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Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Titel: Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: James S. A. Corey
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auch ein Kurierschiff namens Scopuli .«
    Holden beugte sich vor und hörte aufmerksam zu.
    »Jetzt haben Sie meine ungeteilte Aufmerksamkeit.«
    »Der nicht existierende Besitzer der Scopuli hat sich auf einer heruntergekommenen Ebene von Eros in einer Absteige eingemietet. Wir haben die Information gerade erst bekommen. Wir müssen davon ausgehen, dass derjenige, der das Zimmer gebucht hat, unsere Operationen genau kennt und Hilfe braucht, aber nicht offen darum bitten kann.«
    »Wir können in einer Stunde aufbrechen«, sagte Holden atemlos.
    Fred hob beide Hände. Holden war überrascht, diese Gürtler-Geste bei einem Mann von der Erde zu sehen.
    »Wer hat gesagt, dass Sie fliegen?«
    »Ich verleihe mein Schiff nicht, aber ich vermiete es. Meine Crew und ich haben tatsächlich schon darüber gesprochen, uns einen Job zu suchen. Heuern Sie uns an und ziehen Sie den Lohn von dem ab, was Sie bisher für uns getan haben.«
    »Nein«, widersprach Fred. »Ich brauche Sie noch.«
    »Das stimmt nicht«, widersprach Holden. »Sie brauchen lediglich unsere Aussagen. Wir werden nicht ein oder zwei Jahre hier herumsitzen und warten, bis die Vernunft obsiegt. Wir zeichnen die Aussagen auf und unterschreiben eidesstattliche Erklärungen, um zu bekräftigen, dass sie echt sind, aber wir werden demnächst aufbrechen und uns auf die eine oder andere Weise Arbeit suchen. Da können Sie uns auch gleich sinnvoll einsetzen.«
    »Nein«, entgegnete Fred. »Sie sind viel zu wertvoll, um Ihr Leben zu riskieren.«
    »Und wenn ich den Datenträger drauflege, den der Kapitän der Donnager unbedingt vom Schiff bekommen wollte?«
    Das Schweigen war wieder da, aber es fühlte sich anders an.
    »Hören Sie«, drängte Holden. »Sie brauchen ein Schiff wie die Rosinante . Ich habe so ein Schiff. Sie brauchen eine Crew für das Schiff. Ich habe eine Crew. Und Sie wollen so dringend wie ich wissen, was sich auf dem Datenträger befindet.«
    »Mir behagt das Risiko nicht.«
    »Die andere Möglichkeit wäre, uns einzusperren und das Schiff selbst zu führen. Auch das ist nicht ohne Risiko möglich.«
    Fred lachte, auch Holden entspannte sich.
    »Sie haben immer noch das Problem, das Sie hierhergeführt hat«, erwiderte Fred. »Ihr Schiff sieht aus wie ein Kanonenboot, ganz egal, was Ihr Transponder sagt.«
    Holden sprang auf und schnappte sich ein Stück Papier von Freds Schreibtisch, nahm einen Stift aus einem teuren Set und notierte etwas.
    »Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Sie haben doch hier eine voll ausgerüstete Werft. Wir sind angeblich ein Gastanker. Also …«, er zeichnete die Umrisse eines Schiffs, »… schweißen wir ein paar leere Lagertanks für komprimiertes Gas in zwei Ringen auf den Rumpf. Darunter können wir die Raketenwerfer verbergen. Wir streichen das ganze Schiff neu an und setzen ein paar Vorsprünge darauf, um das Profil der Hülle zu verbergen und die Schiffserkennungssoftware zu täuschen. Es wird grauenhaft aussehen und die Aerodynamik massiv stören, aber wir haben ja nicht vor, in irgendeiner Atmosphäre zu fliegen. Es wird nach dem aussehen, was es ist: ein Schiff, das ein paar Gürtler eilig zusammengeklatscht haben.«
    Er gab Fred das Blatt. Nun lachte Fred laut auf, entweder wegen der schrecklichen Zeichnung oder angesichts der Absurdität des ganzen Plans.
    »Damit könnten Sie einem Piraten eine böse Überraschung bereiten«, sagte er. »Wenn ich mich darauf einlasse, werden Sie und Ihre Mannschaft die Aussagen aufzeichnen und als unabhängige Transportunternehmer für Aufträge wie den Flug nach Eros zur Verfügung stehen, und Sie werden für mich aussagen, sobald die Verhandlungen beginnen.«
    »Einverstanden.«
    »Ich verlange das Recht, jeden zu überbieten, der Sie anheuern will. Sie nehmen keine Kontrakte an, ohne ein Gegenangebot von mir eingeholt zu haben.«
    Holden streckte die Hand aus, Fred schlug ein.
    »Es ist angenehm, mit Ihnen Geschäfte zu machen, Fred.«
    Als Holden hinausging, hatte Fred schon mit den Monteuren Kontakt aufgenommen. Holden zog das tragbare Terminal hervor und rief Naomi.
    »Ja?«, meldete sie sich.
    »Rufen Sie die Jungs zusammen, wir fliegen nach Eros.«

22 Miller
    Der Personentransporter nach Eros war klein, billig und überfüllt. Die Luftaufbereiter verströmten den Geruch von Plastik und Harz, den Miller von den langlebigen Versionen kannte, die in Lagerhäusern und Treibstoffdepots eingesetzt wurden. Die Beleuchtung bestand aus billigen LEDs, deren

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