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Das Rätsel der Templer - Roman

Titel: Das Rätsel der Templer - Roman Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Aufbau
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»Allerdings
     solltest du bedenken, dass dieser Tag – nach allem was wir wissen – nicht vor deinem Verschwinden liegen darf. Vielleicht
     solltest du ein paar Tage drauf rechnen, um ganz sicher zu gehen. Sagen wir, den 19. Oktober 1307.«
    Toms abgeklärte Miene versetzte Hannah in Zorn.
    Anselm übersetzte Toms Erklärung in altfranzösisch.
    »Ich wähle den 18. Tag im Oktober im Jahre des Herrn 1307«, sagte Gero fest. Je früher er den eingeweihten Templer des Hohen
     Rates treffen konnte, umso besser.
    »Freigabe zur Transmission erteilt
«
, sagte die Stimme.
    Der Nebel löste sich auf und sank bis auf den Grund der Platte.
    Nun erschien wieder der Kopf der eigenartig aussehenden Frau. Sie |471| lächelte feinsinnig. Gleichzeitig stach Gero ein grell leuchtendes Licht in die Augen und nahm ihm die Sicht. Reflexartig
     zog er den Kopf zur Seite und hob seine Hand.
    »Ende der Vorstellung!«, rief jemand vom Eingang herüber.
    Tom schnellte herum. »Professor Hagen!«, entfuhr es ihm. »Lassen Sie mich raten! Draußen steht ein ganzes Regiment von NSA-Agenten
     und wartet auf unser Erscheinen?«
    »So könnte man sagen«, erwiderte Hagen mit einem überheblichen Grinsen.
    Erschrocken bemerkte Hannah, dass der Professor eine Pistole in der Hand hielt.
    »Ich frage mich nur …« Tom blickte beiläufig auf Doktor Piglet, der hinter Hagens Rücken auftauchte und alles andere als glücklich
     wirkte, »… warum man Sie beide geschickt hat und nicht die Männer von Colonel Pelham, um uns dingfest zu machen. Kann es am
     Ende sein, dass Sie die Show ohne das Wissen unseres verehrten Colonels abziehen?«
    »Das geht Sie nichts an, Stevendahl. Sie haben da etwas, das mir gehört!« Der Blick des Professors fiel auf den Server, der
     sich im selben Augenblick abschaltete. »Machen Sie keine Schwierigkeiten, und überlassen Sie mir das Gerät.«
    »Und was ist, wenn ich es nicht tue?«, fragte Tom erstaunlich ruhig. »Wollen Sie mich erschießen? Dann hätten Sie endlich
     ihren einzigen wirklichen Konkurrenten aus dem Weg geräumt. Und ganz nebenbei behaupten sie den Amerikanern gegenüber, die
     Sache wäre auf ihrem eigenen Mist gewachsen.«
    »Tom«, sagte Paul eindringlich. »Halt die Klappe!«
    »Paul, meinst du, ich überlasse diesem Mistkerl seinen Triumph? Nur über meine Leiche! Und soweit wird er nicht gehen, oder
     doch? Herr Professor!«
    Geros Blick wechselte zwischen Tom und dem düster blickenden, älteren Mann.
    »Professor Hagen!«, meldete sich Piglet aus dem Hintergrund. »Legen Sie in Gottes Namen die Pistole weg.« Er sprach Englisch
     und seine Stimme zitterte. »Von Mord war nicht die Rede. Soweit ich weiß, können Sie mit dieser Waffe gar nicht umgehen.«
    |472| »Shut up!«, schnauzte Hagen seinen Referenten an, der sich ängstlich gegen den Türrahmen drückte. »Los, Piglet, gehen Sie
     hin, und nehmen Sie sich das Ding!«
    In einer Hand die Pistole, deutete Hagen mit der anderen, in der er eine Taschenlampe hielt, unmissverständlich in Richtung
     Granitblock.
    Piglet schien zu taumeln, als er nach kurzem Zögern auf den flachen, metallischen Gegenstand zuging.
    Tom stellte sich ihm in den Weg. »Piglet, von Ihnen hätte ich am wenigsten geglaubt, dass Sie sich an einem solchen Komplott
     beteiligen. Es tut mir leid, aber wenn Ihr Chef das Gerät haben will, muss er es sich schon selbst holen.«
    Piglet sah sich hilflos um.
    Hagen stieg dunkle Zornesröte ins Gesicht. »Denken Sie, Stevendahl, ich halte eine Banane in der Hand?« Plötzlich hob der
     Professor die Waffe und feuerte zweimal hintereinander.
    Zwei ohrenbetäubende Schüsse dröhnten durch den Raum. Unwillkürlich zog jeder den Kopf ein, sogar Hagen selbst, der vom Rückschlag
     der Heckler & Koch regelrecht überrascht wurde.
    Piglet fiel blutüberströmt zu Boden. Ein Querschläger hatte seinen Hals durchschlagen.
    Hannah beobachtete, wie Gero unter seine Jacke fasste. Geistesgegenwärtig riss sie Matthäus an sich und ging mit ihm zu Boden.
     Währenddessen richtete Hagen seine Waffe wahllos auf die umherstehenden Personen, doch bevor sich ein dritter Schuss lösen
     konnte, traf ihn ein riesiges Messer und spaltete ihm die Stirn. Kerzengrade stürzte der Professor rücklings zu Boden.
    Hannah stieß einen Schrei des Entsetzens aus.
     
    »Schusswechsel«, brüllte Jack ins Funkgerät. »An alle Kräfte. Zugriff. Sofort.«
    Im Eiltempo versammelten sich alle bereitstehenden Agenten um das Eingangsportal unweit der Apsis.

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