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Cruel World

Cruel World

Titel: Cruel World Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Neslihan Dadas
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sie auszuspülen. Zu meiner großen Überraschung verteilten sich die winzigen, übrig gebliebenen Salatstücke und der Rotwein in den Gläsern nicht im Wasser, sondern sie lösten sich auf irgendeine Weise plötzlich auf. Irritiert tastete ich mit meinen Fingern hinein, aber es war weder etwas zu spüren, noch zu sehen. Der Bach blieb so rein und klar wie er war. Von hier oben konnte man die vielen Edelsteine da unten gar nicht sehen.
Meine Augen weiteten sich. Wo hatte ich meinen Diamant hingetan? Ich suchte meine Hosentasche ab und auch den Platz, an dem ich geschlafen habe, doch er war nirgends aufzufinden.
Panisch schaute ich mich um, als mir einfiel, dass ich ihn da eingesteckt hatte, wo ihn mir niemand wegnehmen könnte, solange ich nicht vergewaltigt wurde. Der kleine, gelbe Edelstein befand nirgenwo anders als in der rechten Seite meines BHs.
Strahlend holte ich ihn hervor und küsste ihn kurz, bis sich auf einmal jemand hinter mi räusperte.
Na, da scheint jemand aber glücklich zu sein über sein Geburtstagsgeschenk, was?
Oh, ja. Und wie! sagte ich und drehte mich um, um Alex' Gesicht zu betrachten. Hmmm... deine Augen erinnern mich wieder an einen Sonnenuntergang und nicht mehr an Feuer. Das ist gut. Also hast du wirklich etwas getrunken.
So ist es. Es war zwar nicht viel, aber ich denke, es wird für einen Monat reichen. Als er seine Hände plötzlich auf meine Schultern legte, erstarrte ich.
Chalina-Anastasia, lass mich das Geschirr waschen. Du kannst dich ruhig ausruhen.
Ach was. Es bereitet mir keine Umstände dir zu helfen. Du machst sowieso schon so viel für mich. Ich möchte auch einmal etwas Gutes für dich tun.
Du
bist derjenige, der sich ausruhen sollte. Wann hast du das das letzte mal gemacht?
Er lachte in sich hinein und setzte sich neben mich. Das ist eine schwierige Frage. Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht mehr. Normalerweise habe ich immer etwas zu tun.
Du Ärmster. seufzte ich Dein Körper muss sich ziemlich erschöpft fühlen.
Ich kann nicht erschöpft werden. Hast du das bereits vergessen? Nur, weil ich wenigstens ein bisschen versuche nicht zu vampirisch zu sein heißt das nicht, dass ich keiner bin.
Ich weiß, Alex. Ich packte die sauberen Schalen aufeinander und legte danach die Teller darauf. Manchmal benimmst du dich mehrere Tage lang wie ein ganz normaler Mensch, sodass ich einfach vergesse, was du wirklich bist. Ich fürchte mich nicht einmal mehr vor dir. Ist das zu glauben? Irgendwie weiß mein Verstand selbst während diesen Tagen aber trotzdem, dass du dich von mir unterscheidest und dass du... anders bist.
Hm. Weißt du, dass du dir eigentlich die Mühe gar nicht hättest machen müssen? Wir haben heute den ersten Weihnachtstag, Chalina-Anastasia.
Ich hielt inne, als ich begriff, was er da sagte. Oh nein! Wieso ist mir das nicht vorher eingefallen? Mein Gott! Ich bin so dumm!
Ach was. Ich finde es nicht schlimm, dass wir jetzt wieder mehr Platz haben. meinte er grinsend und streckte sich. Außerde finde ich, dass du wohl besser keinen Alkohol mehr trinken solltest, solange ein Mann in deiner Nähe ist.
Ich traute meinen Ohren kaum und starrte ihn mit offenem Mund an. W-Was sagst du da?
Erinnerst du dich nicht mehr?
Langsam senkte ich meinen Blick und versuchte meinen dröhnenden Schädel auf Trab zu bringen. Zuerst dachte ich, es bringt nichts, doch dann schossen mir Bilder in den Kopf, die mich zutiefst erschraken. Ich hatte mich gestern total lächerlich gemacht mit meinem albernen Herumgetanze!
Als Alex meinen Gesichtsausdruck sah fing er an laut zu lachen. Ha ha ha! Du warst wirklich einfach zu köstlich! Ich wusste gar nicht, dass du so übertrieben lustig sein kannst, wenn dein Verstand blaumacht.
Unauffällig zog meinen Kopf ein. Ähm... entschuldige. Du weißt, nüchtern hätte ich das niemals getan.
Gerade als ich aufstehen wollte, da ergriff er meine Hände, drehte mich zu sich um, und ließ mich nach hinten fallen, sodass er nun beinahe auf mir lag. Mein Herz fing an zu rasen. Blinzelnd sah ich zu ihm hoch. Was-
Erinnerst du dich auch an das, was passiert ist, bevor du in meinen Armen eingeschlafen bist? Ein breites Grinsen umspielte sein Gesicht, woraufhin sich meine Augen weiteten und ich nach Luft schnappte.
Ha-Haben wir etwa-
Sein Gesicht Gesicht näherte sich dem meinen. Weißt du es wirklich nicht mehr, Chalina-Anastasia?
Ich versuchte krampfhaft mich zu erinnern, aber irgendetwas blockierte mein Gehirn. War es das Alkohol oder irgendetwas anderes, von dem

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