09 - Befehl von oben
Herbstbestellungen vorbereiten. Ging zwei Tage zur Messe für Haushaltswaren im McCormick-Center.«
Es gab noch weitere Fragen, die auch keine unmittelbar nützliche Information aufdeckten. Die Frau in der Agentin wollte hinüberreichen, die Hand berühren, ihr ein bißchen Trost und Sympathie spenden - aber nein. Die Agentin hatte vorige Woche erfahren, daß sie ihr erstes Kind erwartete. Sie hatte jetzt zwei Leben in ihrer Obhut, nicht nur ihr eigenes, und sie hatte große Mühe, ein Zittern ihrer Hand zu unterdrücken.
»Ich danke Ihnen«, sagte die Agentin, stand vom Stuhl auf und ging zur Tür. Beim Öffnen zog sie die Schultern ein, um den Rahmen nicht zu berühren, und ging den Gang herab zum nächsten Zimmer für das folgende Interview. Klein stand im Korridor, besprach sich mit jemandem vom Stab - Doc oder Schwester, das konnte die Agentin nicht erkennen.
»Wie ist es gelaufen?« fragte der Professor.
»Wie stehen ihre Chancen?« fragte die Agentin.
»Im wesentlichen null«, antwortete Klein. Für Krankheiten dieser Art
traf der Ausdruck >Patient null< genau zu.
*
»Wiedergutmachung? Die wollen von uns Wiedergutmachung!« wütete der Verteidigungsminister, noch bevor der Außenminister sprechen konnte.
»Minister, ich übermittle lediglich die Worte anderer«, betonte Adler.
»Wir haben zwei Offiziere Ihrer Air Force die Raketenfragmente untersuchen lassen. Die stimmen unserer Beurteilung zu. Es ist ein PenLung-13, der neue Hitzesucher großer Reichweite, den die PRC aus einer russischen Waffe weiterentwickelt hat. Das ist jetzt definitiv, ganz abgesehen von Radarbeweisen Ihrer Marine«, fügte Verteidigung hinzu. »Der Abschuß der Linienmaschine war eine vorsätzliche Handlung.
Sie wissen es. Wir auch. Also sagen Sie mir, Mr. Adler, wo steht Amerika bei diesem Disput?«
»Wir wünschen nichts mehr als die Wiederherstellung von Frieden«, sagte SecState in Erfüllung seiner Vorhersagen. »Ich darf auch darauf hinweisen, daß die PRC, mit der Erlaubnis direkter Flüge zwischen deren Hauptstadt und Ihrer, einiges an Entgegenkommen aufzeigt.«
»Genau«, erwiderte der Außenminister, »beziehungsweise, so scheint es für einen unbedarften Beobachter zu sein. Aber sagen Sie mir, Mr. Adler, was wollen die wirklich?«
Soviel zur Beruhigung der Lage, sagte sich Scott Adler. Die beiden waren so schlau wie er und erheblich zorniger. Das änderte sich abrupt.
Ein Sekretär klopfte und kam rein, sehr zum Mißmut seines Chefs, bis sie einige Worte auf Mandarin wechselten. Ein Telex wurde überreicht und gelesen. Ein anderes wurde dem Amerikaner direkt übergeben.
»Es scheint, es gibt in Ihrem Land ein schwerwiegendes Problem, Mr. Secretary.«
Die Pressekonferenz wurde kurzerhand beendet. Ryan verließ den Raum, kehrte ins Oval Office zurück und setzte sich auf die Couch zu seiner Frau.
»Wie ist es gelaufen?«
»Hast du nicht zugeschaut?« fragte Jack.
»Wir haben gerade einiges besprochen«, erklärte Cathy. Dann kam Arnie.
»Nicht schlecht, Boß«, meinte der Stabschef. »Sie müssen sich heut abend mit den Leuten vom Senat treffen. Das habe ich gerade mit den Fraktionsführern beider Parteien ausgeknobelt. Es macht die heutigen Wahlen einigermaßen interessant, und ...«
»Arnie, bis auf weiteres wird in diesem Gebäude nichts Politisches besprochen. Politik handelt von Ideologie und Theorie. Jetzt geht es um eiskalte Tatsachen«, sagte SWORDSMAN.
»Sie können dem nicht entfliehen, Jack. Politik ist real, und wenn dies der vom General geschilderte vorsätzliche Angriff ist, dann ist Krieg, und Krieg ist ein politischer Akt. Sie führen die Regierung an. Sie haben den Kongreß politisch anzuführen. Sie sind kein Philosophenkönig. Sie sind Präsident eines demokratischen Landes«, erinnerte ihn van Damm.
»Ist gut«, seufzte Ryan ergeben. »Was sonst?«
»Bretano rief an. Der Plan wird gegenwärtig implementiert. Gleich befehlen die Luftverkehrs-Controller allen Maschinen, zu landen. An den Flughäfen gibt wohl es gerade das reinste Chaos.«
»Möcht' ich wetten.« Jack rieb sich seine Augen.
»Sir, Sie haben kaum eine Wahl«, sagte General Pickett dem Präsidenten.
»Wie komme ich nach Hopkins zurück?« fragte Alexandre. »Ich habe eine Abteilung zu führen und Patienten zu behandeln.«
»Ich habe Bretano gesagt, daß die Bürger Washington verlassen dürfen«, führte van Damm für die anderen im Raum aus. »Das trifft für alle grenznahen Großstädte zu. New York, Philadelphia usw. Wir müssen die
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