Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
016 - Das Dämonenauge

016 - Das Dämonenauge

Titel: 016 - Das Dämonenauge Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Dämonenkiller
Vom Netzwerk:
Vali.
    Hunter sprang auf und stand mit drei gewaltigen Sprüngen hinter dem Mann. Den Judogriff, den er anwandte, hatte er Hunderte von Malen geübt. Ohne einen Laut von sich zu geben, wurde der Farbige ohnmächtig. Die Machete entfiel seiner Hand. Vorsichtig legte Dorian den Mann zu Boden. Dann packte er das riesige Messer und blickte durch das Fenster.
    Parker wurde von zwei Farbigen festgehalten. Sie drängten ihn in eine Ecke. Er wehrte sich verzweifelt. Zwei weitere Männer hatten Vali gepackt. Vor ihr stand ein kleiner Kupferkessel, in dem glühende Kohlestücke lagen. Eine Schlange glitt über den Boden. Einige Schritte vor Parker richtete sie sich auf. Der häßliche Schädel bewegte sich hin und her. Die Zauberin stand hinter der Schlange und machte beschwörende Gesten. Die Schlange richtete sich immer höher auf.
    Die Männer ließen Parker los. Er stand wie erstarrt da, nur seine Augen bewegten sich.
    Die Hexe wandte sich Vali zu. Sie schloß die Augen und wiegte sich in den Hüften. Die Arme hatte sie vor der schlaffen Brust gekreuzt. Ihre Lippen bewegten sich. Valis Gegenwehr erlosch. Die junge Frau schloß die Augen. Ihre Wimpern zitterten; sie atmete flach.
    Einer der Männer schnitt ihr eine Haarsträhne ab, die er in einen winzigen Lederbeutel steckte. Danach schnitt er Vali mit einem scharfen Rasiermesser einige Nagelstücke ab, die er zu der Haarlocke warf, ritzte dann Valis rechten Daumen mit dem Messer und hielt den Beutel unter die Wunde. Blutstropfen fielen hinein. Ein zweiter Mann hielt eine spitze Eisenstange in den Kupferkessel, in dem sich die glühende Kohle befand. Die Zauberin murmelte weiterhin geheimnisvolle Beschwörungen.
    Der Dämonenkiller schätzte seine Chancen ab. Im Augenblick befanden sich außer der Hexe nur zwei der Farbigen in der Hütte. Der eine von ihnen zog die Eisenstange aus den Kohlen. Ihre Spitze glühte. Die Zauberin öffnete die Augen und blickte Vali an.
    »Stich ihr die Augen aus!« schrie sie so laut, daß es Hunter hören konnte.
    Jetzt gab es nur noch eine Möglichkeit: Er mußte das Fenster einschlagen. Klirrend zerbarst eine Scheibe. Er öffnete die Verriegelung und stieß das Fenster auf. Mit einem Satz stand er auf dem Fensterbrett und sprang in die Hütte.
    Der Mann mit der glühenden Eisenstange ging auf ihn los. Dorian parierte den Stoß, schlug ihm die Flachseite der Waffe gegen den Kopf und packte die völlig überraschte Zauberin.
    »Hinaus mit dir!« schrie Dorian den zweiten Farbigen an. »Sonst schlage ich deiner Herrin den Schädel ab.«
    Der Mann riß die Augen entsetzt auf.
    »Geh!« sagte die Mama-loi mit zittriger Stimme.
    Hunter steckte den Lederbeutel ein, in dem sich Valis Haarsträhne befand. Vali erwachte langsam aus ihrer Erstarrung. Von den Vorgängen der letzten Minuten hatte sie nichts mitbekommen.
    Dorian hielt die Zauberin am Hals fest. Er drückte stärker zu, und ihre Augen wurden trübe. Wütend riß er sie herum und blieb vor Parker stehen. Die Schlange bewegte sich noch immer. Ihre roten Augen schienen Jeff hypnotisiert zu haben. Hunter bückte sich, und die Machete zuckte wie ein Blitz durch die Hütte. Er hatte gut getroffen. Der Schlangenschädel fiel zu Boden, und der kopflose Leib krümmte sich wie ein Wurm an einem Angelhaken. Parker strich sich verwundert über die Augen und schüttelte den Kopf.
    »Du hast alles zerstört!« fauchte die Hexe. »Ich werde euch töten lassen.«
    »Wir nehmen dich mit, Jorubina«, sagte der Dämonenkiller. »Keiner deiner Anhänger wird uns angreifen, denn das wäre dein Tod.«
    Die Alte kicherte, und Hunters Hand drückte fester zu.
    »Du wirst mich nicht töten. Dazu bist du zu feige.«
    »Wir verlassen jetzt die Hütte. Du wirst deinen Leuten sagen, daß sie uns in Ruhe lassen sollen. Hast du mich verstanden?«
    »Ich denke nicht daran«, sagte die Alte stur. »Ich werde ihnen sagen, daß sie euch töten sollen.«
    »Das werde ich zu verhindern wissen«, sagte Hunter kalt. »Jeff, nimm die Machete!«
    Parker packte die Waffe, und Hunter drückte seine linke Hand auf Jorubinas Mund. Die Alte wehrte sich heftig und schlug verzweifelt mit den Armen um sich.
    »Öffne die Tür, Vali!«
    Jorubinas Anhänger standen in einem Halbkreis um die Hütte. Sie heulten wütend auf, als sie sahen, wie sich die Hexe vergeblich bemühte, Dorian Hunters Umklammerung zu entkommen.
    »Eure Herrin ist in meiner Gewalt! Wenn ihr uns angreifen solltet, breche ich ihr das Genick.«
    Die Gesichter der

Weitere Kostenlose Bücher