Star Wars Das letzte Kommando
Lieutenant Kosk, was?«
»Korrekt«, bestätigte Thrawn. »Das und die zusätzlichen Beweise, die wir bereits in Kosks Personalakte eingefügt haben, dürften keinen Zweifel daran lassen, daà Karrde die anderen Schmuggler manipuliert hat. Ich glaube, das sollte genügen.«
»Ja, sie sind ein ziemlich brutaler Haufen.« Ferrier drehte die Datenkarte und kaute an seiner Zigarra. »Okay. Ich muà also nur an Bord der Wilder Karrde gelangen...«
Thrawns Gesichtsausdruck lieà ihn verstummen. »Nein«, sagte der GroÃadmiral bestimmt. »Im Gegenteil, Sie werden sich von seinem Schiff und seinen privaten Räumen am Boden so fern wie möglich halten. Um genau zu sein, solange Sie sich auf seiner Basis befinden, werden Sie strikt darauf achten, niemals allein zu sein.«
Ferrier blinzelte überrascht. »Ja, aber...« Hilflos hielt er die Datenkarte hoch.
Pellaeon spürte, wie Thrawn an seiner Seite einen ungeduldigen Seufzer ausstieÃ. »Ihr Defel wird die Datenkarte an Bord der Wilder Karrde deponieren.«
Ferriers Miene hellte sich auf. »Oh, ja. Ja. Er wird das Schiff wahrscheinlich betreten und verlassen können, ohne daà jemand was merkt.«
»Das sollte er auch«, sagte Thrawn warnend; und plötzlich klang seine Stimme eiskalt. »Denn ich habe Ihre Rolle beim Tod von Lieutenant Kosk und seinen Männern nicht vergessen. Sie schulden dem Imperium etwas, Ferrier. Und diese Schuld werden Sie begleichen.«
Ferrier erbleichte hinter seinem Bart. »Ich habe verstanden, Admiral.«
»Gut«, nickte Thrawn. »Sie werden auf Ihrem Schiff bleiben, bis
die Dechiffrierabteilung Sie über den Ort von Karrdes Treffen informiert. Von da an sind Sie auf sich allein gestellt.«
»Sicher«, sagte Ferrier und schob die Datenkarte in seine Tunika. »Gut. Was mache ich, wenn Karrde erledigt ist?«
»Dann können Sie wieder Ihren Geschäften nachgehen«, erklärte Thrawn. »Wenn ich Sie wieder brauche, werde ich es Sie wissen lassen.«
Ferriers Lippen zuckten. »Sicher«, wiederholte er.
Und auf seinem Gesicht sah Pellaeon, daà ihm langsam zu dämmern begann, wie groà seine Schuld gegenüber dem Imperium wirklich war.
16
Der Planet war grün und blau und weià gefleckt, nicht viel anders als all die anderen Planeten, die Han im Lauf der Jahre gesehen hatte. Mit dem winzigen Unterschied, daà dieser keinen Namen hatte.
Oder Raumhäfen. Oder Orbitdocks. Oder Städte, Kraftwerke oder andere Schiffe. Oder irgendwelche anderen Einrichtungen.
»Das ist er, ja?« fragte er Mara.
Sie antwortete nicht. Han sah zu ihr hinüber und stellte fest, daà sie den Planeten vor ihnen anstarrte. »Also, ist erâs oder ist erâs nicht?
»Er ist es«, sagte sie mit seltsam hohler Stimme. »Wir sind da.«
»Gut«, sagte Han, sie noch immer forschend musternd. »GroÃartig. Verraten Sie uns, wo sich dieser Berg befindet? Oder sollen wir einfach herumfliegen und warten, bis man uns unter Beschuà nimmt?«
Mara schien sich zusammenzureiÃen. »Er liegt in der Mitte zwischen Ãquator und Nordpol«, erklärte sie. »Nahe dem östlichen Rand des Hauptkontinents. Ein einzelner Berg, der sich über Wälder und Grasland erhebt.«
»Okay«, meinte Han, gab die Informationen ein und hoffte, daà die Sensoren nicht versagten und ihn bloÃstellten. Mara hatte über den Falken schon genug bissige Bemerkungen gemacht.
Hinter ihm glitt die Cockpittür zur Seite, und Lando und Chewbacca kamen herein. »Wie siehtâs aus?« fragte Lando. »Sind wir da?«
»Wir sind da«, bestätigte Mara, ehe Han antworten konnte.
Chewbacca grollte eine Frage. »Nein, kein Hinweis auf technische Einrichtungen«, schüttelte Han den Kopf. »Keine Energiequellen, kein Funkverkehr.«
»Militärbasen?« fragte Lando.
»Wenn es welche gibt, kann ich sie nicht finden«, sagte Han.
»Interessant«, murmelte Lando. »Der GroÃadmiral scheint vertrauensseliger zu sein, als ich dachte.«
»Der Planet diente früher als private Schatzkammer«, erinnerte ihn Mara spitz. »Nicht als Ausstellungsort für imperiale Technik. Es gab keine Garnisonen oder Kommandozentren, die Thrawn hätte übernehmen können.«
»Also befindet sich alles im Inneren des Berges?« fragte Han.
»DrauÃen dürfte es
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