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Legenden der Traumzeit Roman

Legenden der Traumzeit Roman

Titel: Legenden der Traumzeit Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Tamara McKinley
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beäugen, bevor sie gemächlich davonschwammen und einer Delphinschule Platz machten, die sich vor dem Bug tummelte.
    Hina beobachtete sie und schmunzelte über ihre Ausgelassenheit, während er auf den Befehl wartete, die Segel einzuholen. Dann ertönte ein Ruf vom Ufer, und er blinzelte ins grelle Sonnenlicht auf der Suche nach den geliebten Gesichtern seiner Familie – und nach Puaiti. Tatsächlich waren sie dort und kletterten in die Einbäume; die leuchtenden Sarongs und die Blumengirlanden blendeten ebenso wie die Sonne.
    Rasch rollte er das Segel ein und zurrte es fest. Der Anker platschte ins Wasser, als der erste Einbaum längsseits kam. Hina stieg in die Takelage am Bug, riss sich das Hemd vom Leib und sprang ins Meer. Es fühlte sich an wie kühle Seide, und als er auftauchte, wurde er beinahe wieder von dem kleinen Körper hinabgezogen, der mit ihm zusammenprallte und sich wie eine Klette an seinen Hals hängte.
    »Puaiti«, keuchte er.
    »Hina, o Hina, ich habe dich so vermisst!« Sie unterstrich ihre Worte mit Küssen.
    Er drückte sie an sich und trat Wasser. Ihre Augen waren dunkel wie die Nacht, die langen Wimpern mit Tröpfchen wie mit Diamanten besetzt. Ihre Lippen waren weich und warm, hingebungsvoll unter seinem Kuss, ihr fester junger Körper presste sich so eng an ihn, dass er ihre Brüste an seinen Rippen spürte. »Es war zu lange«, flüsterte er.
    Ihre Augen verschleierten sich vor Verlangen, und sie glitt mit ihrer Hand an seiner Brust herab, bis sie sein erigiertes Glied umfasste. »Auch ich bin ungeduldig, aber wir müssen nur noch an den Strand kommen«, seufzte sie, »dann sind wir wieder vereint.«
    Er erwiderte die Begrüßungen seiner Brüder und Schwestern mit einem Handzeichen, denn er wusste, sie würden verstehen, dass er sie später aufsuchen würde, viel später. Unter ihren anfeuernden Rufen, ihrem glücklichen Gesang, Puaiti noch an seine Brust gedrückt, schwamm er an Land.
    Die Lichtung lag weit entfernt von neugierigen Augen, verborgen unter einem Palmendach. Ein Teich, der von einem Bach gespeist wurde, befand sich in einem Becken aus dunklen Felsen. Von dort plätscherte das Wasser durch eine schmale Spalte in den nächsten Bach. Bunte Vögel flatterten über ihnen, stießen hin und wieder für einen Schluck Wasser herab, und ihr melodischer Gesang füllte die Luft.
    Hinas Herz raste, als sie diese Kathedrale aus grünem Licht und Musik betraten. Puaiti war noch schöner, als er sie in Erinnerung hatte. Doch nun, da sie allein waren, begnügte er sich damit, sie anzusehen und zu warten, bis das Verlangen übermächtig wurde; denn es steigerte den Genuss, und nun hatten sie alle Zeit der Welt.
    Puaiti schien das zu verstehen; sie stand vor ihm, ihr dunkler Blick ließ ihn nicht los. Sie öffnete den Gürtel an seiner Hose und streifte sie ab. Mit beinahe unerträglich sanften kleinen Händen streichelte und liebkoste sie ihn.
    Hina berührte ihre Wange, fuhr ehrfürchtig über die zarte Stirn, die Wölbung ihres Wangenknochens und die geschwungenen Lippen. Seine Finger folgten ihrem geraden Hals und den Rundungen der Schulter bis zum Gewirr aus nassen Haaren, die ihr fast bis an die Hüfte reichten. Sie waren schwarz wie die kostbarste Perle, und die Hibiskusblüte, die hinter ihrem niedlichen Ohr steckte, verströmte einen Duft, der die Sinnlichkeit des Augenblicks noch verstärkte.
    Puaitis Augen wurden dunkler, als sie nach dem Knoten an ihrem bunten Sarong griff. Nach einer anmutigen Drehung glitt der Stoff an ihr herab. Sie betrachtete Hina durch ihre dichten dunklen Wimpern. »Ist Puaiti noch schön?«, flüsterte sie. »Begehrst du sie noch?«
    Hina konnte nur nicken, denn er war wie gebannt. Ihre Haut war golden, die Rundungen ihrer Hüften standen in perfektem Ebenmaß zu ihrer schmalen Taille, dem festen Bauch und denreifen Brüsten. Die Brustwarzen waren dunkel und fest, sie standen aus den goldenen Kugeln hervor wie exotische Blüten, und er konnte nicht widerstehen, mit dem Finger darüberzustreichen.  
    Sie trat näher an ihn heran, die Augen trunken vor Verlangen, und straffte den Rücken bei seiner Berührung. Hina konnte kaum atmen, während seine Hände langsam über ihren Leib nach unten zu dem glitzernden Dreieck aus schwarzem Haar wanderten. Seine Finger drangen zart in das warme, einladende Innere vor, das Puaiti war, und er hörte sie vor Begierde nach Luft schnappen. Er sank auf die Knie, zog ihre Hüften näher zu sich heran und küsste ihren

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