Wächter der Macht 01 - Intrigen
die Flucht geschlagen zu werden, weil sich dadurch der Gedanke aufdrängen würde, dass sie von Anfang an einen Fehler gemacht hätten. Und die Corellianer werden nicht einmal anfangen, über friedliche Lösungen des Konflikts nachdenken, während Besatzungstruppen auf Tralus sind.«
Seine Miene wandelte sich von traurig zu absolut unglücklich. »Es kann keinen Frieden geben, ehe die GA nicht durch einen Kriegsakt aus diesem System vertrieben wurde, und Ihr wisst das. Und wenn Ihr die GA-Regierung über unsere Pläne unterrichtet, wird es uns nicht gelingen, sie erfolgreich zu vertreiben. So einfach ist das.«
Leia schwieg einen langen Augenblick. Schließlich sagte sie: »Ich habe Euch unterschätzt, Premierminister. Ihr seid berechnender, als ich dachte.«
»Bin ich das?« Er warf ihr ein bescheidenes Lächeln zu. »Eigentlich frage ich mich eher, ob ich - wenn Meuchelmörder oder das Exekutionskommando vom Kriegsgericht zu mir kommen - das, was sie mit mir machen werden, begrüßen werde oder nicht.« Er zuckte die Schultern. »Für den Augenblick sind die einzigen Streitkräfte, die mir meines Wissens treu ergeben sind, vier YVH-Droiden, die mein Bruder zu meiner Sicherheit programmiert hat. Ich hoffe, dass ihr mir. nachdem ihr Zeugen dieses Treffens geworden seid, sagen könnt, ob es noch irgendwelche anderen gibt. Oder zumindest die Illoyalität anderer bestätigen könnt, von denen ich dergleichen vermute. Das wäre hilfreich.«
»Wir werden es uns überlegen«, sagte Han. »Ich denke, wir werden uns Euer kleines Treffen ansehen und dann entscheiden, was zu tun ist.«
»Um mehr wollte ich euch auch nicht bitten.« Teppler erhob sich, und die Solos taten es ihm gleich. »Meine Droiden kommen zurück, um euch zu holen, wenn es sicher ist. euch hier rauszuschmuggeln. In der Zwischenzeit werden die polarisierte Farbe des Fensters hier und die Dunkelheit in dieser Kammer verhindern, dass irgendjemand von dort unten euch sieht.«
»Was bedeutet, wir sollten besser nicht das Licht einschalten«, sagte Han mit trockenem Humor.
Teppler starrte ihnen einen langen Moment an, dann brachte er ein kleines Lächeln zustande. »Exakt das bedeutet es.«
Sobald sie vor der Computerkonsole in Thrackans Quartieren Platz genommen hatte, kostete es Mara nicht ganz drei Minuten, um sein Sicherheitssystem zu knacken.
Als Erstes war der medizinische Teil des Identifikationsvorgangs an der Reihe. Sie benutze eine Pipette, um einen einzelnen Tropfen von Thrackans Blut auf einer Sensornadel zu platzieren, die sich in einer Vertiefung in der Konsolenoberfläche befand. Das Blut, das ihm bei einem Arztbesuch abgenommen worden war, war erst kürzlich vom Geheimdienst der Galaktischen Allianz erworben worden, auf illegale Weise und zu einem extravagant hohen Preis. Dann waren da seine Fingerabdrücke. Der durchsichtige, beinahe nicht bemerkbare Handschuh, den Mara anhatte, trug seine Abdrücke und genügte für die meisten Sicherheitszwecke.
An dritter Stelle kam die visuelle Bestätigung. Kurz bevor der
Computer zu diesem Teil der Sicherheitsprozedur kam, aktivierte Mara ein kleines Holoprojektor-Scangerät, das ihr Gesicht erfasste, es vermaß und eine dreidimensionale Nachbildung von Thrackans Zügen über ihre eigenen legte. Das Gerät wäre nicht imstande gewesen, irgendein Lebewesen an der Nase herumzuführen, aber der Computerscanner akzeptierte das Abbild.
Anschließend ging es darum, das korrekte Passwort einzugeben. Mara bekam es beim dritten Versuch hin.
Tiu. die sich jetzt über ihre Schulter lehnte, fragte: »Was war's?«
»Der Name einer seiner Mätressen.« Mara schüttelte angesichts der Offensichtlichkeit dieser Wahl den Kopf. »Jetzt lass uns ein bisschen herumschnüffeln.«
Und sie schnüffelte herum; sie lud alles, was sie sich ansah, in ihr eigenes Datenpad. Nicht dass es übermäßig viel gewesen wäre. »Offenbar leitet er all seine Daten und Aufzeichnungen in ein System im Regierungsgebäude weiter«, beschwerte sie sich. »Er ist sehr ordentlich. Nicht gut für uns.«
»Also war das alles für nichts und wieder nichts?« Tius abgeklärte Jedi-Maske geriet für einen kurzen Moment ins Wanken. »All diese Tage mit schrecklichem, würzigem corellianischem Essen?«
Mara grinste. »Vielleicht nicht für nichts und wieder nichts. Wir müssen einfach bloß tiefer vordringen.«
Sie stieß auf Sicherheitsroutinen und Passwörter, die das künftige Verlassen und Betreten dieses Gebäudes wesentlich
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