Bismarck 04
Daneben vorn 103., 37., 34. D., dahinter 33. D., 22. R. D. Mitte: 1. bayr. 36., 238., dahinter 5. Korps, 35. R. D. in fester Grabenstellung 10., 7. R. D., weiter nördlich 45. R., 50. D., dahinter 5. G., 231., zuhinterst 1. G. D. Rechte: 28., 88., 113., dahinter 5., 206., 6., zuletzt 23. Somit 6 D. links, 13 Mitte, 7 rechts, wozu aber beim Vorgehen über die Somme 5 der Mitte übertraten. Wir sehen bei diesen 26 D. die verschiedensten Stämme bunt durcheinander, nur 3., 5., 16. K. beisammen, 4. R. K. an zwei Stellen auseinander, sonst je eine Div. 12., 14., 17., 20. K. und 1. bayr. K., dazu 6 D. späterer Formierung und sechs ältere bewährte R. D. nebst 2 G. D. Von 6 anderen nachgeschickten scheinen nur zwei ernstlich gekämpft zu haben, so daß 28 D. Hutiers die mindestens gleiche Zahl französisch-englischer völlig in die Flucht schlugen. Was den Angriff im Avretal festbannte, obschon alle Höhen in deutschen Händen, ist unklar. Man spricht von außerordentlich heftigem Geschützfeuer Fochs, doch dürfte das Auftreten der Amerikaner hier nicht ohne Wirkung geblieben sein. Pommern neben Westfalen, Bayern neben Westpreußen und Posenern, sie alle taten mehr als ihre Pflicht, doch Foch scheint die ganze 1., 3. A. und zwei Drittel seiner Reserven hier verausgabt zu haben.
Als die 2. A. von Le Cateau vorrückte, hatte sie zur Linken 208., 25. und 4. G. D., dahinter 19., 1., 29., zuletzt 228. und G. Ers. D., diese 9. D., wovon 6 Kerntruppen ersten Ranges, später noch verstärkt durch 2. G. D. und drei D. der Mitte, fanden entschlossene Gegenwehr an Goughs linkem Flügel, dies verlangsamte das Vorrücken, bis Foch das sehr verteidigungsfähige Hallutal abriegelte. Obschon die Kathedrale von Amiens so sichtbar bei Hangard vor den Deutschen lag wie einst im Hochsommer des ersten Kriegsjahres, konnte man die Trikolore dort nicht von der Turmspitze niederholen. Was immer die Gründe gewesen sein mögen, so darf man nicht verhehlen, daß dort deutscherseits mehr und besseres geschehen konnte. Die Darmstädter hatten an der Maas vor Mouzon und am Pfefferrücken, die Hannoveraner am Sezanne-Plateau und in Galizien, die Ostpreußen am Bug viel stärkere Stellungen rasch überwältigt. Mitte: 18. D., 50., 79. R. D., dahinter 9. R., 13. D., 46. R. D., 199. D. Auch diese Truppen, deren Holsteiner, Friesen, Westfalen Aktive, gerade so wie die tapferen Schlesier und Küstenmänner der Reservedivisionen, auf so manche schwere Kriegsarbeit zurückblickten, fügten hier ihrem Ruhm nichts hinzu. Auch nicht die ruhmreichen Schwaben des rechten Flügels, wo das Generalkommando des 13. K. und dessen Artillerie standen: 183., 27., 107. D., dahinter 54. R., 3. Marine. Diese (107. Kerntruppe aus Rußland) gewöhnten sich an die härtesten Kämpfe und doch vermochten sie hier so wenig? Der so energische Marrwitz kann nicht mit Stolz auf diese neue 2. A, (sie glich der früheren Gliederung in nichts) zurückblicken. Auf ihr scheint mehrfach lasche Verdrossenheit gelastet zu haben, denn bei ihr riß später moralischer Zusammenbruch ein, vielleicht zeigten sich schon jetzt Symptome auch bei der Führung mit dem Gefühl: Es nützt doch alles nichts!
Dagegen ist begreiflich, daß der übel bedachte Frontalangriff Belows gegen die starte Stellung Arras–Lens nichts ausrichtete, die man teils verloren, teils übereilt geräumt hatte. Offenbar ist Byng wenigstens am linken Flügel durch 4. A. Rawlinson stark unterstützt worden, doch es bleibt erstaunlich, daß er nach so schwerer Dezember-Januar-Niederlage so fest seinen Posten hielt. Below mußte ja später Teile zu Marrwitz abgeben, was diesen inkl. 26. D. auf 25 D. brachte und dennoch dessen Angriff weder südöstlich noch nordöstlich an der Ancre vorwärtstrieb, doch blieb Below selbst dann noch überstark für etwas von vornherein Aussichtsloses. Links im Zwischenraum bei Cambrai 39. R. K., 24. R. D. (herausgelöst), 119. D., dahinter 4. D. und G. Kommando 11. K., 3. G., 20. D., dahinter 39., Artillerie 14. R. K. Diese 7 D. drangen mit Mühe von Hernies bis Pozières-Mireaucourt vor und blieben dann stecken, mit Linksziehung unter Marrwitz' Kommando tretend. Nördlicher Mitte: 195., 17., dahinter 5. bayr. 1. G. R., Rückhalt 24. D. und anscheinend Artillerie 6. R. K., nördlicher 111., 221., 234., dahinter 2. G. R., 6. bayr., Rückhalt 239. Die Südstaffel von 5 Div. führte den überaus harten Kampf um Bapaume,
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