Star Trek - Titan 02 - Der rote König
die Sprengfallen sind, Captain.«
Er wirkte
beeindruckt, obwohl sein unausstehliches Grinsen bestehen blieb. »Sie
überraschen mich, Commander. Nicht, dass ich nicht erwartete hätte, dass sie um
meine Hilfe betteln. Allerdings hatte ich angenommen, dass Sie darauf bestehen
würden, unsere Sicherungsmaßnahmen auf die harte Tour zu entdecken.«
Sie erhob
sich. »Das ist immer noch eine Option, Captain. Das heißt, wenn sowohl sanfte
Überredung als auch unsere Gedächtnisscan-Geräte versagen sollten. Aber in
diesem Fall denke ich, dass ich darauf bestehen müsste, dass Sie und ihre Leute
den Rest des Wegs zu Fuß nach Hause gehen.«
Tchevs
Grinsen fiel in sich zusammen, zurück blieb ein etwas angemessenerer,
sachlicherer Ausdruck. Es müsste doch irgendwo eine rationale Obergrenze für
den angeborenen klingonischen Hang zu leerem Gepolter geben.
»Also gut,
Commander Donatra«, sagte Tchev mit einem befriedigten Knurren in der Stimme.
»Nur ein Narr kämpft in einem brennenden Haus. Und nur ein idiotischer Duy' würde es diesem Haus widerstandslos erlauben, um seinen Kopf herum
abzubrennen.«
Frane war erleichtert,
als er entdeckte, dass sich in der beinahe lichtlosen Kammer, zu der ihn die
Wachen begleitet hatten, alle vier anderen Suchenden der Buße befanden. Obwohl
jeder von ihnen nachvollziehbar verängstigt wirkte, schien keiner irgendwelche
schweren Verletzungen erlitten zu haben. Selbst die vielteilige Lofi schien
sich so gut wie vollständig von dem Schock erholt zu haben, stückweise aus der
Rettungskapsel teleportiert worden zu sein.
Allerdings
war er überrascht gewesen, als die Wachen nach einigen Stunden wiedergekommen
waren, um ihn erneut mitzunehmen. Wenigstens hatten sie ihm Zeit gelassen, sich
zu erholen und seine Pilgerrobe anzulegen. Und sie hatten nicht wieder
versucht, ihm das Geschichtenband wegzunehmen. Aber da er immer noch
misstrauisch war, dass die Wachen ihre Meinung wieder ändern würden, hatte er
das Armband außer Sicht in der Vordertasche seines Gewandes verstaut, wo er die
Steine, Muscheln und Perlen immer fühlen konnte, wenn ihm danach war. Aus
irgendeinem Grund beruhigte es ihn, als ob seine bloße Anwesenheit ihn
irgendwie schützen konnte. Natürlich hatte das bei seinem Vater nicht so
besonders gut funktioniert.
Schon bald
war Frane noch erstaunter, als er entdeckte, dass er offenbar in den
Hauptkontrollraum dieses riesigen Kriegsschiffes gebracht wurde. In der hell
erleuchteten Kammer saß Commander Donatra in einem erhöhten, throngleichen
Sessel, während mindestens ein halbes Dutzend dunkelhaariger, bleichhäutiger
Elfen – Romulaner , berichtigte er sich selbst – an mehreren
Einsatzstationen beschäftigt waren. Der große Sichtschirm, der den Vorderteil
der Kammer beherrschte, zeigte ein breites, brillantes Bild der Energieranken,
die die mysteriöse Substanz des Schläfers ausmachten.
Donatra
drehte ihren Sessel in seine Richtung, vielleicht durch ihre empfindlich
aussehenden spitzen Ohren auf seine Anwesenheit aufmerksam gemacht. »Ah, Mr.
Frane. Willkommen auf meiner Brücke.«
Er nickte
ihr zu und hoffte, dass sie diese Geste als höflich empfinden würde. »Danke.
Sie ist sehr beeindruckend.« Hinter ihm zuckte unwillkürlich sein Schwanz, bis
er ihn zwang stillzustehen.
»Ja, das
ist sie. Und dank der Kooperation unserer klingonischen … Freunde sind
unser Antriebssystem und unser Traktorstrahl wieder funktionsfähig.«
»Klingonisch?«,
fragte Frane. Dieses Wort war für ihn so ungewohnt wie es der Begriff
»romulanisch« noch vor kurzem gewesen war.
»Unsere … anderen Gäste, Mr. Frane. Sie müssen ihr Schiff aus der Rettungskapsel gesehen haben.
Sie werden sie wahrscheinlich noch früh genug treffen. Durch unsere Zusammenarbeit
mit den Klingonen sollten wir unsere beiden Schiffe bald auf dem Weg und weg
von den, durch den Raumspalt verursachten, Störungen haben.«
»Noch
einmal: Beeindruckend. Aber warum haben Sie mich hierhergebracht?«
Donatra
lächelte, obwohl dieser Ausdruck auf ihrem finsteren Gesicht eher raubtierhaft
als freundlich wirkte. »Sie sind sehr direkt, Mr. Frane.«
»Wir haben
keine Zeit zu verlieren«, sagte er und nickte in Richtung des Schirms.
Frane
bemerkte, dass sich die Miene der romulanischen Frau verdüstert hatte. »Warum?
Wissen Sie etwas über die Große Bl… über die Erscheinung dort draußen?«
»Wir nennen
es den Schläfer.«
»Warum?«
Frane
drückte das Armband zwischen seinen Fingern und
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