Bismarck 04
2. engl. A. Horne und Rechte der 1. A. Plumer sahen sich gleichzeitig so bedroht, daß Foch auf Haighs Hilferuf später Hauptteile der A. Debeney schickte. Indessen mäßigte Quasts ungestümen Eifer das unwegsame Gelände, während Mitrys Geschwader 120 km in 3 Tagen 2 Nächten durchritten, um rechtzeitig von der Oise an der Lys anzukommen. Am 9. April trat die 6. A. an, mit einem Korps Kraevel am Basséekanal, als linker Flankenschutz 2 K. Bernhardi gegen N. Chapelle, 2 K. Carlowitz und Stetten aus Linie Fromelles–Frelingham gegen Armentieres. Rechts gingen 10. Ers., 32., 42. D. vor, gefolgt von 11. R. D., links davon 35. D., 8. b., 18. R. D. Letztere blieb bei Richebourg stecken, dagegen erreichten 42., 32. bei Estaires und Sailly die Lys, 10. Ers. bei St. Maux. Unter heftigem Kampf überschritten sie, dann 11. R. D. bei Pont Mortier, den Fluß, 10. Ers. stieß schon über Steenwerk vor. General Höfer belebte hier das forsche Nachdrängen. Überall fiel es schwer, Art. und Munition durch das seit Jahren verschlammte Trichterfeld vorzuschaffen, 1. b. R. Art. unterstützte erst spät ihr Fußvolk, das bei Alt-Chapelle durch Maschinengewehre litt, doch zuletzt die Portugiesen und englische Verstärkungen mit Verl. von 6 Gesch. überwältigte. Links davon nahm b. 22. R. das Trümmerdorf N. Chapelle, 23. R. Pont Riqueuil mit 5 Gesch. Diese Vielerfahrenen schlugen sich bis 13. am Nieppewald herum, am 14. erwarb 19. R. das Grünholz. Bernhardis schneidiger Angriff hatte also schönen Erfolg, die Portugiesen flohen aus versumpfter Weidenebene, von Grausen vor deutschem Bajonett ergriffen. Die nunmehr vorgezogene 16. rhein. D. sowie die bei Berquin eingefügte 8. Thür. D. trugen den stockenden Angriff nordwärts bis Merville, wo Bombenabwurf englischer Flieger die Deutschen heimsuchte. Carlowitz und Stetten umklafterten Armentieres, das auch Armins Linke umzingelte, schon seit 10. in Bewegung und Kampf bei Wytschaete. Bei Riez und Paradis ging es nicht paradiesisch zu, Schotten verteidigten sich hier bis zum letzten Mann. Im brennenden Armentieres zermalmte Kreuzfeuer von beiden Flußufern die Briten, am 11. abends zeigten sie die weiße Fahne. 2. b. R. und 16. D. kamen östlich weit voraus, während Holsten der 18. R. D. westlich bei Festubert abhingen. Der beabsichtigte Druck auf Bethune wurde aufgegeben, aller Nachdruck nach Nordost verlegt. Zwar eroberten 8. D. und 19. b. R. Merville, doch am Nieppewald konnte auch am 14. von Bernhardi nichts erzwungen werden, obschon 48. R., 240. D. sich nach vorn einschoben, am 16. auch 239. D. von Belows Flanke bei Lens her. Jetzt schied 1. b. R. D. aus nach Verl. von 60, 1800, dagegen blieb 8. b. R. D. bis 23. liegen, bis man sie ablöste, sie verlor etwa 2300. Die von Quast eingesetzten 12 D. sammelten viel Gef. und Gesch. ein (Bayern allein 45), doch Durchbruch gelang nicht, obschon General Stetten jetzt noch 17., 38. D. statt der abgekämpften 32. erhielt und das aus Italien verladene Alpenk. die brave 10. Ers. D. ablöste. 2. und später 1. Jägerregiment und Leibregt. erstürmten den Bahnhof von Bailleul, 11. R. D. machte Fortschritte. Die Schlesier, die nun auch schon lange kämpften, wurden durch Armins Thür. 38. D. abgelöst, die bis Meteron vordrang, das Alpenkorps aus unaufgeklärten Gründen gleich wieder durch die abgekämpfte 10. Ers. D. ersetzt. Inzwischen griff die Linke der 4. A. an, 214. D. nahm Papot und N. Eglise, wurde aber zurückgeworfen, ihre 50er schlossen sich nochmals der 11. b. D. an, welche berühmte Schlachttruppe in äußerst heftigem Ringen den Engländern mehrere Höhen entriß. Heergruppe Sieger stand schon am Fuß des Kemmel. Gruppe Eberhardt stürmte von Plogstreet-Wolvergehm, Quast die Hand bietend. Links von 214. drangen 117. und Quasts hier wieder vorgeholte 32. D. über Bailleul an, 38., 81. D. über Marris. Am 17. ging Armins Linke über Douvegrund gegen den Kemmel vor, den zunächst die Bayern und 71. R. nicht ersteigen konnten. Mitrys erste Staffeln von Debreneys Fußvolk lagen auf Vorstufen und Kuppe zwischen Briten. Unserer Art. ging schon lange Bedarf an schweren Granaten aus, bis zu deren Ersatz 11. b. und rechts davon 36. R. D. am Südosthang hängen blieben, am 22. zog man die Bayern aus der Front (Verl. 80, 2250), dagegen stürmten 4. b. (5., 9. I., 5. R.) 22. R. D. südwestlich, das dorthin abmarschierte Alpenk. seit 24. südöstlich. Jetzt zeigte
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