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Die Rückkehr des Dunkelelf 2 - Kampf der Kreaturen

Die Rückkehr des Dunkelelf 2 - Kampf der Kreaturen

Titel: Die Rückkehr des Dunkelelf 2 - Kampf der Kreaturen Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: R. A. Salvatore
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Halbling als auch der Gnom wollten sich von keinem Zwerg in Sachen Appetit übertreffen lassen und begannen mit einer langen, herzhaften Mahlzeit.
    »Man hat mir gesagt, du hättest eine Botschaft aus Mirabar oder für Mirabar«, sagte Nanfoodle zwischen zwei Schlucken von der goldfarbenen Flüssigkeit. »Meister Eisenhammer war nicht besonders gesprächig.«
    »Ich habe eine Bitte an Mirabar«, erklärte Regis zwischen zwei Bissen. »Ich hoffe, du verstehst, in welchem Dilemma wir uns derzeit befinden.«
    »Viele Ungeheuer da draußen, ja«, erwiderte Nanfoodle und aß ein Stück Lammbraten, das er mit einem weiteren Schluck Met herunterspülte.
    »Mehr als du ahnst«, sagte Regis. »Sie bedrohen die gesamte Region. Dein Markgraf hat sicher schon gehört, dass Nesme belagert und inzwischen wahrscheinlich bereits überrannt wurde. Ich weiß nicht, wie lange wir uns noch an der Oberfläche halten können, also sollte Mirabar seine Streitkräfte mobilisieren.«
    »Zum Nutzen von Mithril-Halle?«, fragte der Gnom.
    Er war so überrascht, dass ihm ein paar Tropfen Met aus dem Mund flossen. Schnell wischte er sie mit der Serviette ab und trank einen weiteren Schluck.
    »Zum Nutzen von Mirabar«, verbesserte Regis. »Oder glaubst du wirklich, dass diese Ungeheuer ihren Feldzug hier beenden werden?«
    Es kam ihm vor, als schaute der Gnom nun ein wenig besorgter drein, und die Nervosität veranlasste Nanfoodle, mehr und mehr zu trinken und weniger zu essen. Regis hielt das für vorteilhaft, und so sprach er eine Weile weiter, berichtete in Einzelheiten vom Fall des Osttors und von seinen Befürchtungen, dass sich die Trolle aus dem Süden mit den Orks und Riesen aus dem Norden verbünden würden oder vielleicht schon die ganze Zeit zusammengearbeitet hatten. Er ersparte dem Gnom keine Einzelheit und zog das Gespräch in die Länge, während Nanfoodle mehr und mehr trank.
    Als die beiden Zwerge mit mehr Essen und Getränken hereinkamen, rief Regis einen von ihnen zu sich und flüsterte ihm ins Ohr: »Gieß ein bisschen Knochenbrecher in seinen nächsten Becher.« Der Halbling warf einen Blick zu dem Gnom und versuchte abzuschätzen, was der Kleine verkraften konnte. »Aber nicht zu viel«, erklärte er, denn schließlich wollte er nicht, dass der arme Gnom umfiel.
    Eine Stunde später sprach Regis immer noch, und Nanfoodle trank.
    »Aber du und deine Sceptrana, ihr behauptet, dass ihr hergekommen seid, um nach Torgar zu sehen und die Verbindung zwischen unseren Städten zu stärken«, sagte Regis plötzlich und ein wenig lauter. Er hatte das Gespräch schon seit einer Weile in diese Richtung gelenkt, hatte weniger von den Orks, Riesen und Trollen und mehr von den Beziehungen zwischen Mirabar und Mithril-Halle gesprochen. »Das stimmt doch, oder?«
    Nanfoodle riss die Augen weit auf – oder zumindest so weit, wie ein reichlich angesäuselter Gnom es konnte.
    »N-nun… ja«, stotterte er. »Deshalb bin ich schließlich hier.«
    »In der Tat«, sagte Regis.
    Er rutschte auf dem Sessel nach vorn und beugte sich nahe zu Nanfoodle. Er fischte seine Halskette aus dem Hemd, nestelte an dem Rubinanhänger und drehte ihn ein wenig.
    »Das wollen wir selbstverständlich alle«, sagte er und bemerkte, dass Nanfoodle den Rubin anstarrte, dann sein Gesicht, dann wieder den Rubin. »Bessere Beziehungen, meine ich.«
    »Ja, ja, selbstverständlich«, erwiderte der Gnom und konzentrierte den Blick mehr und mehr auf den verzauberten Rubinanhänger.
    Regis hätte so etwas normalerweise nicht getan. Torgar und Shingles McRuff hatten ihm bestätigt, dass Nanfoodle ein brillanter Alchemist war, und es hieß, dass er sich auch mit Illusionszaubern auskannte. Wenn man dann noch bedachte, dass Gnome angeblich solchen Zaubern wie dem des Rubins gegenüber beinahe immun waren, hätte der Anhänger eigentlich nicht funktionieren sollen.
    Aber Nanfoodle war betrunken.
    Er wandte seinen Blick nun nicht mehr von dem Anhänger ab, vollkommen im Bann des Glitzerns und Drehens.
    »Und du suchst die Verbesserung dieser Beziehungen in den westlichsten Gängen von Mithril-Halle?«, fragte Regis lässig.
    »Wie?«, fragte Nanfoodle.
    »Du bist doch dort gewesen, oder?«, hakte Regis nach, aber ganz ruhig, weil er nicht wollte, dass der Gnom Verdacht schöpfte und der Bann dadurch brach. »In den Gängen im Westen, meine ich. Du hast dich dort recht oft aufgehalten, wie ich höre. Die Zwerge finden das merkwürdig, ja sogar amüsant, denn dort gibt es nichts zu

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