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Ausgerechnet den?

Ausgerechnet den?

Titel: Ausgerechnet den? Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Susan Elizabeth Phillips
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schlüpfte er in seinen Parka. Alles, was er sich wünschte, war, bei Phoebe zu sein, aber da gab es noch etwas, das er zuerst erledigen musste.
    Er schritt in den stillen Korridor hinaus und blieb dann überrascht stehen. Darnell, Webster und Bobby Tom lehnten an der gegenüberliegenden Wand. Alle in normaler Straßenkleidung.
    Er betrachtete sie unbehaglich. »Ich dachte, ihr wärt schon längst auf der Party.«
    »Wir wollten noch auf Sie warten«, erklärte Jim.
    »Aber ich muss vorher noch wo hin. Ich sehe euch dann später.«
    Bobby Tom stieß seinen langen, schlaksigen Körper von der Wand ab. »Uns liegt auch an Phoebe.«
    »Was meint ihr damit?«
    Darnell trat einen Schritt vor. »Ich und meine Verlobte waren auch in der Abstellkammer und haben gehört, was Phoebe Ihnen über Reed Chandler erzählt hat. Ich hab dann meine Kumpels hier ins Vertrauen gezogen.«
    Die Sekunden verstrichen, während Dan sie streng musterte. »Ich kümmere mich schon um Reed.«
    »Das wissen wir. Wir wollen bloß als kleine moralische Stütze mitkommen.«
    Dan wollte schon widersprechen, verstummte jedoch, als ihm klar wurde, dass sie Phoebe seit heute als ein Mitglied der Mannschaft betrachteten.
    Zwanzig Minuten später fuhren sie vor Reeds zweistöckigem rotem Backsteinhaus vor. Zu Dans großer Erleichterung brannten drinnen die Lichter. Reed war also zu Hause, und die Angelegenheit musste nicht verschoben werden.
    Dan zog seine Lederhandschuhe aus und steckte sie in die Taschen, während sie auf das Haus zugingen. Er betrachtete seine Begleiter warnend. »Reed gehört mir. Ich will nicht, dass ihn ein anderer anfasst.«
    Reed selbst öffnete die Tür. Als er Dan sah, blickte er zunächst überrascht drein, riss jedoch erschrocken die Augen auf, als er die Phalanx dahinter entdeckte. Blitzschnell versuchte er die Tür zuzuschlagen, aber Dan war noch schneller. Mit der Schulter warf er sich dagegen, dass Reed nur so in den Hausgang flog.
    Die Männer stürzten hinein. Reed stolperte und prallte gegen den Türbogen, der ins Wohnzimmer führte.
    Dan konnte seine Angst förmlich riechen. Diese Ratte.
    »Was wollen Sie hier? Los, verschwinden Sie!«
    Dan trat vor. »Ich glaube, Sie wissen sehr genau, was ich will. Wenn Sie ein gläubiger Mensch sind, dann fangen Sie jetzt besser zu beten an.«
    »Ich weiß nicht, was Sie meinen! Sie hat Sie angelogen, stimmt’s? Sie hat irgendwelche Lügen über mich verbreitet.«
    Dan holte zu seinem ersten Schlag aus, ein harter Kinnhaken, der Reed gegen die Couch schleuderte. Er heulte auf und kämpfte sich kreidebleich vor Angst auf die Beine.
    »Raus hier, Calebow. Oder ich ruf die Polizei. Ich werde –«
    Webster riss seelenruhig das Telefonkabel aus der Wand. »Pech, Chandler. Die Leitung ist tot.«
    »Wenn Sie mich anfassen, lasse ich Sie verhaften!«
    »Und wie wollen Sie das anstellen?« Bobby Tom steckte sich einen Zahnstocher in den Mundwinkel. »Der Coach hebt doch gerade ein Gläschen mit uns vieren in meiner Wohnung. Und jeder, der was anderes behauptet, ist ein Lügner, kapische?«
    »Das is’ wahr, Bobby Tom.« Darnell wischte sich den Schuh am weißen Damastpolster eines Stuhls ab.
    »Ihr Typen seid irre! Ihr seid ja vollkommen verrückt!«
    »Wir sind nicht verrückt«, entgegnete Dan gefährlich ruhig. »Wir finden bloß, dass ein Schleimbeutel wie Sie nicht mit Vergewaltigung durchkommen sollte.«
    »Das hat sie Ihnen also erzählt? Ich hab sie nicht vergewaltigt! Sie lügt. Sie wollte es. Sie –«
    Dans nächster Schlag brach Reed die Nase. Er fing an zu jaulen und versuchte sie wieder einzurenken, während ihm das Blut nur so übers Gesicht strömte. »Ich konnte nichts dafür«, schluchzte er. »Ich war betrunken. Ich hab mir nichts dabei gedacht.«
    Dan legte seinen Parka über die Rücklehne des Sofas.
    »Wenn ich mit Ihnen fertig bin, wird’s Ihnen gar nicht gut gehen, fürchte ich.«
    Reed versuchte, sich wieder hoch zukämpfen. »Nein!
    Bleiben Sie mir vom Leib! Tun Sie mir nichts!«
    Dan ging bedrohlich auf ihn zu. »Sie werden ganz schön was abkriegen, aber falls ich nicht falsch kalkuliere, werden Sie noch am Leben sein. Wenn Sie wollen, dass das so bleibt, dann kommen Sie Phoebe nie wieder unter die Augen. Falls Sie sie in irgendeiner Weise bedrohen sollten, dann machen Sie sich besser darauf gefasst, den Rest Ihres Lebens im Rollstuhl zu verbringen.«
    »Nein!«
    Das war Reeds letztes Wort, bevor Dan ihn auseinander nahm.
    Phoebe tauchte erst gegen

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