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Der Herr der Puppen: Das Geheimnis von Askir 4 (German Edition)

Der Herr der Puppen: Das Geheimnis von Askir 4 (German Edition)

Titel: Der Herr der Puppen: Das Geheimnis von Askir 4 (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Richard Schwartz
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»Dies ist Afala, die Tochter eines guten Freundes. Er ist ein angesehener Tuchhändler, und seine Tochter ist es gewohnt, ein gutes Haus zu führen. Sie lernte es von ihrer Mutter und wird Euch die Last abnehmen, Euch selbst um Euer Wohl zu sorgen. Sie ist eine gute Haushälterin, fleißig und gewissenhaft. Sie ist zudem die Schwester der Frau meines Bruders Golmuth, verschwiegen und ehrlich.« Er lächelte. »Zudem ist sie auf jedem Markt gefürchtet. Es heißt, sie feilscht so gut, dass sie die Ware fast umsonst erhält.«
    Die junge Frau wurde rot, als sie scheu aufsah.
    »Dieser junge Mann hier ist Darsan. Er ist ein Geschenk der Götter und von Essera Falah, sein Onkel ist Hahmed, der Hüter des Protokolls. Er ist derjenige, den Ihr wirklich am nötigsten braucht. Er wird Euch behilflich sein, die Audienzen zu regeln, und Euch die Wege ebnen, deren Verlauf Ihr nicht kennen könnt. Er hörte durch seinen Onkel von Eurer Not und fragte mich, ob Ihr eine Stelle für ihn hättet. Er ist klug, fleißig, spricht mehrere Sprachen und schreibt fehlerfrei, schnell und flüssig. Wenn er einen Vertrag aufsetzt, könnt Ihr sicher sein, dass kein Schlupfloch verbleibt. Zudem ist er ein Meister der Kalligraphie, und solltet Ihr jemals in die Verlegenheit kommen, Einladungen zu versenden, werden sie aussehen, als ob der Kalif selbst sie hätte schreiben lassen.«
    Der junge Mann verbeugte sich tief, und als er sich wieder aufrichtete, sah ich die Familienähnlichkeit zu Hahmed, hauptsächlich in den Augen.
    »Dies hier ist Taruk, und er wird Euch unentbehrlich sein. Er wird Eurem Haus vorstehen und sich um alles kümmern, was Ihr begehrt. Er ist kein einfacher Diener, o nein, er wird der oberste Eurer Dienerschaft sein, ein unauffälliger Geist, der dafür sorgen wird, dass nichts, was nicht wichtig ist, Euch Eure Zeit stiehlt.«
    Der ältere Mann verbeugte sich tief. Als er wieder hochkam, sah ich in wache, aufmerksame Augen. Er schien von der Vorstellung fast ein wenig amüsiert.
    »Er ist zudem ein Veteran der Palastwache und vermag sich auch bei Widrigkeiten durchzusetzen.« Das wiederum glaubte ich gern.
    Armin sah mich nun ernst an. »Das Wichtigste jedoch ist, dass jeder von ihnen eher sterben würde, als Euch zu verraten. Ihre Loyalität gilt in erster Linie Euch, erst danach Faihlyd oder mir. Eure Geheimnisse werden sicher sein … auch vor meinen allzu neugierigen Ohren.«
    Ich sah zu den dreien hoch. »Dann habe ich nur eine einzige Frage«, sagte ich. Denn Armin hatte recht, wir brauchten Dienerschaft. Wenn man bei diesen dreien überhaupt von Dienerschaft sprechen konnte. »Warum?«
    »Weil es die einzige Art ist, Euch zu dienen«, sagte Afala leise. »Wir wissen alle, wer Ihr seid und dass die Götter Eure Wege lenken.«
    Darsan nickte zustimmend.
    »So ist es«, sagte Taruk.
    »Und wer bin ich?«, fragte ich und fürchtete schon die Antwort.
    »Havald Bey. Ein Fürst und Krieger aus einem fernen Land«, sagte Taruk und sah mit einem leichten Lächeln zu Armin hinüber. »Wir sind nicht alle abergläubisch.«
    »Es ist kein Aberglaube«, protestierte Armin. »Aber Ihr werdet es selbst erleben.« Er verbeugte sich tief. »Wenn Ihr erlaubt, Esseri, werde ich Eure neue Dienerschaft einweisen und mich dann entfernen. Ich muss mich noch um einige andere Dinge kümmern.« Er zögerte kurz. »Wäre es Euch möglich, mich noch eine Weile als Euren Diener zu behalten?«, fügte er fast schon zögerlich hinzu. »Im Moment … Bis verschiedene Dinge eine Klärung gefunden haben, wäre es nicht opportun, wenn ich in gewisser Gesellschaft zu oft gesehen werde. Es gibt übellaunige Zungen, denen wir nicht zu viel zum Tratschen geben wollen.«
    »Willst du das wirklich, Armin?«, fragte ich überrascht.
    Er nickte. »Es ist wirklich besser so, Esseri. Ich kann mich an Eurer Seite freier bewegen als im Palast.«
    »Dann soll es so sein«, sagte ich und sah die anderen drei an, die der Unterhaltung aufmerksam gefolgt waren.
    »Was wissen sie?«, fragte ich Armin.
    Er zögerte erneut einen kleinen Moment, dann seufzte er. »Ich fürchte, ich war indiskret. Ich verbürge mich für jeden von ihnen, und sie genießen mein vollstes Vertrauen. Außerdem … hat die Emira sie geprüft. Sie wissen von der Liebe zwischen der Emira und mir, von Eurem Auftrag und von manchen Dingen, die ich weiß, aber nicht von allen, und nichts von den Dingen, die ich nicht wissen sollte.«
    Ich sah ihn scharf an.
    Er verbeugte sich. »Ich bin ein

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