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Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds

Titel: Verrat der Welten - Niven, L: Verrat der Welten - Betrayer of Worlds Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Edward M. Larry;Lerner Niven
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verzichtete auf jegliche Förmlichkeiten und rieb mit Nike die Köpfe. »Bringen Sie mich bitte auf den neuesten Stand! Zunächst einmal: Was ist mit den Schiffen der Gw’oth?«
    »Keine Änderung im bisher üblichen Muster«, sang Nike. »Jedes Mal, wenn sie aus dem Hyperraum austreten, sind sie der Weltenflotte noch näher. Ausfallers Agent auf Jm’ho gegenüber wird immer noch behauptet, die Schiffe würden uns passieren, und das in einem Abstand von mindestens einem Lichtjahr.«
    »Was ist mit ...« Baedeker versagten fast die Stimmen. »... unseren Abschreckungsmitteln?«
    »Sind auf dem Weg, Baedeker. Die Gw’oth wurden darauf auch bereits hingewiesen.«
    Wenn das Abschreckungsmittel sie nicht abschreckte, wenn diese Kriegsflotte Hearth noch näher käme, würde Baedeker kapitulieren. Jeder Hinterste würde das tun. Die Herde musste überleben!
    Die Pak vertrauten nur dann ihrem Sieg, wenn sie ihren Feind vollständig vernichteten. Vielleicht aber hatten sich auch die Gw’oth diese Vorgehensweise zu eigen gemacht. Baedeker fragte: »Und wie sieht unser Abwehrstatus vor Ort aus?«
    »Die automatisierte Planetarabwehr ist vollständig bestückt und einsatzbereit. Wir konnten nur zwei bewaffnete Schiffe mit Besatzungen versehen. Die New Terrans weigern sich, uns Schiffe oder Mannschaften zu stellen.«
    Warum sollten die Menschen sich auch auf die eine oder andere Seite schlagen? »Zu welchen Schlüssen kommen Ihre Analysten hinsichtlich der Absichten, die die Gw’oth verfolgen?«
    »Sie halten die Normalraumgeschwindigkeit der Gw’oth-Schiffe für bedeutsam. Auf ihrem aktuellen Kurs und mit ihrer derzeitigen Geschwindigkeit sind die Welten, die am wenigstens gefährdet sind, die der Weltenflotte. Wenn die Fremdweltler uns tatsächlich nur schaden wollen, werden sie keine kinetischen Waffen einsetzen.«
    »Und wollen sie uns tatsächlich nur schaden?« Baedekers Melodien verrieten, dass es eine rhetorische Frage war. Nike machte sich daher auch nicht die Mühe zu antworten. »Nun zu unserer anderen Krise: Was ist mit Achilles?«
    »Erkenntnisse über Achilles«, flötete Nike, »liegen uns nicht vor. Keinerlei Erkenntnisse. Wenn Ausfaller recht hat, und ich fürchte, dass dem so ist, hält sich Achilles ganz in der Nähe versteckt, um im letzten Moment noch zu intervenieren – irgendwie. Das Hyperwellenradar kann sein Schiff nicht von den Schiffen unterscheiden, die Hearth verlassen haben, um die weiteren Geschehnisse abzuwarten.«
    »Und Ausfallers neuer Spion, dieser Louis Wu?«
    »Verschwunden.« Nervös scharrte Nike mit den Hufen über den Terrazzoboden der Veranda. »Ausfaller befürchtet das Schlimmste.«
    Sigmund befürchtete immer das Schlimmste. Würde Ausfaller nicht dazu neigen, im Zweifelsfalle auch zu handeln , hätte er einen ausgezeichneten Bürger abgegeben. Lange Zeit betrachtete Baedeker nur blicklos die tosende Brandung und die schimmernden Wellenkämme auf See. Auch Achilles würde handeln. Was dann? Würde sein Handeln die Lage verbessern oder verschlimmern?
    Schließlich brach Nike das Schweigen. »Für weitere Pläne ist es jetzt zu spät. Vielleicht kann ich am besten dienen, wenn ich an Bord eines Schiffes gehe, um Hearth zu verteidigen.«
    »Am besten können Sie der Herde dienen, indem Sie mir zur Seite stehen«, sang Baedeker seine Erwiderung. »Sollte es zum Äußersten kommen und die Gw’oth uns tatsächlich angreifen, dann werden Sie mich in die Zuflucht begleiten!«
    »Während zweier Demonstrationen, die sich gegen die Tatenlosigkeit der Regierung angesichts der so genannten ›Gw’oth-Bedrohung‹ richteten, kamen heute sechs Bürger ums Leben. Die Demonstranten, die ...«
    Nessus stellte die Nachrichtensendung auf Standbild. Die Nachrichten wurden ihm wie immer über ein Hyperwellenrelais übertragen. Was er sich nicht sofort ansah, wurde im Archiv abgelegt, nur für den Fall, dass Nessus sich je wieder in der Verfassung sähe, das Material in Gänze zu sichten. Jedes Mal, wenn die Aegis in den Normalraum zurückkehrte, sagte sich Nessus, dass die eigentlichen Nachrichten weniger wichtig waren als die Tatsache, dass es überhaupt noch Nachrichten gab . Solange sie gesendet wurden, hatten die Gw’oth Hearth offensichtlich noch nicht zerstört.
    Das wiederum bedeutete, dass Nessus am Ende dieser langen Fahrt nicht seine schier unmögliche Aufgabe erfüllen müsste. Wäre er wirklich fähig, kinetische Waffen gegen Jm’ho und die nahe gelegenen Kolonien zum Einsatz zu

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