Namibia
the Rhino Trust. Bernd Brell bietet Ausflüge im Geländewagen zu den Nashörnern an. Trotz der oftmals vielen Fliegen ein schöner Platz. Keine Kreditkartenzahlung.
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Stefan Loose Traveltipps
7 Skelettküste Abweisend, nebelig und mystisch – bei einer Fahrt an der Skelettküste entlang lässt sich nachempfinden, was die Passagiere der hier gestrandeten Schiffe gefühlt haben müssen. S. 376
8 Twyfelfontein Die Felsgravuren in der zeitlos schönen Landschaft des Damaralandes gehören inzwischen zum Weltkulturerbe. S. 384
9 Kaokoveld Der raue Landstrich mit seinen abgeschieden lebenden Einwohnern, den Himba, zieht noch immer vor allem die Offroad-Cowboys an. S. 394
Epupa Die Wasserfälle des Kunene sind wahrhaft malerisch. S. 395
Die Skelettküste
S. 376
Skeleton Coast Park
S. 380
Das Damaraland
S. 384
Twyfeltontein
S. 384
Khorixas
S. 389
Durch das Damaraland nach Norden
S. 390
Das Kaokoveld
S. 394
Opuwo
S. 394
Epupa Falls
S. 395
Von Epupa zurück nach Sesfontein
S. 397
Von Epupa nach Osten und Süden
S. 403
Ruacana Falls
S. 403
Kamanjab
S. 405
Das Gebiet nördlich von Walvis Bay bis nach Angola besteht vorwiegend aus Geröllwüste, unterbrochen von einigen wenigen Dünenfeldern zwischen Walvis Bay und Swakopmund, zwischen Torra Bay und dem Hoarusib Rivier sowie an der Kunenemündung. Im Nordwesten liegt die Kunene Region, bestehend aus dem Skeleton Coast Park, dem Damaraland und dem legendären Kaokoveld.
Die raue, gebirgige Landschaft ist die Heimat der Himba, die in Kleidung und Lebensweise noch traditionellen Sitten und Gebräuchen folgen. Sowohl das Kaokoveld als auch das Damaraland warten mit einer einzigartigen Fauna und Flora in abwechslungsreicher Wüstenlandschaft auf. Dazu gehören z. B. die hier frei umherziehenden Elefanten und Nashörner, die an das Leben in der Wüste angepasst sind.
7 HIGHLIGHT
Die Skelettküste
Witman se graf
, „Grab der Weißen“, so wird die Küste im Südwesten Afrikas genannt. Der eigentliche Skeleton Coast Park umfasst allerdings nur den Küstenstreifen vom Ugab bis zum Kunene.
Legenden und Mythen ranken sich um die Skelettküste: um Schätze in gestrandeten Schiffen, etwa den 1750 verschwundenen, mit Rubinen verzierten Thron des Großmoguls von Delhi, um kopflose Skelette, schneeweiße Käfer, die Erdöl anzeigen, und um herumliegende Diamanten, Amethyste und Achate. Lawrence Green und der Film
A Twist of Sand
nach dem Roman von Geoffery Jenkins haben diese Legenden noch untermauert.
Laut Amy Schoeman entstand der Name „ Skeleton Coast “ erst 1939, als der Schweizer Pilot Carl Nauer auf einem Rekordflugversuch von Kapstadt nach London vor der namibischen Küste spurlos verschwand. Sam Davis, ein altehrwürdiger namibischer Journalist und Korrespondent für Reuters und den
Cape Argus
, schrieb damals, dass Nauers Gebeine vielleicht eines Tages an der „Skeleton Coast“, dem Friedhof so vieler Schiffe und Männer, gefunden würden.
Spektakulärer Fund vor Oranjemund
Was macht einen Fund spektakulär? Die Umstände des Fundes? Der Fundort? Das Alter des Fundstückes und damit Aufschlüsse über das Leben in früheren Zeiten? Oder der Geldwert des Fundes?
Auf das Schiffswrack, das im April 2008 vor der Küste Namibias entdeckt wurde, trifft dies alles zu. Mit einem Alter von knapp 500 Jahren begeistert es bereits Archäologen – es geht denen eben doch nicht nur um Dinosaurier. Die Schätze an Bord sind wahrhaftig unermesslich. Dieses Schiff ist nicht nur ein weiteres Opfer der Skelettküste Namibias, sondern das älteste südlich der Sahara gefundene Wrack . Zum ehrwürdigen Alter und den ungeahnten Schätzen gesellte sich hier der Umstand, dass alles in vergleichsweise gutem Zustand war.
Wie kam es zu diesem Fund? Für die Offshore-Diamantengewinnung hatte Namdeb, das halbstaatliche Diamantunternehmen, vor der Küste in Höhe von Oranjemund einen 10 m hohen Wall aufgeschüttet. So konnte der Meeresboden in aller Ruhe nach Diamanten abgesucht werden. Dieser Wall wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter hinaus ins Meer geschoben. Am 1. April 2008 sollte ein weiterer Abschnitt des Meeresbodens vor Oranjemund für die Offshore-Gewinnung von Diamanten vorbereitet werden. Was im Sand zum Vorschein kam, ließ den Geologen Bob Burrel sofort den Wüstenarchäologen und Spezialisten des Sperrgebiets, Dr. Dieter Noli,
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