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Collection Baccara Band 0312

Collection Baccara Band 0312

Titel: Collection Baccara Band 0312 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Katherine Garbera , Sheri Whitefeather , Ally Blake
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hatte, und jetzt wollte die Zigeunerin, dass er es sich und auch Maggie eingestand.
    Ich brauche das nicht, dachte er. Ich brauche niemanden, der mir ins Gewissen redet. Oder versucht, mich davon zu überzeugen, dass ich mich verliebt habe.
    Er wollte ihr die Figur zurückgeben, doch sie weigerte sich, sie zu nehmen. „Behalten Sie sie“, sagte sie und drehte sich weg.
    Luke erwog, die Figur auf dem Tresen zu lassen, änderte jedoch schnell seine Meinung. Er wusste nichts über die Kultur dieser alten Frau, doch in seiner war es unhöflich, ein Geschenk abzulehnen.
    Unsicher, was er tun sollte, verließ er den Laden, lehnte sich gegen die Mauer und atmete tief ein und aus.
    „Was war das denn gerade?“, fragte Maggie, die hinter ihm herstürzte.
    „Ich weiß nicht“, log er, obwohl die kleine Muse in seiner Hand glühte.
    Später am Abend saß Maggie neben Luke auf dem Sofa. Zwischen ihnen lag ein Kissen. Ihre Familie würde morgen eintreffen, was bedeutete, dass ihre intimen Stunden mit Luke vorbei waren. Allein beim Gedanken daran vermisste sie ihn schon.
    Schlimmer jedoch war das Gefühl, dass er auf Abstand zu ihr ging. Der Vorfall mit der Zigeunerin hatte ihn irgendwie aus der Bahn geworfen. Maggie verstand nicht, warum, und Luke gab ihr keine Erklärung dafür.
    „Was hast du mit der Figur gemacht?“, fragte sie ihn.
    Er deutete auf das Schlafzimmer. „Sie steht auf der Kommode.“
    „Ich frage mich, warum die Zigeunerin sie dir gegeben hat.“
    Er zuckte mit den Schultern. „Ich habe keine Ahnung.“
    Sie betrachtete sein Profil. „Wusstest du eigentlich, wer Terpsichore war, bevor die Zigeunerin sie erwähnt hat?“
    „Mehr oder weniger. Ich wusste, dass es neun Musen gibt, und dass es Göttinnen aus der griechischen Mythologie sind, aber ich kannte ihre Namen nicht.“
    „Pegasus stammt auch aus der griechischen Mythologie“, sagte sie und dachte an Gwens geflügeltes Pferd.
    „Ich weiß. Ich kenne mich in der griechischen Mythologie aus.“
    „Habt ihr Gwen von Pegasus vorgelesen?“
    „Meine Mutter hat es getan. Und da ich die Vorstellung von einem geflügelten Pferd immer ziemlich cool fand, habe ich auch zugehört.“
    Maggie glaubte jetzt zu verstehen. Die Figur erinnerte ihn wahrscheinlich an Gwen. Deshalb hatte ihn das Geschenk der Zigeunerin so aus der Fassung gebracht. „Es sind so viele geheimnisvolle Dinge geschehen“, sagte sie. „Ich habe Gwen gemalt, ohne von ihr zu wissen, und jetzt gibt dir die Zigeunerin eine Muse. Das alles muss doch etwas bedeuten.“
    „Ich weiß nicht. Ich versuche, dem keine große Bedeutung beizumessen.“
    „Sei nicht traurig, Luke. Ich glaube, Gwen wacht über dich. Wie ein Engel.“
    „Danke“, flüsterte er gerührt. „Das hast du sehr nett gesagt.“
    Sie streckte die Arme nach ihm aus, und sie umarmten sich. Sie wollte ihm sagen, dass sie ihn liebte, war aber nicht sicher, dass es der richtige Zeitpunkt war.
    Maggie holte nervös Luft. Dies musste der richtige Zeitpunkt sein. Sobald ihre Familie eingetroffen war, würde sie die Chance nicht mehr bekommen. Es würde solche Momente nicht mehr geben, kein Dinner bei Kerzenlicht, keine romantischen Spaziergänge am Strand.
    Nein, dachte sie, es würde keine Zeit für Liebeserklärungen geben.
    Luke liebkoste ihren Nacken, und ihr Pulsschlag beschleunigte sich.
    „Da ist noch etwas, was ich dir sagen muss“, sagte sie leise.
    Er löste sich aus der Umarmung. „Was?“
    Sie blickte ihm direkt in die Augen. „Ich liebe dich. Und nicht nur als Freund. Ich liebe dich so, wie eine Frau ihren Mann liebt.“
    Er schwieg einen Moment, und als er wieder sprach, klang seine Stimme rau. „Das glaubst du nur. Was du gerade erlebst, ist eine Art jugendliche Schwärmerei.“
    Verletzt straffte sie die Schultern. „Sprich bitte nicht mit mir, als wäre ich ein verknallter Teenager. Ich bin eine erwachsene Frau. Und ich liebe dich, ob du es glaubst oder nicht.“
    Er schüttelte den Kopf. „Ich glaube es nicht.“
    Ihr Stolz gab ihr die Kraft, die Tränen zurückzuhalten. Sie würde vor ihm nicht weinen. „Warum sollte ich dich dann heiraten wollen?“
    „Weil du glaubst, mich zu lieben.“
    Wütend schlug sie gegen seinen Arm. Das Mindeste, was er tun konnte, war, ihre Gefühle zu würdigen. „Du bist ein Mistkerl.“
    Er hielt sie an den Handgelenken fest, bevor sie wieder auf ihn einschlagen konnte. Dann setzte er sich rittlings auf sie. „Ich habe keine Ahnung, was ich mit dir machen soll,

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