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Aszendent zauberhaft

Aszendent zauberhaft

Titel: Aszendent zauberhaft Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Jones Christina
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hinreißen lassen und bei einer meiner Sitzungen den Zauber mit allem Drum und Dran verwendet. Die Fünf Fragen und die Roma-Beschwörung. Mehrere Paare, die ein Auge aufeinander geworfen hatten, hatten mich gebeten, es an ihnen auszuprobieren, und das habe ich gemacht. Leider hat die enorme Joy dann einige von ihnen, äh, bei ihrer abendlichen Runde mit dem Schlummertrunk in ihren Appartements in flagranti erwischt.«
    »In flagranti?« Phoebe quietschte vor Lachen. »Was? Sie meinen – alte Leute – wirklich voll in Aktion?«

    »Wirklich. Hüllenlos und ohne Tabus. Alte Leute mögen diesbezüglich vielleicht ein bisschen langsamer sein als ihr Jungen, aber sie wissen immer noch, wie es geht, meine Liebe. Die enorme Joy wusste nicht, wohin mit ihren Augen – und dem Kakao. Es gab einen Riesen-Ärger, meine Liebe, das können Sie sich bestimmt vorstellen. Die fraglichen Paare standen dauerhaft unter dem Liebeszauber und konnten nicht mehr voneinander lassen.«
    Phoebe kicherte erheitert. »Und was wurde aus ihnen?«
    »Ach, schließlich wurden neue Heime für sie gefunden, wo sie in Doppelzimmern untergebracht werden konnten, und ich wurde verwarnt, nie wieder solchen Hokuspokus zu veranstalten. Und an dem Punkt kommen Sie nun ins Spiel. Natürlich nicht, um im Aufenthaltsraum für Sodom und Gomorrha zu sorgen, aber um mit einigen meiner, äh, interessanteren Methoden das Leben hier ein wenig aufzupeppen.«
    Phoebe lachte immer noch. »Aber ich kann doch nicht … Ich meine … Ach, hören Sie, vielleicht glaube ich nicht an Ihren geheimen Geburtstagszauber, aber selbst wenn ich es täte – ich habe keine Roma-Vorfahren und auch nicht Ihre angeborenen Fähigkeiten. Ich bin eine schlichte Amateurastrologin, wie sollte ich so etwas echt Übersinnliches denn hinkriegen?«
    »Ach, machen Sie sich da mal keine Sorgen, ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie eine angeborene magische Begabung haben, Phoebe, auch wenn Sie sich dessen vielleicht nicht bewusst sind. Und ich bringe Ihnen alles bei, was Sie wissen müssen, um die Antworten auf die Fünf Fragen so zu interpretieren, dass Sie die Geburtstagsglückszahlen erkennen. Was sagen Sie dazu?«
    Was Phoebe in Wirklichkeit sagen wollte, war Danke, denn zum ersten Mal seit der Hochzeit-die-nie-stattfand spürte sie
wieder ein Kribbeln der Begeisterung, ein Prickeln der Neugierde auf überhaupt irgendetwas.
    Es war eine Offenbarung.
    Essie beugte sich vor. »Schlafen Sie darüber, meine Liebe. Sie müssen sich nicht heute Abend entscheiden. Ach, aber ehe Sie gehen, kann ich Ihnen sagen, dass Ihr idealer Partner, Ihr Geburtstags-Glückspartner, am ersten April geboren wurde.«
    Phoebe lachte. »Ja, ist gut. Der arme Kerl. Um sich mit mir einzulassen, müsste er ja auch wirklich ein Aprilscherzkeks sein. Hören Sie, ich danke Ihnen für das wunderbare Abendessen, und für all Ihr Vertrauen in diesen Dingen, und ich werde gewiss darüber nachdenken. Vielleicht könnte ich wieder zu Ihnen kommen, wenn ich nächstes Mal zum Friseurabend hier bin?«
    »Ja, ja, tun Sie das, meine Liebe. Das wäre schön. Ich bin sicher, wir könnten wirklich gut zusammenarbeiten. Ach, hatten Sie mich nicht noch irgendetwas anderes fragen wollen?«
    Sie wurden von einem lauten Klopfen an der Tür unterbrochen.
     
    »Entschuldigen Sie.« Essie stand auf. »Wahrscheinlich Prinzessin oder Lilith oder vielleicht auch Bert. Die schauen meistens vor dem Schlafengehen noch einmal herein. Einen Moment bitte.«
    Als Essie zur Tür ging, lehnte Phoebe sich in dem unbequemen Sessel zurück und lächelte versonnen. Warum eigentlich nicht? Es war natürlich total verrückt, aber auf eine so wunderbar nette Art – genau die richtige Art von Verrücktheit, die sie brauchte, um sich abzulenken. Mal etwas ganz anderes. Etwas Albernes und Überirdisches. Etwas, das den dumpfen Schmerz der Leere und Einsamkeit vertreiben könnte.
    »… wie schön, Sie wiederzusehen, natürlich …«, hörte sie
Essies Stimme von der Tür her. »Und ich freue mich sehr, dass unser kleiner Plan gelungen ist.« Sie lachte. »Wirklich? Hat sie das? Ach, ist ja wunderbar. Hören Sie, ich habe gerade Besuch, aber je voller, desto toller. Kommen Sie doch herein, mein Lieber, und wir besprechen das noch ausführlicher. Hier entlang.«
    Phoebe, die gerade beschlossen hatte, auf Essies Frage zum Geburtstagszauber laut und deutlich Ja zu antworten, egal wie bescheuert es auch sein mochte, machte Anstalten aufzustehen.
    Doch auf einmal war

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