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Armageddon 1 - Das Musical

Armageddon 1 - Das Musical

Titel: Armageddon 1 - Das Musical Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Robert Rankin
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ihn repariert. Er geht wieder«, sagte Rex Mundi, als der
    Aufzug zu neuem Leben erwachte. Christeen bedachte ihn mit einem
    mißbilligenden Blick. Rex zwinkerte ihr fröhlich zu.
    »Gut gemacht, Rex.« Elvis spannte den Abzug eines brutal aussehen-
    den Stückes Stahl. Und schob Fergus etwas in die Hand, das aussah wie
    eine Strahlenpistole.
    »Sie haben da offensichtlich einen Popel unter der Nase«, stel te er fest.
    »Das ist Blut.« Fergus Shaman warf einen unglücklichen Blick in Chris-
    teens Richtung und wischte sich mit dem Ärmel über seinen besudelten
    Zinken. Der Aufzug passierte das achtzehnte Stockwerk und fuhr weiter.
    Im achtzehnten Stock genossen zwei wohlbekannte Gentlemen, inzwi-
    schen sehr elegant gekleidet in Barbourjacken und Tweedmützen, ein
    frühes Abendessen, das in Form eines Skriptgirls dahergekommen war.
    »Gib mal das Salz rüber, alter Junge«, sagte Rambo Blutaxt.
    »Oh«, sagte Eric Todesklinge. »Wir sind es. Ich dachte, wir wären tot?«
    »Nicht ein Stück. Wir sind einfach in Deckung gegangen, als der Flug-
    wagen mit dem King ohne uns abgehoben hat. Und seitdem halten wir
    uns hier versteckt.«
    »Oh«, sagte Eric einmal mehr. »Das ist mir nicht bewußt gewesen. A-
    ber vermutlich hätte es durchaus so sein können, ja.« Er betastete seinen
    Kopf. »Schade, aber mir fehlt immer noch ein halbes Gehirn.«
    »Kopf hoch, mein alter Sperber. Die Tatsache, daß wir wieder zurück
    im Plot sind, kann nur bedeuten, daß es auch einen Grund dafür gibt.
    Paß doch auf, du hast deine Serviette in das Essen getaucht. Du machst
    dich noch ganz schmutzig!«

    Danach sah ich: Eine Tür war geöffnet im Himmel und die erste Stimme, die ich hörte, klang wie Posaunen und Trompeten.
    Offenbarung 4,1

    »Und jetzt die Posaune«, sagte Mungo Madoc. Über dem Planeten, der
    im Kegel aus Laserlicht schwebte öffnete sich knarrend eine Fal tür, und
    der zerbeulte Schal becher einer Trompete schob sich hervor. »Taraaa,
    taraaa«, machte die Trompete ein wenig disharmonisch. »Hört ihr Leut’
    und laßt euch sagen…«
    Jason Morgawr kaute auf seinen Fingernägeln. »Auf einem kleinen
    Schirm ist die Wirkung ungleich besser«, sagte er verlegen.

    »Die hohe Kunst des Gleichgewichts…« Dan stand wieder mit beiden
    Beinen auf dem Boden, doch der Anblick war um keinen Deut weniger
    imposant. »… zerbrechlich. Fragil. Die perfekte Balance zwischen Liebe
    und Haß, zwischen Krieg und Frieden, zwischen geistiger Gesundheit
    und Wahnsinn, Leben und Tod. Und so weiter. Tippt man die Waag-
    schale auf der einen oder anderen Seite an, geht das Gleichgewicht verlo-
    ren. Die gesamte Harmonie ist gestört, und dann…« Dan suchte nach
    Worten, nach einem passenden Beispiel. In der Ferne ertönte ein ekel-
    haftes Quatschen, als der leblose Körper von Hubbard dem Dreiund-
    zwanzigsten auf dem Boden aufschlug.
    »Genau so«, sagte Dan. »Peng.«
    »Peng?« erkundigte sich die noch immer auf al en Vieren kauernde
    Mrs. Vrillium.
    »Peng. Krach bumm peng. Wie auch immer. Chaos und Unordnung.
    Und doch haben seit fünfzig Jahren Harmonie und Frieden zwischen
    den Großen Drei geherrscht, oder nicht? Und warum war das so? Weil
    ich es so wol te, deswegen. Diese Ameisen in ihren Bunkern, vor den
    Fernsehterminals… wir brauchen sie genauso, wie sie uns brauchen. Ein
    einzelner von ihnen ist entbehrlich, nichts weiter als Müll, Abfall. Aber in Massen repräsentieren sie eine ganze Nation, ein Imperium. Wir hätte sie
    nie im Leben al e ernähren können, das haben Sie in der kurzen Zeit
    selbst festgestellt. Deshalb mußte das Gleichgewicht zwischen den Gro-
    ßen Drei bewahrt bleiben. So lange, wie ich es für richtig hielt. Ich hätte diesen Hubbard und die päpstliche Hyäne jederzeit vernichten können,
    wann immer ich gewol t hätte! MUTTER hat sich schon vor Jahren ei-
    nen Weg in ihre Netzwerke gehackt. Sie hätte sie abschalten können,
    wann immer ich es befohlen hätte. Ich habe al es unter Kontrolle, nie-
    mand außer mir. Verstehen Sie das? Ich herrsche über den gesamten
    verdammten Planeten.«
    »Ich möchte Ihre Kinder austragen«, sagte Gloria, was, wenn schon
    nichts anderes, eine ziemlich unerwartete Reaktion war.

    Die Aufzugstüren öffneten sich und kündeten von der Ankunft Rex
    Mundis und seiner revolutionären Kameraden.
    »Hallo, Gloria«, sagte Rex Mundi. »Dein Glück scheint dich verlassen
    zu haben.«
    Dan schloß die Augen. »Was geschehen ist, kann nicht wieder

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