Wächter der Macht 01 - Intrigen
erleichtern würden - zumindest bis sie geändert wurden. Sie entdeckte schlecht versteckte persönliche Akten, die von den Sicherheitskräften auf dem Computersystem des Gebäudes belassen worden waren, viele davon enthielten Beweise für die
Erpressung anderer Agenten, Privatbürger und rangniederer Regierungsbeamter.
Und dann fand sie, wonach sie suchte: eine Nachricht, die vor einigen Tagen eingetroffen war.
»>An Thrackan Sal-Solo, Staatschef, Corellia, mit besten Grüßen und größtem Respekt<«, las sie. »>Lasst mich diese Botschaft beginnen, indem ich Euch ein Geschenk mache. Das Geschenk des Wissens: Das bevorstehende Treffen zwischen Abgesandten der Corellianer und der Regierung der Galaktischen Allianz wird auf der Toryaz-Station im Kuat-System stattfinden.< Nun, damit hatte er oder sie recht.«
»Wer hat die Nachricht geschickt?«, fragte Tiu.
»>Leider ist dieses Geschenk allein nicht von großem Nutzen, da die Sicherheitsvorkehrungen auf der Station beeindruckend sein werden. Doch zum Glück verfüge ich auch über diesbezügliche Informationen. Ich kann für die Dauer ihres Aufenthalts hier jederzeit mit genauen Einzelheiten über die Standorte aller Delegierten dienen, ebenso wie über die Sicherheitsmaßnahmen, durch die sie geschützt werden.<«
»Hier«, wiederholte Tiu. »Also hat sich derjenige, wer auch immer das geschrieben hat, bereits auf der Toryaz-Station befunden.«
»Nicht notwendigerweise. Die Wortwahl könnte absichtlich so gewählt sein, um Thrackan genau davon zu überzeugen. >Sollten diese Informationen für Euch von Interesse sein, nehmt bitte zu den angezeigten Zeiten über die HoloNetz-Frequenz, die Ihr unten seht, Kontakt zu mir auf. Standardverschlüsselung. Benutzt den Inhalt meiner nächsten Nachricht als Chiffrierschlüssel.< Dann sind da noch die Zeit-und Frequenzangaben.«
»Kein Name?«
»Kein Name.« Mara überprüfte die Dateienliste auf Folgenachrichten, die die gleichen Merkmale aufwiesen wie diese hier. »Ich finde keine Hinweise auf die Nachricht mit dem Chiffrierschlüssel. Vermutlich wurde sie auf anderem Wege zugestellt.«
»Ich empfinde keinerlei Feindseligkeit gegenüber dem Absender dieser Nachricht.«
»Tust du nicht?« Mara schaute überrascht zu Tiu auf.
»Nein. Also ist es in Ordnung, wenn ich ihn umbringe, richtig?«
Mara grinste. »Selbsttäuschung ist nie eine gute Idee, Tiu.«
»Außer man amüsiert damit einen Jedi-Meister.«
»Nun. stimmt.«
Tiu wurde ernst. »Aber die Tatsache, dass Thrackan diese Nachricht erhalten hat, bedeutet nicht, dass er für diese Informationen bezahlt hat. Er ist nicht notwendigerweise derjenige, der für den Angriff verantwortlich ist.«
»Doch, das ist er. Ganz gleich, ob er auch die folgenden Informationen bekommen und die Killer losgeschickt hat. oder nicht. Das Ganze nicht CorSic und Premierministerin Saxan zu melden, stellt Verrat dar. Betrug. Ob er die Attentäter selbst beauftragt oder bloß Informationen unterschlagen hat. er ist zumindest teilweise für Saxans Tod und das Schlamassel, in dem wir stecken, verantwortlich.«
»Oh.« Tius Gesicht hellte sich auf. »Nun. wenn das so ist, ihm gegenüber empfinde ich auch keine Feindseligkeit. Kann ich.«
»Nein.« Mara blickte auf. als könne sie durch die dazwischen liegenden Stockwerke in die Kammer hinaufschauen, durch die sie den Bunker betreten hatten. »Dieses Fluchtgefährt - hat es einen Hyperantrieb?«
»Hat es.«
»Ich nehme allerdings an. wenn wir an Bord gehen und uns den Weg hier rausballern, haben wir innerhalb von Sekunden CorSic-Kampfjäger an den Fersen.«
»Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Und ich hatte keine Möglichkeit, diese Annahme zu bestätigen oder zu widerlegen - aber ich bezweifle es.«
»Erklär's mir.«
»Das Schiff ist für Thrackan, für seine Flucht. Eins der Dinge, denen er womöglich entfliehen will, ist die rachsüchtige Verfolgung durch neue Regierungsmächte, die ihn aus dem Amt gejagt haben, und diese Regierungsmächte könnten ihm CorSic auf den Hals hetzen. Ich wette also, dass er das Schiff mit Transpondercodes ausgestattet hat. die als gut und gültig angesehen werden, in jedem Fall, bis sämtliche Spuren von Thrackan aus den Computern gelöscht sind.«
Mara nickte zustimmend. »Was eine Weile dauern könnte, besonders, wenn ich einen bösartigen Code in diese Maschine einspeise und lange genug warte, sodass damit vernetzte Computer ihn ebenfalls abfragen. Danach, würde ich sagen, stehlen wir
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