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PR Plophos 03 - Panik im Sonnensystem

PR Plophos 03 - Panik im Sonnensystem

Titel: PR Plophos 03 - Panik im Sonnensystem Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: div.
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auf. »Und was heißt das alles?« knurrte er.
    »Sie erinnern sich, daß die Mutter des Mädchens sich damals nicht an Bord der MATTAL befand, auf der Maltzo geboren wurde. Sie war auf einem anderen Schiff. Die Diskrepanz von zwei Tagen im Datum der Geburt kann nur bedeuten, daß die beiden Schiffe, als Maltzos Einladung eintraf, zwei Lichttage voneinander entfernt waren.«
    Isit sah ihn an, als hätte Pelham ihm den Zeitpunkt seines Todes vorausgesagt. »Und Sie wollen, daß ich Ihnen das glaube?« fragte er zornig.
    »Nein, Sir. Sie finden das Programm dieser Zeitberechnung in der Positronik des Schiffes. Ich fand die Sache des Erwähnens nicht wert, weil ich von der Unstimmigkeit der Aussagen nichts wußte.«
    Mit einem Seufzer der Enttäuschung wandte Isit sich ab.
    »Das wäre das«, sagte er resigniert, ohne Len dabei anzusehen. »Die Springer sind also echt, wie?«
    »Soweit ich das beurteilen kann, jawohl, Sir«, antwortete Len. Isit setzte sich wieder. Ein paar Sekunden lang hatte sein Jagdeifer seiner Vernunft ein Schnippchen geschlagen. Jetzt jedoch hatte er sich wieder völlig in der Gewalt.
    »In Ordnung«, beendete er die Besprechung. »Jasper, Sie sehen zu, daß die Springer während der Periode des Aufwachens die gehörige Pflege bekommen. Es gibt keinen Grund mehr, sie als Feinde zu betrachten. Wir starten nach Plophos, sobald das Molkex umgeladen ist. Die Springer kommen mit uns.«

26
    Diese Entscheidung brachte Kelso Jasper in Gewissensnöte. Kelso war nämlich keineswegs davon überzeugt, daß die Gefangenen reine Westen hatten. Es gab da etwas, was ihn gleich zu Anfang stutzig gemacht hatte. Nur war er bislang noch nicht in der Lage, seinen Verdacht klar darzustellen. Deswegen und weil er einer jener Typen war, die sich gern durch vollendete Leistungen Ansehen verschafften, anstatt jeden einzelnen ihrer Schritte in der Öffentlichkeit zu diskutieren, hatte er Isit Huran gegenüber geschwiegen.
    Jetzt, nach Isits Entschluß, die Gefangenen so rasch wie möglich nach Plophos zu bringen und ihnen angemessene Pflege angedeihen zu lassen, heulten für Kelso die Alarmsirenen. Er mußte schnell handeln. Es galt, wenigstens einen Springer nochmals zu verhören. Kelso konnte nicht warten, bis die Wirkung der Droge vorbei war. Er mußte sofort handeln. Zwei Verhöre in so dichter Reihenfolge bargen ein gewisses Risiko in sich. Das Gehirn des Befragten konnte unter der Belastung zusammenbrechen und in dauernder Umnachtung versinken. Kelso war jedoch sicher, daß er sein Ziel er reichen könne, wenn er nur ein paar Minuten lang verhörte. Auch seines Erfolges wurde er um so sicherer, je länger er über die Frage nachdachte. War aber sein Verdacht erst einmal bewiesen, dann würde es Isit Huran keinen Deut mehr kümmern, ob einer der Gefangenen zu Schaden gekommen war oder nicht.
    Das waren Kelsos Überlegungen. Er kehrte zum medizinischen Labor zurück und begann sofort, seinen Plan in die Wirklichkeit umzusetzen. Zwei der Laborwachen erhielten den Auftrag, Malita aus dem Ruheraum zu bringen. Kelso machte kein Hehl daraus, daß er sie ein zweites Mal verhören wollte. Er verließ sich darauf, daß die beiden Wachen keine Gelegenheit bekämen, vor der Zeit mit einem der verantwortlichen Offiziere zu sprechen. Er selbst überwachte den Transport der bewußtlosen Gefangenen, und auf eine Frage eines der beiden Wärter gab er zu, Isit habe die Springer für unverdächtig befunden und werde sie nach Plophos bringen lassen. Seine eigene Ansicht zu dieser Frage verschwieg er. Malita wurde zum Verhör bereitgemacht, danach entließ Kelso die beiden Wachen. Er wollte allein sein, wenn er seinen Versuch anstellte. Ungeduldig verfolgte er die Anzeigen der Instrumente, bis die Frau sich zu regen begann und die Augen öffnete. Ihr Blick war leer und unbeweglich zur Decke hinauf gerichtet. Sie stand noch fast unvermindert unter dem Einfluß der Droge. Mit Erleichterung sah Kelso, daß er keine Schwierigkeiten haben würde.
    Er begann mit einfachen Fragen nach Geburtsort und Geburtsdatum der Gefangenen und verfolgte, während die Antworten flüssig gegeben wurden, aufmerksam die Aufzeichnungen der automatischen Schreiber. Die Registriergeräte waren auf der Basis der alten Lügendetektoren entwickelt, ihre Funktionen und Fähigkeiten gegenüber denen der Geräte aus der Frühzeit der Psychophysik ungeheuer erweitert. Was Kelso in diesem Augenblick am meisten interessierte, war die ErinnerungsKennlinie, ein Gehirnstrom,

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