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Die Rückkehr des Dunkelelf 2 - Kampf der Kreaturen

Die Rückkehr des Dunkelelf 2 - Kampf der Kreaturen

Titel: Die Rückkehr des Dunkelelf 2 - Kampf der Kreaturen Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: R. A. Salvatore
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sarkastisch.
    »Nein, ihr müsst den Charakter des Markgrafen verstehen«, versuchte Shoudra zu erklären. Sie trat dabei neben Nanfoodle und legte lässig einen Arm um seine Schultern. »Das ist einfach … seine Art. Markgraf Elastul fürchtet Mithril-Halle, und daher hat er Nanfoodle und mich angewiesen, hierher zu kommen und herauszufinden, ob Torgar irgendwelche Geheimnisse von Mirabar verraten hat. Ihr müsst zugeben, dass Mithril-Halle in diesem Handelskrieg nun einen großen Vorteil hat, da vierhundert von Mirabars Zwergen unsere Stadt verlassen haben, um zu euch zu kommen.«
    »Ja, es ist wirklich ausgesprochen vorteilhaft, dass die Ork-Horden an unsere Türen klopfen.«
    »Das wussten wir doch nicht!« Shoudra holte tief Luft und fuhr fort. »Und ich bezweifle, dass Nanfoodle oder ich das Herz gehabt hätte, irgendwelchen Ärger zu machen, selbst wenn ihr nicht im Krieg stehen würdet. Wir sind beide nicht mit der Taktik des Markgrafen einverstanden, und auch nicht damit, wie er über König Bruenor und Mithril-Halle denkt. Wir beide suchen einen besseren Weg.«
    »Das behauptet Ihr jetzt, da man Euch entlarvt hat«, unterbrach Regis sie.
    Shoudra schloss die Augen und seufzte tief, dann begann sie leise vor sich hin zu murmeln.
    »Bringt sie weg und schließt sie ein – getrennt voneinander«, befahl Regis.
    Die sechs Zwerge kamen auf die beiden zu, aber dann waren der Gnom und die Sceptrana plötzlich nicht mehr zu sehen.
    »Die Tür!«, rief Regis, und der Zwerg, der am nächsten am Ausgang stand, warf schnell die Tür zu.
    Shoudra und ein sehr überrascht aussehender Nanfoodle erschienen plötzlich auf der anderen Seite des Zimmers, und die Zwerge johlten und griffen an.
    Wieder verschwanden die beiden und erschienen einen Augenblick später vor der Feuerstelle.
    »Sie wirkt einen neuen Zauber! Haltet sie auf!«, rief Regis, der bemerkt hatte, dass Shoudra erneut begonnen hatte zu rezitieren.
    »Achtung, sie wirft vielleicht Feuerkugeln!«, rief der Zwerg an der Tür.
    Er riss sie auf, und Shoudra und Nanfoodle erschienen sofort vor ihm. Der Zwerg wich mit einem Schrei zurück.
    Nanfoodle kicherte dümmlich, und Shoudra zerrte ihn aus dem Zimmer, durch den Vorraum und in den Flur, auf jedem Schritt verfolgt von den brüllenden Zwergen.
    »Du dummer Gnom!«, schimpfte die Sceptrana, und Nanfoodle kicherte noch mehr.
    Da die Zwerge sie schnell einholten und Nanfoodle hinterherhinkte, knurrte Shoudra gereizt und hob Nanfoodle hoch.
    Sie eilten durch eine Tür, die Shoudra hinter ihnen verschloss und verriegelte, und auf der anderen Seite des Zimmers in den nächsten Flur. Dann rannten sie weiter auf das Westtor zu, während überall um sie herum Alarm geschlagen wurde.
    Bald schon hatten die Zwerge sie wiedergefunden, und zahlreiche Rufe erklangen in jedem Seitengang, an dem sie vorbeikamen. Schließlich gelangten die beiden in den Hauptflur, der sich zu einer weiten Vorhalle mit den Statuen der Könige von Mithril-Halle öffnete. Eine Treppe hinter dieser Halle führte hinab in einen kleineren Raum, und hier fielen die letzten Strahlen von Tageslicht durch das große offene Westtor.
    Ein Tor, das nicht mehr lange offen bleiben würde, erkannte Shoudra nun, denn die Zwerge dort schoben bereits die Türstopper weg, während andere sich direkt in der Tür aufgestellt hatten.
    »Sie haben uns erwischt!«, sagte Nanfoodle kichernd. »Zeit für die Folter!«
    »Halt den Mund, du Dummkopf!«, schimpfte Shoudra.
    Sie sah sich um, dann riss sie Nanfoodle in den Schatten hinter der nächsten Statue. Das geschah keinen Augenblick zu früh, denn Sekunden später rannte eine Gruppe von Zwergen vorbei, und alle schrien »Haltet das Tor!« oder »Verstellt ihnen den Weg!«
    Nanfoodle wollte zur Antwort johlen, aber Shoudra drückte ihm die Hand auf den Mund und hielt ihn fest. Sie holte tief Luft, nahm all ihren Mut zusammen und spähte zu dem Tor und dem Bereich dahinter. Nachdem sie den betrunkenen Gnom endlich zum Schweigen gebracht hatte, begann sie mit einem weiteren Zauber.
    Sie flüsterte die Formel, und die Spitzen ihrer Zeigefinger begannen blau zu leuchten. Damit zeichnete sie die Umrisse einer Tür in die Luft.
    »Dort!«, erklang ein Ruf – Regis' Ruf, und Shoudra warf einen Blick zurück und sah, wie der Halbling und eine Gruppe von Zwergen auf sie zurannten.
    Ohne zu zögern hob die Sceptrana Nanfoodle abermals hoch, und als das große Westtor von Mithril-Halle zufiel, trug sie Nanfoodle durch ihr

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