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Deathkiss - Suess schmeckt die Rache

Deathkiss - Suess schmeckt die Rache

Titel: Deathkiss - Suess schmeckt die Rache Kostenlos Bücher Online Lesen
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Inneren. Vielleicht war das der Grund, warum Shannon nie mit ihm intim geworden war. Oder weil sie wusste, dass er sie liebte.
    Er hatte die Worte nie ausgesprochen, aber sie lagen dicht unter der Oberfläche, das ahnte sie.
    »Vielleicht bist du einfach völlig durchgedreht«, sagte sie leise zu sich selbst, während sie ihm durchs Fenster nachblickte und sich fragte, warum dieser Mann ihr nicht annähernd so unter die Haut ging wie Travis Settler.

    Er hatte sich dumm verhalten.
    Übereifrig.
    Hatte sich von seinen Gefühlen hinreißen lassen.
    Alles war bis ins Kleinste geplant. Er hatte so lange auf genau den richtigen Augenblick gewartet, und nun das!
    Er durfte sich keinen weiteren Fehler erlauben, sagte er sich, als er durch die länger werdenden Schatten unter den vereinzelt stehenden Schwarzeichen und Erdbeerbäumen schlich. Im Tarnanzug glitt er geräuschlos hinüber zu dem Weg, der an eine stillgelegte Kiesgrube führte. Dort hatte er seinen Pick-up abgestellt. Er schwitzte, sein Herz hämmerte, Adrenalin schoss durch seine Adern.
    Er war so verdammt dicht dran!
    Mühelos joggte er durch die zunehmende Dämmerung, sprang geschmeidig über einen umgestürzten Baum auf dem Weg. Er war hervorragend in Form und der Aufgabe, die vor ihm lag, ohne weiteres gewachsen. Hatte er das nicht bereits unter Beweis gestellt, als er die arme Mary Beth besuchte?
    Der Glücksfall, dass Shannon ausgerechnet dieses Stück Land gekauft hatte, erfüllte ihn mit freudiger Erwartung. Einen geeigneteren Schauplatz für die Ausführung seines Plans hätte es nicht geben können. An einer Weggabelung bog er links ab und legte die letzte Viertelmeile bis zur Kiesgrube im Dauerlauf zurück.
    Sein Pick-up stand bereit.
    Und seine Beute – nein, sein Köder – befand sich in einem sicheren Versteck, ein harmloses Kind, so verstört, dass es ihn kaum anzusehen wagte. Nur ganz selten wurde sie etwas lebhafter, mutiger. Das wunderte ihn jedes Mal. War sie wirklich so ängstlich, wie sie schien? Manchmal geradezu gelähmt vor Angst? Oder war sie klüger, als er dachte?
    Er musste vorsichtig sein.
    Keine weiteren Fehler, ermahnte er sich, verlangsamte den Schritt und atmete tief durch. Keinen einzigen Fehltritt mehr. Er war so dicht dran.
    Ohnehin hatte er bereits viel zu lange gewartet.
    Er dachte an seine beiden nächsten Opfer. Stellte sich das Feuer vor – wie es wuchs, himmelwärts loderte, wie die Sterne hinter Rauch und heißen, hungrigen Flammen verschwanden und der Geruch von brennendem Holz und verkohltem Fleisch die Luft erfüllte.
    Er schloss die Augen, malte sich aus, wie die Funken gen Himmel stoben.
    O ja! Vorfreude entfachte eine Glut in ihm und füllte die Leere tief in seinem Inneren.
    Dieses Mal würde er nicht so lange warten.
    Ein Feuer würde das nächste entzünden … wie die Träger der olympischen Fackel die Flamme von Stadt zu Stadt trugen.
    Feuer würde auf Feuer folgen.
    Ja!
    Es war Zeit, die Sache zu beschleunigen.

22.Kapitel
    V ertrau mir«, flüsterte er, den Mund dicht an ihrem Ohr. Sie lagen nackt im Dunkeln. Die Laute von Fröschen und Zikaden erfüllten die Nacht. Über ihnen ragten die Bäume auf. Der Wind raschelte in den trockenen Zweigen, der Oktobermond zog über den wolkenlosen Sternenhimmel.
    Ihr Herz pochte wild, ihr Atem ging flach, während sie sich auf einem Bett aus trockenem Laub wälzten, das bei jeder Bewegung raschelte. Ihre nackten Körper waren schweißbedeckt, der Wind, der durch die Bäume strich, trocken wie der Atem eines Drachen und ebenso heiß. In der Ferne bellte ein Hund. Oder war es ein Wolf?
    Obwohl sie spürte, dass sie etwas ungeheuer Gefährliches tat, konnte Shannon nicht aufhören. Sie war hitzig vor Verlangen, ihre Leidenschaft ebenso entflammt wie die seine.
    Ein Prickeln überlief ihren ganzen Körper, das Begehren pochte dumpf in ihren Schläfen.
    Sie wollte diesen Mann, sie musste ihn haben.
    Seine Lippen waren warm und sinnlich, sein nackter Körper, straff, muskulös, rieb sich an ihrer bloßen Haut. Er berührte sie intim. Liebevoll. Sein Mund fand den ihren, und sie erwiderte seinen Kuss begierig. Sie wollte ihn. Ganz und gar.
    Tu’s nicht, Shannon, dieser Mann bedeutet Gefahr, warnte ihr Verstand. Er bringt nichts als Dunkelheit und Tod.
    Doch sie ignorierte die Warnungen, überließ sich ganz der puren animalischen Sinnlichkeit des Augenblicks.
    Seine Hände waren groß und schwielig. Erfahren. Sie spreizten sich auf ihrem Rücken, die Finger krallten

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