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Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition)

Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition)

Titel: Von allen guten Geistern geküsst: Roman (German Edition) Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Bob Mayer , Jennifer Crusie
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dagegen?«
    »Teufel, nein.« Gus trank die Hälfte seines ersten Biers auf dem Tablett und wischte sich über den Mund.
    Weavers Lächeln verblasste, und sie blickte verwirrt drein. »Gus ist Ihr Boss?«, fragte sie verwundert.
    »Tja. Gus und Glenda. Die sind hart, aber fair.« Er versuchte, sie anzulächeln.
    Sie blickte immer noch verwirrt drein. »Ich dachte, Ray Brannigan hat den Park gekauft.«
    »Ray hat nich’ den ganzen Park«, erklärte Gus zornig. »Nur halb.«
    Ethan wandte sich ihm verblüfft zu. »Was? Wie, zum Teufel, hat Ray den halben Park in die Finger gekriegt?«
    Gus machte mit seinem Becher eine vage Kreisbewegung. »Es lief nich’ so gut. Ray sagt, er würd jedem von uns ’n halben Anteil abkaufen, wenn wir mit dem Geld den Park wieder in Schuss bringen. Also ham wir ihm alle die Hälfte verkauft, nur Young Fred hat ihm sein’ ganzen Anteil verkauft, un’ deswegen hat Ray jetz’ die Hälfte.« Gus kippte den Rest des ersten Biers hinunter und wandte sich dem zweiten zu.
    »Die Rechnung stimmt nicht ganz, Gus«, wandte Weaver ein, Ethan aber wollte es nicht in den Kopf, dass seine Mutter zugelassen hatte, dass der halbe Park verkauft wurde.
    »So schlimm war es?«, fragte er Gus. »Warum habt ihr mich nicht verständigt?«
    »Du kennst doch Glenda«, sagte Gus. »Macht immer gern alles selbst.«
    »Quatsch«, versetzte Ethan. Ray als Besitzer von fünfzig Prozent des Parks war eine einleuchtende Erklärung dafür, warum es mit Glenda so sehr bergab ging. Stress konnte jeden zermürben. Das wusste er genau.
    Er warf einen Blick zur Bar, aber Ray war fort. Dann erspähte er ihn mitten in einer Gruppe von Leuten, die alle betrunken lachten, nur er nicht. Er hielt wieder seine Eisenmünze in der Hand. Versager.
    »Ist schon in Ordnung«, murmelte Gus, der Ethans Blicken gefolgt war. »Er mischt sich kaum ein. Und Mab macht ihre Sache wirklich gut; Park sieht aus wie neu. Wir hatten ’ne gute Sommersaison, viele Leute sind gekommen, um zu sehen, wie alles in Ordnung kommt. Nächstes Jahr geht’s uns wieder gut.«
    »Mab?«, mischte Weaver sich ein, und Ethan wurde bewusst, dass der Alkohol ihn unvorsichtig machte; sie hatten alles vor fremden Ohren besprochen.
    »Mab ist der Rotschopf, den Sie gerade gemustert haben«, erwiderte Ethan mit einer Geste zur Bar.
    Weaver wandte sich um, aber Mab und der Fremde waren verschwunden. Sie drehte sich Gus zu. »Ach ja. Ich erinnere mich. Netter Hut. Brannigan hat sich also in den Park eingekauft, aber er mischt sich nicht ein.« Sie sah Ethan an, noch immer lächelnd, aber jetzt mit schmalen Augen. »Und Sie sind nur der Sicherheitsdienst.«
    Autsch , dachte Ethan und trank den Rest seines Biers. Er musste noch immer daran denken, wie Ray sich hineingedrängt hatte und wie schlimm das für Glenda gewesen sein musste.
    Gus beugte sich zu Weaver vor. »Wer sind Sie, Lady?«
    »Ach, ich bin ein großer Fan.« Weaver erhob sich, umrundete den Tisch und setzte sich neben Ethan. Sie warf einen Blick auf sein Hüfthalfter. »Riesiger Schießprügel.«
    »Mark-23 SOCOM«, erwiderte Ethan und dachte sich, dass ihr das nichts sagte.
    »Darf ich sie mir ansehen?«
    Ethan runzelte die Stirn. Gib niemals deine Waffe aus der Hand , das war eine Regel, die sie ihm in jedem Training in der Armee eingehämmert hatten. Er zog die Waffe aus dem Halfter, nahm das Magazin heraus, holte die Kugel aus der Kammer und reichte sie ihr.
    »Schwer«, kommentierte Weaver, aber sie hielt die Waffe, als sei sie federleicht. Sie wog sie in einer Hand. »Gute Balance.«
    Mit einer schnellen Bewegung schob sie die Pistole in das Halfter zurück, bevor Ethan reagieren konnte, und als sie den Halteriemen mit einem Knopfdruck schloss, glitten ihre Finger über Ethans Oberschenkel.
    Ethan wusste nicht, was er sagen sollte, doch da stand sie schon auf und blickte auf ihn hinunter, während er ihre hautengen Jeans anstarrte, und zog dann eine Karte aus ihrer Jackentasche und reichte sie ihm. »Wenn irgendetwas … Aufregendes geschieht, rufen Sie mich an. Ich würde so gern eine spannende Dreamland -Story erleben. Oder rufen Sie mich einfach so an. Wir können auch über Ihren Schießprügel diskutieren.«
    Ethan warf einen Blick auf die Karte. Sie enthielt nur eine Telefonnummer. Wenigstens habe ich ihre Nummer, dachte er. »Also«, begann er, doch als er aufblickte, sah er, dass sie bereits ging.
    Sie sah noch im Davongehen großartig aus.
    Ethan wurde bewusst, dass sie eine ungeladene

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