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Celinas Tochter

Celinas Tochter

Titel: Celinas Tochter Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Brown Sandra
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strahlender Laune«, sagte Junior achtlos. »Sie sollten ihn sehen, wenn er wirklich sauer ist. Aber Lupe wird mit ihm fertig, sie weiß, wie er seine Eier mag. Er wird sich besser fühlen, sobald er gegessen hat.«
    Alex ließ sich aus ihrem Pelz helfen. »Ich hoffe, ich störe nicht.«
    Â»Ganz bestimmt nicht. Es war mein voller Ernst, als ich gesagt habe, ich wäre froh, daß ihr gekommen seid.« Er legte einen Arm um ihre Schulter. »Wir sollten...«
    Â»Um ehrlich zu sein«, Alex streifte seinen Arm ab, »das ist kein Höflichkeitsbesuch.«
    Â»Geschäftlich, hmm?«
    Â»Ja, und äußerst wichtig. Ist Angus zu Hause?«
    Â»Er ist in seinem Allerheiligsten.« Sein Lächeln war immer noch da, aber etwas starr.
    Â»Ist er beschäftigt?«

    Â»Ich glaube nicht. Kommen Sie, ich bring Sie hin.«
    Â»Ich störe Sie nur ungern bei Ihrer anspruchsvollen Lektüre.«
    Er warf einen zweifelnden Blick auf den grellen Einband. »Das macht nichts. Wurde sowieso ein bißchen eintönig.«
    Â»Worum geht’s denn?«
    Â»Die Reise eines legendären Schwanzes durch fast alle Schlafzimmer Hollywoods, sowohl die männlichen als auch die weiblichen.«
    Â»Ach, wirklich?« Alex tat interessiert. »Kann ich’s mir leihen, wenn Sie fertig sind?«
    Â»Schämen Sie sich«, rief er. »Das wäre ja moralische Korrumpierung einer Minderjährigen, oder etwa nicht?«
    Â»Soviel älter als ich sind Sie auch nicht.«
    Â»Verglichen mit Reede und mir sind Sie ein Säugling«, sagte er, als er die Tür zum Arbeitszimmer öffnete. »Dad, wir haben Besuch.«
    Angus sah von seiner Zeitung hoch. Innerhalb weniger Sekunden wechselte sein Ausdruck von Überraschung über Verärgerung zu einem Lächeln.
    Â»Hallo, Angus. Tut mir leid, daß ich Sie an einem solchen Morgen, an dem man am liebsten im Bett bleiben würde, stören muß.«
    Â»Kein Problem. Hier ist sowieso nichts los. Wenn der Boden gefroren ist, können die Rennpferde nicht raus zum Trainieren.« Er erhob sich aus seinem roten Ledersessel und kam auf sie zu, um sie zu begrüßen. »Sie sind ein Sonnenstrahl an einem trüben Tag, das kann man wohl sagen, was, Junior?«
    Â»Hab ich ihr auch schon erklärt.«
    Â»Aber wie ich Junior schon sagte«, warf sie hastig ein, »das ist kein Höflichkeitsbesuch.«
    Â»Ach, ja? Setzen Sie sich, setzen Sie sich.« Angus winkte sie zu einem lederbezogenen Diwan.
    Â»Ich werde...«
    Â»Nein, Junior, ich möchte, daß Sie bleiben«, sagte Alex, bevor er sich zurückziehen konnte. »Das betrifft uns alle.«

    Â»Okay, schießen Sie los.« Junior hockte sich auf die Lehne des Diwans, als wäre sie ein Sattel.
    Â»Ich hab gestern noch einmal mit Richter Wallace gesprochen.« Alex glaubte zu sehen, wie beide Männer zusammenzuckten, aber vielleicht hatte sie sich das auch nur eingebildet.
    Â»Gab’s dafür einen speziellen Anlaß?« fragte Angus.
    Â»Ich wollte die Leiche meiner Mutter exhumieren lassen.«
    Diesmal war die Reaktion keine Einbildung. »Du lieber Gott, Mädel, warum zur Hölle beabsichtigen Sie denn so was?« Angus schüttelte sich.
    Â»Alex.« Junior griff nach ihrer Hand, legte sie auf seinen Schenkel und massierte sie. »Gerät das nicht alles ein bißchen außer Kontrolle? Das ist... das ist grausig.«
    Â»Der ganze Fall ist grausig«, erinnerte sie ihn und entzog ihm ihre Hand. »Wie dem auch sei, das, worum ich gebeten habe, ist unmöglich. Die Leiche meiner Mutter wurde verbrannt.«
    Â»Richtig«, sagte Angus.
    Â»Warum?« Ihre Augen strahlten blau im dämmrigen Licht des Raumes. Das Feuer im Kamin spiegelte sich in ihnen, wodurch sie wie Klingen blitzten.
    Angus machte es sich in seinem Stuhl bequem und zog den Kopf zwischen die Schultern. »Mir schien es so das beste.«
    Â»Das verstehe ich nicht.«
    Â»Ihre Großmutter wollte mit Ihnen die Stadt verlassen, sobald alles geregelt war, sie machte kein Geheimnis daraus. Also hab ich beschlossen, Celinas Leiche verbrennen zu lassen, ich dachte Merle wollte die, äh, Überreste mitnehmen.«
    Â»Sie hatten es beschlossen? Mit welchem Recht, Angus? Auf wessen Veranlassung? Warum wurde Ihnen die Entscheidung überlassen, was mit Celinas Leiche passierte?«
    Seine Brauen zogen sich verärgert zusammen. »Sie

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