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09 - Befehl von oben

09 - Befehl von oben

Titel: 09 - Befehl von oben Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Tom Clancy
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worden. Dann würden die Kinder auch in normalen Autos fahren statt in gepanzerten Suburbans.
Und was SURGEON betraf, ihr Hubschrauber wartete.
Verdammt! Es kehrte alles wieder. Sie war mit Klein Jack schwanger gewesen, da hatte sie erfahren müssen, daß Terroristen ... Warum zum Teufel hatte sie dem hier nur zugestimmt? Und der Gipfel war doch, daß sie mit dem vermutlich mächtigsten Mann der Welt verheiratet war, doch er und seine Familie - alle mußten sie ihre Befehle von anderen entgegennehmen.
»Ich weiß, Doc.« Das war die Stimme von Roy Altman, ihrem Hauptagenten. »So leben zu müssen ist doch die Hölle, nicht?«
Cathy drehte sich um. »Lesen Sie Gedanken?«
»Gehört zu meinem Job, Ma'am, ich weiß ...«
»Bitte, mein Name ist Cathy. Jack und ich, wir sind beide >Doktor Ryan<.«
Altman wurde beinahe rot. Mehr als eine First Lady hatte sich mit dem Amtsantritt ihres Mannes königliche Allüren zugelegt, und die Kinder von Politikern zu bewachen war auch nicht immer die reinste Freude, doch die Familie Ryan, darin war sich das ganze Detail inzwischen einig, war ganz und gar nicht wie die Leute, die sie sonst zu beschützen hatten. In mancher Hinsicht war das nicht gerade toll, aber es war unmöglich, sie nicht zu mögen.
»Hier.« Er übergab ihr eine Mappe, ihre Fälle für heute.
»Zwei Eingriffe, dann Nachbehandlungen«, sagte sie zu ihm. Na, wenigstens konnte sie während des Fluges schon etwas Papierkram erledigen. Das war doch ganz geschickt.
»Ich weiß. Wir haben mit Professor Katz verabredet, uns auf dem laufenden zu halten - so können wir uns Ihrem Tageskalender besser anpassen«, erklärte Altman.
»Überprüfen Sie auch meine Patienten?« fragte Cathy Scherzes halber.
»Ja. Krankenhausberichte liefern Namen, Sozialversicherungsnummern und Geburtstage. Wir führen NCIC-Checks durch und Checks gegen unsere eigene Liste von - na, von Leuten, auf die wir ein Auge haben.«
Der Blick, den die Erklärung hervorrief, war nicht gerade freundlich, doch Altman nahm ihn nicht persönlich. Sie gingen zurück ins Gebäude und ein paar Minuten später wieder hinaus zum wartenden Hubschrauber. Neue Kameras waren postiert worden, wie Cathy bemerkte, um das Ereignis festzuhalten, als Colonel Hank Goodman die Motoren zündete.
In der Einsatzzentrale des US Secret Service, ein paar Blocks entfernt, gab es Veränderungen an der Schautafel. POTUS (President of the United States) wurde auf dem roten LED-Display angezeigt als im White House. FLOTUS (First Lady of the United States) wurde angezeigt als unterwegs. SHADOW, SHORTSTOP und SANDBOX wurden auf einer anderen Tafel dargestellt. Dieselbe Information wurde über sichere digitale Funkverbindung an Andrea Price übermittelt, die vor dem Oval Office saß und die Zeitung las. Weitere Agenten befanden sich bereits in der St. Mary's Catholic School und im Giant Steps Day Care Center, beide in der Nähe von Annapolis, sowie im Johns Hopkins Hospital. Die Maryland State Police wußte, daß die Ryan-Kinder die US-Route 50 entlangrollten, und hatten entlang der Fahrtroute weitere Polizeiautos postiert, um Polizeipräsenz zu demonstrieren. Im Augenblick folgte SURGEONS Marine-Helikopter ein zweiter, und ein dritter, mit einem Team schwerbewaffneter Agenten an Bord, hielt Schritt mit den drei Kindern. Wenn ein ernsthafter Attentäter unterwegs wäre, würde er die unverhohlene Zurschaustellung der Kräfte sicher nicht übersehen. Die Agenten in den fahrenden Autos waren im üblichen Bereitschaftsgrad, hielten Ausschau nach Autos, die zu oft auftauchten. Als solche unkenntliche Wagen des Secret Service fuhren einzeln umher und taten dasselbe in der Rolle normaler Pendler. Die Ryans würden nie wirklich wissen, wie viele Sicherheitskräfte sie umschwärmten, es sei denn, sie fragten danach.
Ein normaler Tag hatte begonnen.
*
    Es half kein Verleugnen mehr. Sie brauchte auch Dr. Moudi nicht, um es zu wissen. Die Kopfschmerzen waren stärker geworden, die Erschöpfung schlimmer. Genau wie beim kleinen Benedikt Mkusa, hatte sie gedacht, dann aber gehofft, es wäre ein Wiederaufbrechen ihrer alten Malaria; das erstemal, daß sie je einen solchen Gedanken gehegt hatte.
    Aber dann waren die Schmerzen gekommen, nicht in den Gelenken, sondern vor allem im Magen, und das war wie das Betrachten einer nahenden Wetterfront, gewaltige weißen Wolken, die ein mächtiges Gewitter mit sich brachten, und ihr blieb nichts anderes übrig, als zu warten und zu fürchten, was weiter kam, denn sie

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