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Flucht nach Faerie - Beil, J: Talisman-Kriege 1 - Flucht nach Faerie

Flucht nach Faerie - Beil, J: Talisman-Kriege 1 - Flucht nach Faerie

Titel: Flucht nach Faerie - Beil, J: Talisman-Kriege 1 - Flucht nach Faerie Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jason N. Beil
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näher zu kommen. Sowohl Kari als auch Jinn zeigten sich zögerlich und wirkten nun, da sie sich im Herzen des Hoheitsgebiets des Addins befanden, regelrecht furchtsam. Landyn hingegen kannte kein Zögern und war sichtlich aufgeregt darüber, sich unverhofft inmitten eines Bardenlieds wiederzufinden. Als sich alle um den Addin geschart hatten, grinste Horren und breitete die dicken Arme begrüßend aus.
    »Nun denn, meine Freunde«, sagte er, »wonach sucht ihr, und weshalb hat euch die Suche nach Addinherz geführt?«
    Kari, die ihren Gastgeber immer noch argwöhnisch musterte, erwiderte: »Wir folgen den Spuren der Tochter dieser Frau. Das Mädchen reist mit drei Gefährten, wahrscheinlich alle männlich. Ihr Name ist Sarah, und einer ihrer Gefährten ist ein Junge namens Alek Maurer.«
    Lachend warf Horren den Kopf zurück. Ara fragte sich, was er so unterhaltsam fand. »Also geht die Geschichte des jungen Bäckers und seiner unerschrockenen Freunde weiter«, meinte er. »Ah, ja, und Sarah ist ein wunderhübsches junges Mädchen. Dass Alek Maurer dasselbe denkt, ist kaum zu übersehen.«
    »Was?«, stieß Ara hervor, die vorübergehend vergaß, dass sie vor einer Kreatur aus Legenden stand. »Sie waren hier? Was ist ihnen widerfahren?«
    Horren lächelte weiter liebenswürdig, als er antwortete. »Sie waren vor knapp einer Woche hier, begleitet von einem weiteren Dörfler namens Kraig und meinem alten Freund Elsendarin. Manche nennen ihn auch Michael.«
    »Michael«, wiederholte Ara. Sie kannte den Namen, vermochte ihn jedoch nicht einzuordnen. Dann erinnerte sie sich an den seltsamen Einsiedler, der außerhalb des Dorfes lebte und nur wenig älter als sie selbst war, aber so verschroben wie ein Greis. »Michael! Was hatten sie mit
ihm
zu schaffen?«
    Horren zog eine moosige Braue hoch. »Er hat ihnen natürlich geholfen. Mein Freund Elsendarin ist ein sehr weiser Bursche und kann sich Menschen in Not gegenüber äußerst hilfreich erweisen. Und ich versichere dir, diese Kinder waren in schwerer Not. Der alte Salin Urdrokk war hinter ihnen her.«
    »Ja, ich weiß«, sagte Ara. »Salin hat halb Bartambuckel dem Erdboden gleichgemacht und auch meinen Laden zerstört. Um ein Haar hätte er mich getötet! Seither bete ich jede Nacht, dass er Sarah noch nicht in die Finger bekommen hat. Warum will er sie? Warum hat Alek ihm dieses alberne Schmuckstück nicht einfach gegeben und der Sache ein Ende bereitet?«
    »Gemach, gemach!«, forderte Horren sie auf. »Eins nach dem anderen.« Kurz verstummte er, um Ara kopfschüttelnd zu mustern. »Deine Sorge um deine Tochter ist verständlich, aber dich zu sehr aufzuregen, wird ihr nicht helfen. Sie ist in guten Händen, unter den gegebenen Umständen vielleicht in den besten. Alek und sie können von Glück reden, beim Elsendarin zu sein, denn ich denke, er kennt die Vorgehensweisen des Hexers besser als jeder andere.«
    Ara zeigte sich ganz und gar nicht überzeugt. »Trotzdem würde ich mich besser fühlen, wenn ich wüsste, wo sie ist. Ich mag diesen Michael nicht. Er lebt zurückgezogen außerhalb des Dorfs und spricht so gut wie nie mit jemandem, bleibt immer für sich. Er ist ein verrückter Einsiedler, und ich traue ihm nicht zu, Sarah und Alek in Sicherheit zu führen.«
    Der Addin schüttelte den Kopf. »Du kennst ihn bloß nicht so wie ich. Der Mann, den du Michael nennst, ist nicht derselbe, den ich als Elsendarin kannte. Elsendarin war ein weiser Mann, ein Berater, ein mächtiger Verbündeter. Aber die ihm auferlegten Bürden waren schwer. Er sah, wie die Welt unter dem Schatten eines dunklen Feindes Stück für Stück auseinanderfiel, und verzweifelte daran. Diese Verzweiflung bewog ihn, von seiner Aufgabe zu lassen, die er als zunehmend hoffnungslos empfand. Deshalb kehrte er sich nach innen und lebte alleine in der Nähe deines stillen Dorfes. Deshalb wurde er Michael, der schlichte Mann, der Narr, der Einsiedler. Allerdings hat er sich nicht so sehr verändert, wie er denkt. Er ist weder so töricht noch so machtlos, wie er sich selbst und andere glauben machen möchte. Darum habe ich ihm auch das Buch gegeben, damit er … Ah, aber ich schweife ab. All dieser alte Kram ist dir einerlei. Du willst nur wissen, wo deine Tochter ist.«
    Hoffnungsvoll schaute Ara auf. »Weißt du es? Kannst du uns sagen, wo sie sich gerade aufhält?«
    Langsam schüttelte Horren den Kopf. »Nein, gute Frau. Ich weiß nicht, wo sie gerade ist. Aber ich kann dir sagen, wohin sie

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