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Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3

Titel: Das Dorn-Projekt: Der frühe Homanx-Zyklus, Bd. 3 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Alan Dean Foster
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wurden, über Hunderte, wenn nicht Tausende von Quadratkilometern in diesem Areal erstreckt. Eine Schicht, die den Aussagen der anderen Forschergruppe zufolge ebenso hoch ist wie der Steilhang selbst. Es handelt sich bei diesem Artefakt um das größte bis heute entdeckte Objekt künstlichen Ursprungs auf diesem Planeten. Es stellt sogar die Bildnisse, die die Trauerberge ausmachen, in den Schatten.«
    Der Mensch nickte. »Nur sind wir der Erkenntnis über die Funktion unseres Fundes kein Stück näher gekommen, seit Verwoerd und Olsen die erste Vertiefung ausgegraben haben. Wenn das Artefakt massiv ist, haben wir es sicher mit dem größten Rätsel zu tun, das wir bisher entdeckt haben. Wenn es innen hohl ist … Wenn es hohl ist, lässt sich nicht einmal vermuten, was es enthalten könnte!«
    »Womöglich nichts als abgestandene Luft«, wagte Pilwondepat zu sagen.
    Cullen reagierte leidenschaftlich und ablehnend. »Niemand - nicht eine empfindungsfähige Spezies! - baut einen Hohlraum von solchen Ausmaßen und lässt ihn ungenutzt!«
    »Es wäre möglich, dass das Objekt dazu gedacht war, Raum zur Aufbewahrung bestimmter Dinge zu bieten, die jedoch niemals hier ankamen, bevor diese Welt sich leerte. Es könnte auch errichtet worden sein, nicht um etwas zu lagern, sondern zu verbergen. Es hermetisch abzuschließen.«
    Der Zweibeiner blickte in rätselhafte Facettenaugen. »Sind alle Thranx so unbekümmert optimistisch und vermögen derart beruhigend zu wirken wie Sie, Pilwondepat?«
    »Meistens neigen wir eher dazu …« Nach nochmaligem Studieren der Miene seines Gegenübers brach der Thranx-Wissenschaftler die ursprünglich intendierte Antwort mitten im Satz ab. »Oh, ich verstehe! Sie sind sarkastisch! Wir betrachten uns selbst mehr als nur ein wenig in dieser Verhaltensweise erfahren!« Er vollführte wiederholt und gewandt Gesten mit seinen Echthänden.
    »Seit Tagen mache ich immer wieder den Vorschlag, Ihre Leute sollten, anstatt Zeit und Energie darauf zu verschwenden, den äußeren Rand des Objekts zu suchen, sich bemühen, einen Eingang in das hypothetische Innere desselben zu finden!«
    Cullen ließ ein verächtliches Grunzen hören. »Es gibt keinerlei Fugen, keinerlei Markierungen von Eingängen, keine Rinnen oder Einschlüsse in der Oberfläche. Wo ist denn Ihrem Plan nach die richtige Stelle, an der wir beginnen sollten?«
    Pilwondepat war auf diese Frage vorbereitet. »Eine der unzähligen Vertiefungen, die die ansonsten glatte Oberfläche übersäen. Man sollte sie mit Laserschneidern und anderem Gerät bearbeiten. Mit kontrolliert klein gehaltenen Sprengladungen, wenn nötig.«
    »Was, wenn das Material brennbar ist? Der Einsatz sowohl von Lasern als auch von Sprengladungen könnte dazu führen, dass die gesamte Konstruktion oxidiert wird.« Er lachte trocken auf. »Das gäbe eine tolle Schlagzeile im Journal of Interstellar Archeology. ›Grabungsleiter auf Comagrave entdeckt größtes Einzelartefakt im Nördlichen Spiralarm. Legt es unverzüglich in Schutt und Asche.‹«
    »Jetzt werden Sie aber melodramatisch! Gut für zornige Gedichte, aber nicht für die Wissenschaft! Eine Probe des Keramikmaterials istja bereits einer gründlichen Analyse unterzogen worden. Andere können an anderen Stellen entnommen und einer neuerlichen Analyse unterzogen werden, um sicherzustellen, dass eine derart explosive Reaktion nicht stattfindet.«
    »Allein das wird jede Menge Zeit in Anspruch nehmen!«, warnte Cullen ihn. »Das Material ist unglaublich widerstandsfähig.«
    »Aber nicht undurchdringlich!«, erinnerte ihn Pilwondepat.
    »Nein«, gab der Grabungsleiter gezwungenermaßen zu. »Höchstwahrscheinlich nicht undurchdringlich. Es stellt sich aber immer noch die Frage, ob es überhaupt etwas gibt, wohin man durchdringen kann!« Erschöpft von der Arbeit und all der Aufregung rieb er sich den Nacken. »Wenn es sich um nichts anderes als einen antiken Fußbodenbelag handelt, werden wir verdammt viel Zeit damit vertun, uns da durchzugraben, nur um auf der Unterseite auf noch mehr Felsen zu stoßen.«
    »Diese fremdartige Keramik schützt den größten Schatz in diesem galaktischen Spiralarm!«, entgegnete der Thranx-Exoarchäologe. »All das Wissen, der Besitz und die Reichtümer der Sauun - alles wartet darauf, von jemandem ans Licht gebracht zu werden!«
    Cullens Augen verengten sich, eine besondere Fähigkeit, die den Menschen zu Eigen war. Die AAnn waren dazu nicht in der Lage, das wusste Pilwondepat

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