebung erkunden. Irmina, Sie warten zusammen mit Schmitt und Ribald auf unsere Rückkehr. Das Wasserloch ist eine Stelle, die wir leicht wiederfinden können.« Er trat an Tschubais Seite. »Ich schlage vor, daß wir ein paar Meilen in der bisher eingeschlagenen Richtung springen.«
    »Einverstanden!« Ras ergriff seinen Arm. Sie entmaterialisierten.
    Praktisch im gleichen Augenblick fanden sich die beiden Männer in einer gewaltigen Müllgrube wieder. Von Pflanzenwuchs war

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