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Black Dagger 20 - Schattentraum

Black Dagger 20 - Schattentraum

Titel: Black Dagger 20 - Schattentraum Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: J.R. Ward
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Xcor hatte ihn dem Tod überlassen – und wir wären verdammt gewesen, wäre er bei uns gestorben.«
    John holte mit der freien Hand sein Handy hervor und schrieb eine kurze SMS , aber Layla bekam das alles nicht mit. Ihre Lunge brannte, ihr Kopf geriet ins Schwimmen, ihr Magen zog sich zusammen.
    »L ayla?«
    Jemand rief ihren Namen, aber die Panik machte sie handlungsunfähig. Und während ihr Herz hämmerte und sie um Atem rang, senkte sich Dunkelheit auf sie herab …
    »A ch du Scheiße, Layla!«
    Von den Dächern von Caldwell aus beobachtete Xhex, wie Xcor gegen die Lesser kämpfte. Sie folgte ihm von Gasse zu Gasse und von Viertel zu Viertel. Sie sah nicht sonderlich viel, aber dieses bisschen zeigte einen unglaublich effizienten Kämpfer, dessen Sense kaum zur Ruhe kam.
    Was für ein Jammer, dass er dem Größenwahn verfallen war und es auf den Thron abgesehen hatte.
    Die ganze Zeit über hielt Xhex mindestens einen Block Abstand. Es gab keinen Anlass, ihr Glück aufs Spiel zu setzen und zu riskieren, dass er sie bemerkte. Aber Xhex wurde den Verdacht nicht los, dass er es trotzdem tat. Gemessen daran, wie er mit seinem Feind umsprang, war er nicht dumm. Ihm musste klar sein, dass Wrath und die Bruderschaft nach ihm suchten, und er schien sich auch nicht gerade zu verstecken. Er bewegte sich auf begrenztem Gebiet und handelte nach einem klaren Schema: Er kämpfte in Caldwell. Jede verdammte Nacht.
    Hallo?
    Als die ersten Schneeflocken durch die Luft wirbelten, bewegte sich Xcor weiter und fiel mit seinem Stellvertreter Throe in Dauerlauf. Xhex folgte ihnen und dematerialisierte sich zum nächsten Gebäude. Und wieder eines weiter. Und ein drittes. Wo wollten sie hin?, fragte sie sich, als sie das Kampfgebiet verließen …
    Ungefähr eine halbe Meile weiter pausierte Xcor auf der Straße und versuchte sich offensichtlich zwischen links und rechts zu entscheiden. Als Throe aufholte, wurden wütende Worte gewechselt. Vielleicht weil Throe erkannt hatte, dass sie sich in die falsche Richtung bewegten?
    Während die beiden stritten, blickte Xhex in den Himmel. Sah auf die Uhr. Scheiße. Xcor würde sich am Ende der Nacht dematerialisieren, und sie würde ihn verlieren. Nachdem ihre Sinne nur eine begrenzte Reichweite hatten, würde er sie schnell abhängen, sobald er sich auflöste.
    Aber zumindest kannte sie jetzt sein Raster. Früher oder später würden er oder einer seiner Soldaten verletzt und mit dem Auto aus der Stadt gefahren werden müssen. Es war nur eine Frage der Zeit – und dann konnte sie zuschlagen. Verstreuten Molekülen konnte sie nicht folgen. Aber einem PKW , einem Van, einem Truck, einem SUV – das war möglich. Und so, wie diese Kerle kämpften, war eine verdammte Verwundung schon seit Monaten überfällig.
    Unvermittelt setzte sich Xcor erneut in Bewegung und lief um das Gebäude herum, auf dem Xhex stand. Sofort war auch sie wieder in Aktion. Mit grimmiger Entschlossenheit pflügte sie durch den verkrusteten Schnee auf dem Dach, folgte seiner Richtung, joggte an Lüftungsschächten und anderen Aufbauten vorbei. Als sie zur anderen Seite kam …
    John Matthew.
    Scheiße, John war hier irgendwo in der Nähe. Was zum Teufel …
    Er hatte gemeint, dass er zu Hause bleiben würde, weil er heute keinen Dienst hatte.
    Mit wem war er unterwegs? Qhuinn hatte seine Aufrisstouren aufgegeben … außerdem war das hier ohnehin der falsche Bezirk. Sie befanden sich hier im Theaterviertel.
    Xhex dematerialisierte sich an den Rand des Gebäudes und blickte hinab. Auf der anderen Straßenseite stand John im Schatten, zusammen mit Qhuinn und … Layla. Qhuinn trug sie in seinen Armen, und es sah aus, als wäre sie in Ohnmacht gefallen.
    Ach du Scheiße. Das da unten roch nach Tragödie – und zwar nach einer, die das emotionale Raster der Auserwählten restlos zu zerstören drohte.
    Xhex dematerialisierte sich und nahm vor John wieder Gestalt an, sodass alle zusammenzuckten. »I st sie in Ordnung?«
    Wir warten auf Butch, gebärdete John.
    »I st er schon unterwegs?«
    Er muss auf der anderen Seite der Stadt noch aufräumen. Aber wir brauchen ihn jetzt.
    Das war nicht zu übersehen. Was auch geschehen war, die Lage war ernst.
    »D u kannst mich jetzt wieder runterlassen«, meldete Layla mürrisch.
    Qhuinn schüttelte nur den Kopf und ließ sie nicht los.
    »H ört zu, iAm ist nicht weit.« Xhex holte ihr Handy hervor und klappte es auf. »W as dagegen, wenn ich ihn anrufe?«
    »N ein, das wäre gut«,

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