Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen

Der Profi - The Cleaner

Titel: Der Profi - The Cleaner Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Brett Battles
Vom Netzwerk:
»Das ist ziemlich schwach, oder?«
    Quinn wählte seine nächsten Worte sehr vorsichtig. »Dahl hat die Kartons, und Tucker ist bei ihm.«
    Orlando starrte ihn an. »Bist du sicher?«
    Quinn nickte. »Sie werden wissen, wo Garrett ist.«
    Keiner sagte etwas, draußen umgab sie wieder die Stadt. Nate musste langsamer fahren, der Verkehr wurde dichter. Er warf Orlando einen Blick zu.
    »Zum St. Martin oder zu Dr. Garber?«, fragte er.
    Sie zögerte keine Sekunde. »Zum Hotel.«
     
    Nate hielt vor einem Minimarkt, und Orlando lief hinein. Während sie weg war, nahm Quinn Verbandszeug aus dem kleinen Erste-Hilfe-Kasten und behandelte seine Wunde. Nachdem er sie desinfiziert und mit Gaze abgedeckt hatte, wickelte er eine elastische Binde ein paar Mal um den Oberschenkel. Er würde nicht lange damit laufen können, aber durch die Stütze des Ver bands müsste es erst mal gehen.
    Orlando kam nach wenigen Minuten zurück. Sie reichte Quinn eine Tüte. Sie enthielt eine Schachtel mit Servietten und mehrere Flaschen Wasser.
    »Danke«, sagte Quinn.
    Während Nate sich wieder in den Verkehr einfädelte, goss Quinn Wasser auf ein paar Servietten und wischte sich dann das Blut - Borkos Blut, wie ihm jetzt erst bewusst wurde - von Gesicht und Händen.
    »Deine Kleidung wird ein Problem sein«, sagte Orlando.
    Quinn blickte an sich hinunter. Die Jacke war voller Flecken und zerrissen. Auch das Hemd, das er darunter trug, hatte gelitten. Und was seine Hose anbelangte, war das linke Bein vom Blut seiner Wunde durchtränkt.
    »Im Matchsack ist ein Pullover«, sagte Nate.
    Quinn hatte den Sack auf dem Boden hinter dem Fahrersitz schon bemerkt. Er hob ihn auf und stellte ihn auf den Nachbarsitz.
    »Wie steht’s mit einer Hose?«
    Nate schüttelte den Kopf. »Sorry.«
    Quinn zog die Jacke aus und ließ sie auf den Boden fallen. Das Hemd musste er langsam von der Haut lösen, denn das Blut hatte zu trocknen angefangen und malte reihenweise rötlich braune Streifen und Kreise auf seinen Körper.
    Er nahm noch mehr Servietten und tränkte sie mit Wasser, um seinen Oberkörper zu säubern. Dann öffnete er den Matchsack. Der Pullover lag zuoberst. Er nahm ihn heraus und zog ihn über den Kopf.
    Ein paar Minuten später sagte Nate: »Dort ist es.«
    Quinn blickte durch die Windschutzscheibe. Zwei Blocks weiter vorn lag das Hotel St. Martin. Überall war Polizei, und der Verkehr kam nur schleppend voran.
    »Dreh hier um«, sagte Quinn. »Schau, ob wir von hinten herankommen.«
    »Und wie sollen wir reinkommen?«, fragte Nate. »Es wimmelt nur so vor Sicherheitsdiensten.«
    »Wende ganz einfach«, sagte Quinn.
    Nate wendete und fuhr ein paar Blocks entlang, bevor er wieder links abbog. Der Verkehr war zwar langsam, aber er staute sich nicht.
    »Du denkst wirklich, dass Dahl die Kartons hierhergebracht hat?«, fragte Nate.
    »Es ist seine einzige Möglichkeit«, sagte Quinn. »Sonst ist sein Plan tot.«
    »Sie könnten sie direkt nach Bosnien bringen«, entgegnete Nate. »Das ergäbe eine einzigartige Wirkung.«
    »Und die einzigartige Chance, dass man sofort der HFA die Schuld an dem Akt der Vernichtung zuschreiben würde. Gib das Virus hier frei und sie können ein paar minder schwere Krankheitsausbrüche unter der bosnischen Bevölkerung außerhalb der Balkanländer erwarten. Selbst wenn Bioterrorismus vermutet wird, würde der Finger auf eine viel größere Gruppe potenzieller Verdächtiger zeigen.«
    »Aber Jansen hat gesagt, das Virus würde nicht nur Bosnier verseuchen«, sagte Nate.
    »Das wissen wir «, sagte Orlando. »Sie aber glauben noch immer, die perfekte Waffe geschaffen zu haben.«
    »Dahl muss einen verdammten Haufen Geld dafür bekommen haben, dass er das macht«, sagte Nate,
    »Davon bin ich überzeugt«, antwortete Orlando.
    Quinn zog sich leicht zurück. Er wusste, dass mehr dahintersteckte als Geld. Ihm wurde klar, dass er der Wahrheit absichtlich ausgewichen war, seit Nate sie abgeholt hatte. Aber er konnte es nicht länger vermeiden. Nur fand er, als er anfing zu sprechen, die Worte nicht. Was sollte, konnte er tun, damit sie glaubwürdig klangen? Endlich sah er Orlando an. »Hast du noch deine Bilder von Garrett?«
    Sie sah überrascht aus, wobei ihre Hand sich unwillkürlich auf die Tasche ihrer Jacke zubewegte. »Ja. Warum?«
    »Kann ich sie sehen?«
    Noch immer verblüfft, griff sie in die Tasche, holte das kleine Plastikalbum heraus und begann eines der Bilder herauszunehmen.
    »Nein«, sagte Quinn, »gib mir das

Weitere Kostenlose Bücher