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Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Titel: Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: James S. A. Corey
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her.
    »Selbst die ehrlichen Bürger, die sich mit legalen Geschäften befassen, haben inzwischen Angst, vor die Tür zu gehen. Allein in diesem Monat sind mehr als ein Dutzend Lieferungen verspätet eingetroffen. Ich fürchte, irgendwann werden es nicht nur Verspätungen, sondern sogar Stornierungen sein.«
    »Genau darüber habe ich auch schon nachgedacht«, sagte Holden.
    Fred sprach weiter, als hätte er es nicht gehört.
    »Ich stand selbst vor solchen Entscheidungen«, erklärte er. »Ein nicht identifiziertes Schiff nähert sich, und Sie müssen etwas tun. Niemand will auf den Knopf drücken. Das Schiff wird auf der Anzeige größer und größer, während mein Finger über dem Knopf schwebt. Ich weiß noch, wie ich sie angefleht habe anzuhalten.«
    Holden schwieg. Er kannte es ebenso. Dazu gab es nichts zu sagen. Fred ließ die Bemerkung in der Luft hängen, dann schüttelte er den Kopf und richtete sich auf.
    »Ich möchte Sie um einen Gefallen bitten«, sagte er.
    »Jederzeit, Fred. Sie haben viel für uns getan«, erwiderte Holden.
    »Ich möchte mir Ihr Schiff leihen.«
    »Die Rosinante? «, fragte Holden. »Warum?«
    »Ich muss etwas abholen und hierherbringen lassen. Dazu brauche ich ein Schiff, das unauffällig an marsianischen Wachschiffen vorbeifliegen kann, wenn es nötig ist.«
    »Dazu ist die Rosinante zweifellos geeignet, aber das beantwortet nicht meine Frage. Warum?«
    Fred kehrte Holden den Rücken und betrachtete den Bildschirm. Gerade verschwand der Bug der Nauvoo auf einer Seite, und nun war nur noch die schwarze, mit Sternen übersäte Unendlichkeit zu sehen.
    »Ich will jemanden von Eros abholen lassen«, sagte er. »Jemanden, der sehr wichtig ist. Ich habe zwar Leute, die das übernehmen könnten, aber die einzigen Schiffe, die wir haben, sind leichte Frachter und zwei kleine Shuttles. Nichts, was die Reise schnell genug machen oder fliehen kann, falls es Ärger gibt.«
    »Hat diese Person auch einen Namen? Ich meine, Sie sagen immer, Sie wollen nicht kämpfen, aber mein Schiff ist zufällig auch das einzige hier, das Waffen hat. Ich bin sicher, dass die AAP eine ziemlich lange Liste von Objekten hat, die sie gern in die Luft jagen würde.«
    »Sie trauen mir nicht.«
    »Nein.«
    Fred drehte sich wieder herum und packte die Stuhllehne. Die Fingerknöchel liefen weiß an. Holden fragte sich, ob er zu weit gegangen sei.
    »Hören Sie«, fuhr Holden fort, »Sie reden über Frieden und Prozesse und so weiter. Sie distanzieren sich von den Sendungen der Piraten. Sie haben eine schöne Station voller netter Leute. Ich habe jeden Grund, Ihnen zu glauben, dass Sie es ehrlich meinen. Aber wir sind erst seit drei Tagen hier, und das Erste, was Sie mir über Ihre Pläne erzählen, ist, dass Sie mein Schiff für eine geheime Mission brauchen. Tut mir leid. Wenn ich mitmachen soll, dann werde ich umfassend informiert. Keine Geheimnisse. Selbst wenn ich ganz sicher wäre, was ich nicht bin, dass Sie durch und durch lautere Absichten haben, würde ich bei so einer Geheimniskrämerei nicht mitmachen.«
    Fred starrte ihn ein paar Sekunden an, ging um den Stuhl herum und setzte sich. Holden tippte sich nervös mit dem Finger auf den Oberschenkel und unterdrückte den Impuls, sobald er es bemerkte. Fred hatte die Bewegung bemerkt und starrte Holden an.
    Holden räusperte sich.
    »Sie sind hier der große Boss. Selbst wenn ich nicht wüsste, wer Sie waren, hätte ich eine Heidenangst, es ist also nicht nötig, mir irgendetwas zu beweisen. Aber ganz egal, wie viel Angst ich habe, in diesem Punkt werde ich nicht nachgeben.«
    Das erwartete Lachen blieb aus. Holden bemühte sich sehr, lautlos zu schlucken.
    »Ich möchte wetten, dass Sie jeder Kapitän, unter dem Sie geflogen sind, für eine gigantische Nervensäge gehalten hat«, sagte Fred schließlich.
    »Ich glaube, das geht auch aus meiner Personalakte hervor.« Holden gab sich Mühe, seine Erleichterung zu verbergen.
    »Ich muss nach Eros fliegen, einen Mann namens Lionel Polanski finden und hierher nach Tycho bringen.«
    »Das wäre nur eine Woche, wenn wir uns beeilen.«
    »Die Tatsache, dass Lionel gar nicht existiert, macht die Mission allerdings schwieriger.«
    »Ja, gut. Jetzt bin ich verwirrt«, gab Holden zu.
    »Sie wollten doch eingeweiht werden«, stieß Fred aufgebracht hervor. »Genau das bekommen Sie jetzt. Lionel Polanski existiert nur auf dem Papier. Ihm gehören einige Dinge, die Mister Tycho nicht persönlich besitzen will. Dazu zählt

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