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Verliebt in eine Diebin - Roman

Verliebt in eine Diebin - Roman

Titel: Verliebt in eine Diebin - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jennifer Crusie Eva Malsch
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eindringen.«
    »Und das willst du nicht?«
    »Theoretisch wünsche ich mir einen Typ, der alles von mir erobert. Nur...«
    »Und in der Praxis?«
    »In der realen Welt halte ich nichts von Eindringlingen oder ›Space Invaders‹.«
    »Darin liegt das Problem. Es ist ein Spiel und Eindringlinge sind nun mal fester Bestandteil davon. Alles andere ist nur eine Variation des Themas.«
    »Vielleicht werde ich nie wieder Sex haben, und ich versuche gerade zu entscheiden, ob das schlimm wäre.«

    »Wollen wir wetten?«, fragte er und griff wieder nach der Flasche.
    »Wetten?« Tilda beobachtete, wie er noch etwas Wodka in ihr Glas goss. Der Ananas-Orangen-Saft war nurmehr eine blasse Erinnerung. »Wie beim Pokern?«
    »Wetten ich schaff’s, dass du kommst, hier und jetzt auf der Couch. Und ohne den großen Eindringling zu spielen.«
    »Hm...« Skeptisch spähte sie über den Rand ihres Glases hinweg. Das klang nicht schlecht. Aber es war Davy . Irgendwo musste die Sache einen Haken haben. Andererseits, es war Davy . Und sie begehrte ihn. Sogar die Tatsache, er könnte möglicherweise ein FBI-Agent sein, weckte Lustgefühle. Vielleicht steckte tatsächlich eine kleine Louise in ihr.
    »Wenn du gewinnst, helfe ich dir, die restlichen Bilder zurückzuholen. Und wenn ich gewinne, spielen wir ›Space Invaders‹.« Er dachte kurz nach. »Was bedeutet, dass du auf jeden Fall gewinnst. So oder so ist das eine fantastische Chance für dich, Vilma.«
    »Verschone mich.« Tilda wollte verführt, aber nicht gelinkt werden.
    Traurig schüttelte er den Kopf. »Nie zuvor ist mir eine Frau begegnet, die sich so schrecklich vor Orgasmen gefürchtet hat.«
    »Davor fürchte ich mich nicht«, protestierte sie ärgerlich. »Im Lauf der Zeit hatte ich jede Menge Orgasmen - es ist nur …«
    »›Harry und Sally‹. Die Szene im Restaurant.«
    »Das war kein Filmzitat. Ist für dich alles nur ein Spiel?«
    »Fast alles.« Lächelnd erwiderte er ihren Blick, und sie dachte: Oh Gott. »Willst du spielen, oder gehen wir ins Bett?«
    »Zwei Bilder fehlen uns noch«, flüsterte sie, und ihr Puls fing an zu rasen.

    »Fünfzehn Minuten. Schau auf die Uhr.«
    Tilda trank den Rest ihres Wodkas mit dem Hauch von Fruchtsaft und musterte Davy über das Glas hinweg. Wie viel Spaß es machte, ihn anzuschauen. Solange sie den Mund hielt, was hatte sie zu verlieren, außer ihrer Würde? Und die hatte sie beim letzten Experiment auf dieser Couch ohnehin schon eingebüßt... Der absolute Tiefpunkt - und wenn sie nicht ›Space Invaders‹ spielten, wenn sie ihn nicht in sich hineinließ, vielleicht würde sie dann nichts ausplaudern …
    »Langsam werde ich alt und grau, Matilda.«
    Ihr Herz begann noch heftiger zu schlagen, und sie schluckte. »Fünfzehn Minuten?«
    »Ja.«
    Selbst wenn es wieder in einer Katastrophe endete, es würde nur fünfzehn Minuten dauern. Und wenn’s gut würde, würde sie sich in Louise verwandeln. Sie holte tief Luft - jedes Mal, wenn sie über Sex mit Davy nachdachte, schien sich der Sauerstoff zu verflüchtigen. Dann nickte sie. »Okay, leg los.«

11
    Er stand auf, um die Türen zur Galerie und zum rückwärtigen Flur zu versperren.
    »Oh, das was sehr rücksichtsvoll von dir«, meinte Tilda, als er ihr das Glas aus der Hand nahm.
    »Du bist betrunken.«
    Verächtlich starrte sie ihn an. »Würde ich das hier tun, wenn ich nüchtern wäre?«
    »Ein gutes Argument.« Davy ging zur Jukebox und drückte auf ein paar Tasten.

    »Was machst du?« Während sie durch ihre Brille blinzelte, begannen die Exciters zu singen - »Yeah, Yeah, Yeah«.
    »Nur zur Tarnung. Falls du stöhnst.«
    »Irgendwie dachte ich, es wäre etwas romantischer. Da wir uns diesmal schon kennen...«
    Er kam zu ihr und nahm ihr die Brille von der Nase.
    »He!«
    »Die Realität macht dich nicht an. Versuch’s mal mit verschwommenen Konturen.«
    »Auch das ist ein gutes Argument.« Dann sagte sie nichts mehr, während er die Lampen ausknipste. Nur die Jukebox spendete schwaches Licht. Davy hob Tildas Beine hoch und drehte sie herum, sodass sie an der Armstütze der Couch lehnte. »Ein bisschen romantischer müsstest du’s wirklich hinkriegen«, seufzte sie. Davy zog sich an den Hüften hinab, und es gelang ihr, nicht vom Sofa zu rutschen. Für alle Fälle streckte er eine Hand aus, um sie festzuhalten. Ein echter Gentleman.
    »Jetzt erkläre ich dir die Spielregeln - du hältst den Mund und schaltest das Gehirn aus. Wahrscheinlich hast du dir öfter aus

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