Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Anita Blake 02 - Bllutroter Mond

Anita Blake 02 - Bllutroter Mond

Titel: Anita Blake 02 - Bllutroter Mond Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Laurell K. Hamilton
Vom Netzwerk:
wütenden Küchenchef genügte eine kleine Dosis.
     
    Als er die Sprache wiederfand, redete er ruhig und vernünftig. »Ich führe eine saubere Küche.«
     
    Charles schüttelte den Kopf. »Sie dürfen bei der Essenszubereitung keine Zombies einsetzen. Das ist verboten. Die Hygienebestimmungen verbieten Zombies in der Nähe von Nahrungsmitteln.«
     
    »Mein Gehilfe ist ein Vampir. Auch er ist tot.«
     
    Charles verdrehte die Augen. Ich fühlte mit ihm. Ich hatte ein- oder zweimal die gleiche Diskussion mit einem Küchenchef geführt. »Vampire werden vom Gesetz nicht mehr als Tote angesehen, Mr Kim. Zombies aber wohl.«
     
    »Ich verstehe nicht, warum.« »Zombies verwesen und übertragen Krankheiten wie jeder andere Kadaver auch. Nur weil sie umherlaufen, heißt das nicht, dass sie keine Krankheitserreger haben.«
     
    »Ich ...«
     
    »Entweder halten Sie die Zombies aus der Küche fern, oder wir werden sie schließen. Haben Sie das begriffen?« »Und Sie müssten dem Besitzer erklären, warum sein Geschäft kein Geld abwirft«, half ich nach und sah lächelnd zu beiden auf. Der Küchenchef sah ein wenig blass aus. Sieh an. »Ich ... ich verstehe. Ich werde dafür sorgen.« »Gut«, sagte Charles.
     
    Der Chef schoss mir einen ängstlichen Blick zu, dann schlängelte er sich zurück in die Küche. Es war komisch, wie Jean-Claude immer mehr Leuten Angst einflößte. Er war einer der zivilisierteren Vampire überhaupt gewesen, bevor er der Oberblutsauger wurde. Macht korrumpiert.
     
    Charles setzte sich mir gegenüber. Er schien für den Tisch zu groß zu sein. »Ich habe die Nachricht bekommen. Was ist los?« »Ich brauche einen Begleiter fürs Tenderloin.«
     
    Es ist schwer zu sagen, wann Charles errötet, aber er wand sich auf seinem Stuhl. »Was um alles in der Welt wollen Sie da?« »Ich muss jemanden suchen, der dort arbeitet.« »Wen?« »Eine Prostituierte«, sagte ich.
     
    Er wand sich wieder. Als hätte man einen Berg vor sich, dem unwohl ist. »Caroline wird das nicht gefallen.« »Erzählen Sie's ihr nicht«, schlug ich vor. »Sie wissen, Caroline und ich belügen uns nicht, bei gar nichts.«
     
    Ich bemühte mich, ein neutrales Gesicht zu machen. Wenn Charles seiner Frau jeden seiner Schritte zu erklären hatte, dann war das seine Entscheidung. Er brauchte sich von Caroline nicht kontrollieren zu lassen. Er entschied sich dazu. Aber es nervte mich wie eine professionelle Zahnreinigung.
    »Sagen Sie ihr einfach, dass Sie einen zusätzlichen Arbeitsauftrag haben. Sie wird nicht nach den Einzelheiten fragen.« Caroline fand unsere Arbeit unanständig. Hühner köpfen und Zombies erwecken, wie unkultiviert. »Wozu müssen Sie diese Prostituierte finden?«
     
    Ich überging die Frage und antwortete etwas ganz anderes. Je weniger Charles über Harold Gaynor wusste, desto besser für seine Sicherheit. »Ich brauche nur einfach jemanden, der bedrohlich wirkt. Ich will nicht irgendeinen armen Blödmann erschießen müssen, weil er meint, er könnte sich an mich heranmachen. Verstehen Sie?«
     
    Charles nickte. »Ich werde mitkommen. Ich bin geschmeichelt, dass Sie mich darum bitten.«
     
    Ich lächelte ihn ermutigend an. Die Wahrheit war, dass Manny gefährlicher und eine bessere Unterstützung wäre. Aber er sah nicht gefährlich genug aus. Charles schon. Ich brauchte heute Nacht einen guten Bluff, keine Feuerkraft.
     
    Ich sah auf die Uhr. Es war beinahe Mitternacht. Jean-Claude hatte mich eine Stunde lang warten lassen. Ich drehte mich um und fing Willies Blick auf. Er kam sofort zu mir. Ich nahm mir vor, diese Macht nur zum Guten zu gebrauchen.
     
    Er beugte sich zu mir herunter, aber nicht zu nah. Er sah zu Charles und grüßte ihn mit einem Nicken. Charles nickte zurück. Der Stoiker schlechthin.
     
    »Was wollen Sie?«, fragte Willie. »Ist Jean-Claude nun so weit oder nicht?« »Ja, ich war gerade auf dem Weg, um Sie zu holen. Ich habe nicht gewusst, dass Sie heute Abend in Gesellschaft sein würden«, sagte er mit einem Blick auf Charles.
     
    »Er ist ein Mitarbeiter.« »Ein Zombiewecker?«, fragte Willie. Charles antwortete: »Ja.« Seine Miene war unbewegt, sein Blick leise drohend. Willie schien es zu beeindrucken. Er nickte. »Sicher, Sie haben hinterher einen Zombieauftrag zu erledigen?«
     
    »Genau«, sagte ich. Ich stand auf und sprach leise mit Charles, obwohl die Wetten hoch standen, dass Willie es hören konnte. Sogar die ganz neuen Toten hören besser als jeder

Weitere Kostenlose Bücher