Die Rückkehr des Dunkelelf 2 - Kampf der Kreaturen
Portal.
Das Dimensionstor schloss sich direkt hinter ihr, und Shoudra seufzte erleichtert, als sie erkannte, dass sie und ihr Begleiter sich auf der anderen Seite der geschlossenen Tore befanden und allein im Tal der Hüter standen.
»Du kennst so viele Tricks!«, quiekte Nanfoodle und lachte abermals.
Aus Shoudras Augen schossen Blitze auf den dummen Alchemisten.
»Mehr, als du ahnst«, versprach sie.
Sie packte ihn fest und trug ihn seitlich vom Tor weg, zu einer Senke, die bereits im Schatten lag.
Dort setzte sie sich hin, aber erst, nachdem sie Nanfoodle gezwungen hatte, sich ebenfalls niederzulassen. Er versuchte wieder aufzustehen, aber Shoudra legte beide Beine über ihn und drückte den unsicheren Gnom auf den Boden.
Der kleine Alchemist wollte protestieren, aber Shoudra schnippte mit den Fingern gegen die Unterseite seiner langen, spitzen Nase.
»Heh!«, rief Nanfoodle empört.
»Still«, befahl Shoudra und legte den Finger auf die Lippen. Leise und drohend fügte sie hinzu: »Wenn du nicht freiwillig still bist, werde ich dich zum Schweigen bringen. Ich habe immer noch ein paar Tricks übrig.«
Diese Worte schienen Nanfoodle ein wenig zu ernüchtern. Er schluckte laut und sagte nichts mehr.
Sie blieben sitzen, während der Nachmittag dem Zwielicht und das Zwielicht der Nacht wich.
Shoudra hatte keine Ahnung, was sie tun sollten.
Herausforderung zur Freundschaft
Drizzt zog sich über den dunklen Felsen und stellte den Fuß geschickt auf den Vorsprung. Er setzte zum Sprung an, maß mit Blicken die Stelle ab, an der er landen würde, aber dann entspannte er sich und hielt inne, denn er sah, dass Guenhwyvar die Situation vollkommen unter Kontrolle hatte.
Unterhalb des Felsens stand die Drow-Frau, die Waffen in der Hand, aber sie sprach mit der Katze und bat sie, sich zurückzuhalten und sie nicht umzubringen.
»Wenn du die Waffen wegwerfen würdest, würde Guenhwyvar vielleicht nicht so hungrig dreinschauen«, rief Drizzt nach unten, und er war überrascht, wie gut er die selten benutzte Drow-Sprache noch beherrschte.
»Wenn ich das tue, wirst du dann dem Panther befehlen, mich zu töten?«, erwiderte sie.
»Das hätte ich längst tun können«, sagte Drizzt, »und ich selbst könnte ebenfalls schnell unten bei dir sein, das versichere ich dir. Du hast keine Wahl. Ergib dich, oder kämpfe und stirb.«
Die Frau blickte zu ihm auf – selbst aus der Ferne konnte er ihr höhnisches Lächeln sehen –, aber dann schaute sie zurück zu Guenhwyvar und warf wütend Schwert und Dolch auf den Boden.
Der Panther umkreiste sie weiterhin, näherte sich ihr aber nicht.
»Wie heißt du?«, fragte Drizzt und ging den steinigen Weg zu der kleinen Senke hinunter, in der die Katze die Frau gestellt hatte.
»Ich stamme aus der Familie Soldou«, erwiderte sie vorsichtig. »Ist dir dieser Name bekannt?«
»Nein«, erklärte Drizzt und war plötzlich direkt hinter ihr, denn er war rasch um die Senke herumgeeilt. Dass er so plötzlich auftauchte, erschreckte die Frau. »Und dein Nachname ist auch nicht wichtig für mich. Nicht annähernd so wichtig wie der Grund, wieso du hier bist.«
Langsam drehte sie sich zu ihm um. Sie war recht hübsch, bemerkte Drizzt, und trug das Haar so gescheitelt, dass die langen Strähnen die Hälfte ihres Gesichts bedeckten, eingeschlossen eins ihrer rötlichen Augen – nicht ein blutunterlaufenes Auge, wie man es oft bei Orks sah, sondern ein wirklich rotes.
»Ich bin auf ganz ähnliche Weise aus dem Unterreich geflohen wie du, Drizzt Do'Urden«, sagte sie, und obwohl er es gut verbarg, war Drizzt in der Tat überrascht, dass sie von ihm wusste. »Wenn du die Familie Soldou kennen würdest, wüsstest du, dass wir die Gunst der Spinnenkönigin verloren haben, und das auf eigenen Entschluss. Wir haben uns alle von dieser verdammten Dämonenkönigin losgesagt, und daher wurden wir beinahe alle vernichtet.«
»Aber du konntest fliehen.«
»Ich stehe hier vor dir.«
»In der Tat, und du warst in Begleitung eines anderen Drow, der mir wie ein ergebener Diener von Lolth vorkam«, stellte Drizzt fest, brachte Blaues Licht nach oben und ließ die Schneide an der Seite ihres Halses ruhen.
Sie zuckte nicht mit der Wimper.
»Nur um zu überleben«, versuchte sie zu erklären. »Ich habe mich immer noch nicht an diese glühende Kugel gewöhnen können, die ihren Weg über den Himmel brennt.«
»Das braucht Zeit.«
»Was den anderen Drow angeht – sein Name ist Ad'non –«
»War«,
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