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Bride Trilogie 01 - Bluete der Zaertlichkeit

Bride Trilogie 01 - Bluete der Zaertlichkeit

Titel: Bride Trilogie 01 - Bluete der Zaertlichkeit Kostenlos Bücher Online Lesen
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Freien, mit anschließendem Freudenfeuer. Wenn wir Glück haben, geht es Amworth bis dahin gut genug und er kommt mit seiner Frau. Und Ihre Familie kann es ja vielleicht auch einrichten, Renbourne.« Grahames Tonfall wurde zynisch. »Schließlich hatte keiner von uns das Glück, bei der Hochzeit dabei zu sein.«
    Dominic warf Meriel einen Blick zu. Vielleicht fiel es ihnen deshalb so leicht, sich ohne Worte zu verständigen, weil sie so lange geschwiegen hatte. Er runzelte fragend die Augenbrauen. Da sie bei einer solchen Veranstaltung unauffällig verschwinden konnte, wenn ihr alles zu viel wurde, nickte sie zustimmend. »Das wäre doch ganz wunderbar. Aber nur, wenn auch meine Cousinen damit einverstanden sind.«
    »Die Entscheidung liegt ganz bei dir, liebe Meriel. Du brauchst ja jetzt keine Anstandsdamen und auch keine Begleiterinnen mehr. Unsere Aufgabe ist beendet.« Nun, da sich Mrs. Marks' anfängliche Begeisterung über Meriels Rückkehr etwas gelegt hatte, konnte man einen Anflug von Sorge in ihren Augen sehen. Die Lage in Warfield war für ein Paar arme Witwen ein Geschenk Gottes gewesen.
    Sofort sagte Meriel: »Ihr gehört zur Familie und Warfield ist euer Zuhause.« Ihr Blick wanderte von Mrs. Marks zu Mrs. Rector. »Ich hoffe, ihr werdet immer hier bleiben.«
    Während Mrs. Marks sich entspannte, stand Mrs. Rector auf und umarmte Meriel. »Gott segne dich, liebes Kind.« Sie nahm wieder Platz und fuhr fort: »Edith, vielleicht sollten wir ins Dower House ziehen. Die jungen Leute brauchen ihre Ruhe.«
    »Darüber können wir uns später immer noch Gedanken machen«, erwiderte Dominic. »Jetzt müssen wir das Fest planen. Bis dahin ist nicht einmal mehr eine Woche Zeit.«
    Zwei Kannen Kaffee später waren alle Einzelheiten geklärt. Die Ladys und Jena hatten dabei die Hauptarbeit geleistet. In Indien hatte Jena alle Empfänge für ihren Vater organisiert und daher machte sie eine Menge guter Vorschläge für die kurzfristige Planung eines so großen Festes. Man würde Einladungen nach Dornleigh und Bridgton Abbey schicken. Dominic bezweifelte, dass sein Vater an dem Fest teilnehmen würde - Wrexham war über den Tausch der Brüder bestimmt ebenso wütend wie Grahame. Trotzdem wurden die Renbournes natürlich ebenfalls eingeladen.
    Als der Kaffee ausgetrunken und alle Pläne besprochen waren, machten sich die Arnes' auf den Heimweg. Grahame entschuldigte sich, weil er angeblich einen Brief zu schreiben hatte. Dominic nahm an, dass er sich in Wahrheit zurückziehen wollte, um über die Ereignisse des Nachmittags nachzudenken. Sich eine neue Meinung über seine >verrückte< Nichte zu bilden war anscheinend eine recht schmerzliche Angelegenheit für ihn.
    Die Damen zogen sich in das Morgenzimmer zurück, um dort zu sticken und endlich alles ausführlich zu bereden. Dominic, Meriel und die überglückliche Roxana blieben im Salon zurück. Schnell nahm Dominic seine Frau in die Arme. »Du hast es geschafft, mein Engel! Die Schlacht ist ohne Blutvergießen gewonnen und alle haben dich als Herrin von Warfield angenommen.«
    »Wenn man so gute Freunde hat, die einem helfen, ist das nicht schwer.« Mit leuchtenden Augen entledigte sich Meriel ihrer Reitstiefel und Strümpfe. »Endlich!«
    Sie riss die Haarnadeln aus dem Knoten und schüttelte sich, bis ihr Haar wieder locker über den Schultern hing. Dann zog sie die Reitjacke aus und spurtete den Gang hinunter, der zum hinteren Teil des Hauses führte. Dominic schaute ihr etwas verwirrt hinterher und rannte ihr dann nach.
    Meriel stürzte ins Freie und sang dem Himmel von Shropshire vor Freude ein Lied. Ausgelassen hüpfte sie die Stufen hinunter, während ihr hellblondes Haar hinter ihr herflog. Roxana folgte ihr bellend auf dem Fuße. Die Londoner Lady hatte sich wieder in dieses wilde, bezaubernde Geschöpf verwandelt, in das Dominic sich ursprünglich verliebt hatte.
    Ebenso heiter und ausgelassen folgte Dominic seiner Frau entlang der Gartenpfade, die ihm so vertraut geworden waren wie die Linien der eigenen Hand. Er blieb etwa ein halbes Dutzend Schritte hinter Meriel und versuchte nicht, sie einzuholen. Er genoss einfach den Anblick ihrer flinken, wohlgeformten Gestalt.
    Auf einer kleinen Lichtung im verwilderten Teil des Gartens hielt sie schließlich erschöpft an. Lachend ließ sie sich in das weiche Gras fallen, in dem viele Wiesenblumen wuchsen. Dass sie das schicke Reiterkostüm anhatte, kümmerte sie nicht weiter. »Es ist so wunderbar, endlich

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