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Der Weg der Könige - Sanderson, B: Weg der Könige - The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1

Der Weg der Könige - Sanderson, B: Weg der Könige - The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1

Titel: Der Weg der Könige - Sanderson, B: Weg der Könige - The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Brandon Sanderson
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bist ein Hellauge!«
    Fels lachte wieder, laut und aus vollem Hals. Kaladin musste unwillkürlich lächeln: Es war so lange her, seit er zum letzten Mal jemanden so lachen gehört hatte. »Nein, nein. Ich war nur Umarti’a – sein Vetter, würdest du sagen.«
    »Aber du warst mit ihm verwandt.«
    »Auf den Gipfeln sind die Verwandten eines Hellherrn seine Diener«, sagte Fels.
    »Was ist das denn für ein System?«, beklagte sich Teft. »Du musst der Diener deines eigenen Verwandten sein? Sturmverdammt! Ich glaube, da würde ich lieber sterben.«
    »Das ist gar nicht so schlecht«, sagte Fels.
    »Du kennst meine Verwandten nicht«, warf Teft ein und schüttelte sich.
    Fels lachte wieder. »Dienst du lieber jemandem, den du nicht kennst? Diesem Sadeas zum Beispiel? Einem Mann, der nicht mit dir verwandt ist?« Er schüttelte den Kopf. »Flachländer. Ihr habt zu viel Luft hier. Macht euch krank im Kopf.«
    »Zu viel Luft?«, fragte Kaladin.
    »Ja«, meinte Fels.
    »Wie kann man zu viel Luft haben? Sie ist doch überall.«
    »Das ist schwer zu erklären.« Fels konnte zwar recht gut Alethisch sprechen, aber manchmal fiel ihm das eine oder andere
Wort doch nicht ein. Meist erinnerte er sich aber später daran und wiederholte dann die Sätze. Je schneller er sprach, desto mehr Wörter vergaß er dabei.
    »Ihr habt zu viel Luft«, wiederholte Fels. »Komm zu den Gipfeln. Wirst sehen.«
    »Vermutlich«, meinte Kaladin und warf Teft, der nur die Achseln zuckte, einen raschen Blick zu. »Aber in einer Hinsicht irrst du dich. Du sagst, dass wir jemandem dienen, den wir nicht kennen. Ich kenne aber Hellherr Sadeas. Ich kenne ihn sogar sehr gut.«
    Fels hob eine Braue.
    »Er ist anmaßend, rachsüchtig, habgierig und korrupt bis ins Innerste«, sagte Kaladin.
    Fels lächelte. »Ja, ich glaube, du hast Recht. Dieser Mann gehört nicht gerade zu den feinsten Hellaugen.«
    »Es gibt aber keine feinsten, Fels. Sie sind alle gleich.«
    »Haben sie dir viel angetan?«
    Kaladin zuckte die Achseln. Diese Frage riss Wunden auf, die noch nicht einmal ganz verheilt waren. »Wie dem auch sei, dein Meister hatte jedenfalls Glück.«
    »Glück, von einem Splitterträger getötet zu werden?«
    »Glück, weil er nicht gewonnen hat«, sagte Kaladin, »denn dann hätte er herausgefunden, dass er an der Nase herumgeführt worden ist. Sie hätten ihn nicht einfach mit Sadeas’ Panzer davonziehen lassen.«
    »Unsinn«, unterbrach ihn Teft. »Die Tradition …«
    »Die Tradition ist die blinde Zeugin, die sie zu unserer Verdammung benutzen, Teft«, sagte Kaladin. »Sie ist die hübsch eingewickelte Schachtel, in der sie ihre Lügen verpacken. Sie hilft, dass wir ihnen dienen.«
    Teft reckte das Kinn vor. »Ich lebe schon viel länger als du, Söhnchen. Ich weiß vieles. Wenn ein einfacher Mann einen Splitterträger tötet, dann wird er zum Hellauge. So ist das nun einmal.«

    Kaladin wandte nichts dagegen ein. Wenn Tefts Illusionen ihm dabei halfen, sich an seinem Platz in diesem Kriegsschlamassel wohler zu fühlen, dann sollte Kaladin sie ihm nicht nehmen. »Du warst also ein Diener«, sagte er zu Fels. »Im Gefolge eines Hellherrn? Was für eine Art von Diener?« Er suchte nach der richtigen Bezeichnung und erinnerte sich an die Zeit, in der er Kontakt mit Wistiow und Roschone gehabt hatte. »Ein Lakai? Ein Kammerdiener?«
    Fels lachte wieder. »Ich war Koch. Mein Nuatoma wollte nicht ohne seinen eigenen Koch ins Flachland ziehen. Euer Essen hier hat so viele Gewürze, dass man gar nichts anderes mehr schmeckt! Da könnte man genauso gut Steine mit Pfeffer essen!«
    »Gerade du musst über unser Essen herziehen«, beschwerte sich Teft mit finsterem Blick. »Ein Hornesser!«
    Kaladin runzelte die Stirn. »Warum wird euer Volk eigentlich so genannt?«
    »Weil sie die Hörner und Schalen von allem essen, was sie fangen«, sagte Teft. »Das Äußere halt.«
    Fels lächelte; in seinem Blick zeigte sich Sehnsucht. »Ach, das schmeckt so gut.«
    »Ihr esst also wirklich Schalen und Panzer?«
    »Wir haben sehr starke Zähne«, sagte Fels stolz. »Aber das ist unwichtig. Jetzt kennt ihr meine Geschichte. Hellherr Sadeas wusste nicht, was er mit uns machen sollte. Einige wurden zu Soldaten, andere dienen in seinem Haushalt. Ich habe ihm einmal ein Essen vorgesetzt, und da hat er mich zu den Brückenmannschaften geschickt.« Fels zögerte. »Ich hatte die Suppe etwas … äh … verbessert.«
    »Verbessert?«, fragte Kaladin und hob eine Braue.
    »Mit

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