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Der Weg der Könige - Sanderson, B: Weg der Könige - The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1

Der Weg der Könige - Sanderson, B: Weg der Könige - The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1

Titel: Der Weg der Könige - Sanderson, B: Weg der Könige - The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Brandon Sanderson
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Brillant.
    Der Großprinz für Nachrichtenwesen hatte die Oberherrschaft über die Untersuchung von Verbrechen, insbesondere von jenen Verbrechen, die mit der Krone in Zusammenhang standen. In gewisser Weise war das genauso bedrohlich wie die Einsetzung eines Großprinzen des Krieges, aber Elhokar schien das nicht so zu sehen. Für ihn war es bloß wichtig, dass er jemanden hatte, der bereit war, seinen panischen Ängsten, verfolgt zu werden, zu lauschen.
    Sadeas war ein sehr, sehr gerissener Mann.
    »Sieh doch nicht so mürrisch drein, Onkel«, sagte Elhokar. »Ich hatte ja keine Ahnung, dass du an dem Amt interessiert
bist, und Sadeas war so begeistert von dieser Idee. Vielleicht findet er gar nichts heraus, und das Leder ist einfach nur brüchig gewesen. Es ist dein gutes Recht, mir immer wieder zu sagen, dass ich in keiner so großen Gefahr schwebe, wie ich glaube.«
    »Mein gutes Recht?«, fragte Dalinar leise und beobachtete weiterhin Sadeas. Irgendwie glaube ich das nicht.

23
VIELSEITIG
    Du hast mich der Überheblichkeit bei meiner Suche angeklagt. Du hast mir vorgeworfen, meinen Groll gegen Rayse und Bavadin lebendig zu halten. Beides ist wahr.
    K aladin stand auf der Ladefläche des Wagens und betrachtete die Landschaft außerhalb des Lagers, während Fels und Teft seinen Plan – wenn man ihn denn so nennen konnte – in die Tat umsetzten.
    Zu Hause war die Luft trockener gewesen. Wenn er am Tag vor einem Großsturm herumspaziert war, hatte alles wüst und leer gewirkt. Und nach den Stürmen hatten sich die Pflanzen rasch wieder in ihre Muscheln, Stämme und Verstecke zurückgezogen, um Wasser zu sparen. Doch hier in dem feuchteren Klima blieben sie an der Oberfläche. Viele Steinknospen zogen sich nie ganz in ihre Panzer zurück. Überall gab es Grasbüschel. Die Bäume, die Sadeas fällen ließ, kamen aus einem Wald im Norden des Kriegslagers, doch einige vereinzelte wuchsen auch auf dieser Ebene. Es waren gewaltige Gewächse mit breiten, westwärts geneigten Stämmen. Ihre dicken, fingerartigen Wurzeln hatten sich in den Stein verkrallt und mit den Jahren den Boden um sie herum aufgesprengt.

    Kaladin sprang von dem Wagen herab. Es war seine Aufgabe, die Steine aufzuladen und auf der Ladefläche zu verteilen. Die anderen Brückenmänner brachten sie zu ihm und legten sie in Haufen übereinander.
    Die Brückenmänner arbeiteten auf der breiten Ebene und bewegten sich inmitten von Felsknospen, Gras und Unkrautbüscheln, die zwischen Felsbrocken hervorlugten. Am dichtesten wuchsen sie auf der Westseite, wo sie sich sofort in den Schlagschatten der Felsen zurückziehen konnten, wenn ein Großsturm nahte. Jeder dieser seltsamen Felsbrocken wirkte so ähnlich wie der Kopf eines alten Mannes, dem hinter den Ohren Büschel aus grünen und braunen Haaren hervorwuchsen.
    Diese Büschel waren äußerst wichtig, denn unter ihnen versteckten sich die dünnen Gräser, die als Knopfkraut bekannt waren. Ihre festen Stängel wurden von zarten Wedeln bekrönt, die sich in den Stamm zurückziehen konnten. Die kleinen Stämme selbst waren unbeweglich, wuchsen aber nur an geschützten Orten hinter den Felsen. Einige wurden in jedem Sturm entwurzelt – vielleicht damit sie sich an anderen Stellen neu eingruben, sobald der Wind nachgelassen hatte.
    Kaladin hob einen Stein auf, legte ihn auf die Ladefläche des Wagens und rollte ihn neben einige andere. Der Untergrund des Steins war von Flechtwerk und Krem ganz feucht geworden.
    Knopfkraut war nicht besonders selten anzutreffen, aber auch nicht so häufig wie andere Gewächse. Eine knappe Beschreibung hatte für Fels und Teft ausgereicht, so hatten sie einigen Erfolg bei ihrer Suche. Der Durchbruch ereignete sich jedoch erst, als sich auch Syl zu ihnen gesellte. Kaladin warf einen Blick zur Seite, während er sich nach einem weiteren Stein bückte. Teft begriff nicht, wie der große Hornesser so viel mehr Knopfkraut fand als er selbst, und Kaladin hatte keine Lust, es ihm zu erklären, denn schließlich verstand Teft
auch nicht, warum Fels Syl überhaupt sehen konnte. Der Hornesser hatte erklärt, er sei mit dieser Gabe geboren worden.
    Einige Brückenmänner näherten sich: Dies waren der jugendliche Dunni und der ohrlose Jaks, die einen hölzernen Schlitten hinter sich herzogen, auf dem ein großer Stein lag. Schweiß tropfte an ihren Gesichtern herab. Als sie den Wagen erreicht hatten, rieb sich Kaladin den Staub von den Händen und half ihnen, den Brocken auf die

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