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Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1)

Titel: Leviathan erwacht - Corey, J: Leviathan erwacht - Leviathan Wakes (The Expanse Series Book 1) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: James S. A. Corey
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geblasen kriegen und ein paar Kater später, und es ist, als wäre nie etwas passiert.«
    »Ähm, Rache erfordert jemanden, an dem man sich rächen kann, Kapitän«, gab Alex zu bedenken. »Falls Sie es nicht bemerkt haben, herrscht in dieser Hinsicht ein gewisser Mangel.«
    »Das Schiff ist immer noch irgendwo da draußen unterwegs, genauso wie die Leute, die den Schießbefehl gegeben haben«, sagte Holden.
    »Also fliegen wir einfach eine Spirale, bis wir ihm zufällig begegnen?«, entgegnete Alex langsam.
    Naomi lachte und warf eine Sojapackung nach ihm.
    »Ich weiß nicht, was wir tun sollen«, antwortete Holden, »aber hier herumzusitzen, während die Leute, die unser Schiff vernichtet haben, unbehelligt umherfliegen, macht mich verrückt.«
    »Wir sind doch erst drei Tage da«, wandte Naomi ein. »Wir brauchen auch mal ein bequemes Bett, etwas Anständiges zu essen und eine Gelegenheit, etwas Dampf abzulassen. Reden Sie uns keine Schuldgefühle ein, nur weil wir das auskosten.«
    »Außerdem sagte Fred, dass diese Schweinehunde vor Gericht gestellt werden«, fügte Amos hinzu.
    »Falls es überhaupt eine Verhandlung gibt«, widersprach Holden, »kann es Monate oder sogar Jahre dauern. Und selbst dann wird Fred sich vor allem um die Verträge kümmern. Eine Amnestie könnte möglicherweise sogar ein Teil des Handels werden, oder?«
    »Sie haben sich sehr schnell auf seinen Vorschlag eingelassen, Jim«, erinnerte Naomi ihn. »Haben Sie es sich jetzt anders überlegt?«
    »Wenn Fred unsere Aussagen im Austausch dafür will, dass wir uns erholen und ausruhen können, war es ein niedriger Preis. Das heißt aber nicht, dass eine Verhandlung alles in Ordnung bringt oder dass ich untätig herumstehen will, bis es so weit ist.«
    Er deutete auf das Kunstledersofa und den riesigen Wandbildschirm.
    »Außerdem kann dies hier auch ein Gefängnis sein. Es ist ein schönes Gefängnis, aber solange Fred alles bezahlt, hat er uns in der Hand, das darf man nicht verkennen.«
    Naomi runzelte die Stirn und sah ihn ernst an.
    »Welche Möglichkeiten haben wir denn, Sir?«, fragte sie. »Einfach wegfliegen?«
    Holden verschränkte die Arme vor der Brust und antwortete zögernd, als hätte er es noch nicht völlig durchdacht. Manches wurde erst richtig klar, wenn man es laut aussprach.
    »Ich dachte, wir sehen uns nach Arbeit um«, erklärte er. »Wir haben ein gutes Schiff. Noch wichtiger ist, dass wir ein unauffälliges Schiff haben. Wenn nötig, können wir ohne Transponder fliegen. Jetzt im Krieg möchten viele Leute verschiedene Dinge befördern. So haben wir etwas zu tun, während wir auf Freds Verhandlung warten, und verdienen außerdem Geld und sind nicht mehr von Almosen abhängig. Während wir von einem Ort zum anderen fliegen, können wir außerdem Augen und Ohren offen halten. Wer weiß, was wir finden. Und seid mal ehrlich, wie lange könntet ihr auf der Station herumhängen?«
    Sie schwiegen eine Weile.
    »Ich könnte das noch … eine Woche aushalten«, sagte Amos.
    »Gar keine so schlechte Idee, Kapitän.« Alex nickte.
    »Es ist Ihre Entscheidung, Kapitän«, lenkte Naomi ein. »Ich bleibe bei Ihnen, und die Vorstellung, etwas Geld zu verdienen, gefällt mir. Aber hoffentlich haben Sie es nicht zu eilig. Ein paar freie Tage könnte ich schon noch brauchen.«
    Holden klatschte in die Hände und sprang auf.
    »Nein, eilig ist es nicht. Wichtig ist nur, dass wir jetzt einen Plan haben. Die Pause macht viel mehr Spaß, wenn man weiß, dass sie bald enden wird.«
    Alex und Amos standen sofort auf und gingen zur Tür. Alex hatte beim Dartspiel ein paar Dollar gewonnen, und jetzt wollten er und Amos noch viel mehr am Kartentisch einnehmen.
    »Warte nicht auf mich, Boss«, sagte Amos zu Naomi. »Heute ist mein Glückstag.«
    Dann gingen sie, und Holden begab sich in die Kochnische, um Kaffee zu machen. Naomi folgte ihm.
    »Da wäre noch etwas«, sagte sie.
    Holden öffnete das versiegelte Päckchen, und sofort erfüllte der kräftige Duft den Raum.
    »Nur zu«, sagte er.
    »Fred übernimmt alle Vorkehrungen, die in Zusammenhang mit Kellys Leiche notwendig sind. Er konserviert sie hier, bis wir unser Überleben öffentlich bekannt geben. Dann schickt er sie zum Mars zurück.«
    Holden füllte die Kaffeemaschine mit Leitungswasser und schaltete sie ein. Mit leisem Gurgeln nahm sie die Arbeit auf.
    »Gut. Leutnant Kelly verdient jeden Respekt, den wir ihm geben können, und einen würdevollen Abschied.«
    »Ich denke die ganze

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