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Rock Rats Saga 03 - Astroidenfeuer

Titel: Rock Rats Saga 03 - Astroidenfeuer Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Ben Bova
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schieße!«

    Erzfrachter Cromwell
    Trotz der Zuversicht, die er auf dem Kommandantensitz nach außen hin demonstrierte, war der Kapitän auf der Brücke der Cromwell ziemlich nervös, während der Seelenverkäufer von Erzfrachter in der Strahlenwolke auf Vesta zuflog. Verstohlen hielt er ein Auge auf die Konsole, die die Strahlungswerte innerhalb und außerhalb des Schiffes anzeigte. Ein grelles rotes Licht besagte, dass die Außensen-soren eine extrem hohe Strahlung registrierten, die einen Menschen in wenigen Minuten getötet hätte. Neben diesem unheilverkünden-den roten Glühen auf der Steuerkonsole meldete eine Kette friedli-cher grüner Lampen, dass die Strahlungswerte innerhalb des Schiffes im normalen Bereich lagen.
    Gut, sagte der Kapitän sich. Bis jetzt. Wir haben noch einen langen Weg vor uns.
    Er hatte mit dem Spezialwaffenmeister besprochen, wie nah sie an Vesta herankommen mussten, bevor sie die Raketen-Dubletten ab-schossen, die die Nanomaschinen enthielten. Sie hatten drei mögliche Szenarien entwickelt. Das erste war der ursprüngliche Angriffsplan – die Flugbahn, der sie folgen würden, wenn alles wie geplant lief und sie von Humphries' Leuten nicht entdeckt wurden. Dies war die Flugbahn, der sie nun folgten: sich im Schutz der Strahlenwolke anpirschen, bis sie den vorherbestimmten Austrittspunkt erreichten.
    Wenn sie auf dem Flug nach Vesta entdeckt wurden oder wenn das Schiff einen technischen Defekt bekam, wie zum Beispiel das Versagen des Strahlenschutzschirms (eine Möglichkeit, bei der es dem Kapitän kalt den Rücken hinunterlief), würden sie die Raketen früher abschießen und hoffen, dass sie nicht gesehen oder von Vestas Verteidigungssystemen abgefangen würden. Der Skipper und der Waffenmeister hatten für diese Eventualität einen Austrittspunkt festgelegt. Es war nur noch sechs Stunden von ihrer derzeitigen Position entfernt.
    Die dritte Option bestand darin, den Angriff überhaupt abzubre-chen. Diese Entscheidung lag im ausschließlichen und alleinigen Er-messen des Kapitäns. Nur eine Katastrophe würde den Abbruch des Angriffs rechtfertigen, zum Beispiel eine gravierende Funktionsstö-
    rung der Systeme des Schiffes oder eine Konfrontation mit HSS-Schiffen.
    Während er blind und taub in der Strahlenwolke kreuzte und die Sensoranzeigen auf der Steuerkonsole beobachtete, sagte der Kapitän sich, dass er von den drei fraglichen Optionen Nummer zwei bevorzugte. Fliegen wir zum frühen Austritts-Punkt, feuern wir die verdammten Raketen auf Vesta ab und verschwinden wir von hier, ehe noch etwas schief geht.
    Er stand vom Kommandantenstuhl auf. Alle vier Besatzungsmitglieder drehten sich von ihren Konsolen zu ihm um.
    »Ich werde mal 'ne Mütze voll Schlaf nehmen«, murmelte er. »Sie lösen sich der Reihe nach für Ihre Freiwache ab. Ms. Yamaguchi, Sie haben das Kommando. Wecken Sie mich in fünf Stunden.«
    »Ja, Sir. Fünf Stunden.«
    Der Kapitän duckte sich durch die Luke. Sein Quartier befand sich direkt achtern der Brücke. Fünf Stunden, sagte er sich. Ich werde die Entscheidung nach einem ausgiebigen Nickerchen treffen, wenn mein Kopf wieder frei ist.
    Er wusste aber jetzt schon, wie die Entscheidung ausfallen sollte.

    Das Hunphries-Anwesen
    In seinem Kellerbüro schaute Humphries' Sicherheitschef mit zunehmender Besorgnis auf die Bildschirme an der Wand neben seinem Schreibtisch. Vier Leute halten zwei Dutzend meiner Leute auf.
    Die blöden Kerle sitzen dort rum wie ein Rudel verängstigter Eichhörnchen. Und nun brennt es auch noch im hinteren Treppenhaus.
    Humphries wird mir deswegen die Hölle heiß machen.
    Zornig hieb er auf die Tastatur auf dem Schreibtisch. »Was, zum Teufel, macht ihr da? Wartet ihr vielleicht noch auf Steaks, um 'ne Grillparty zu veranstalten?«
    Er hatte nur eine Tonverbindung mit seiner Truppe im ersten Stock, keine Bildübertragung. »Ich habe hier sechs Verletzte.«
    »Und ihr habt noch anderthalb Dutzend Gesunde! Schnappt euch die Einbrecher!«
    »Wieso sollten wir bei einem Sturmangriff noch mehr Ausfälle riskieren? Sie haben keine Fluchtmöglichkeit. Wir können sie aushun-gern.«
    »Während das verdammte Haus niederbrennt?«, schrie der Sicherheitschef.
    »Dann werden wir sie eben ausräuchern!«
    Der Sicherheitschef ließ sich das durch den Kopf gehen. Humphries hat sich in der Suite eingeigelt. Sie kommen nicht an ihn ran.
    Das Feuer hat den automatischen Alarm ausgelöst. Das Obergeschoss ist durch Brandschutztüren isoliert. Die

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