Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Die Halidon-Verfolgung - Ludlum, R: Halidon-Verfolgung - THE CRY OF THE HALIDON

Die Halidon-Verfolgung - Ludlum, R: Halidon-Verfolgung - THE CRY OF THE HALIDON

Titel: Die Halidon-Verfolgung - Ludlum, R: Halidon-Verfolgung - THE CRY OF THE HALIDON Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Robert Ludlum
Vom Netzwerk:
Blattrand. »Fertig?«
    »Ja.«

    Dann sagte Ruth Wells Jensen, Paläontologin, mehrere Zahlen. Ihr Mann kreiste im Text des Telegramms einige Wörter mit dem Stift ein. Mehrmals bat er seine Frau, eine Zahl zu wiederholen. Wenn sie die Zahl wiederholte, zählte er von dem letzten Kreis aus weiter und kreiste das nächste Wort ein.
    Drei Minuten später waren sie damit fertig. Peter Jensen trank etwas Tee und las das Telegramm noch einmal durch. Seine Frau strich Marmelade auf zwei Stück Toast und deckte die Kanne mit dem Teewärmer zu.
    »Warfield fliegt nächste Woche her. Er ist derselben Meinung. McAuliff hat Kontakt aufgenommen.«

III
DIE NORDKÜSTE

17 .
    McAuliff mußte immer wieder an Hammonds Worte denken: Es wird für Sie ganz normal sein, auf versehiedenen Ebenen zu funktionieren — ungezwungen, instinktiv. Ihre Aufmerksamkeit wird selbständig und unabhängig arbeiten ...
    Der britische Geheimagent hatte recht gehabt. Heute war der neunte Tag der Vermessung, und Alex stellte fest, daß er manchmal stundenlang keinen einzigen Gedanken an etwas anderes als die unmittelbar vor ihm liegende Arbeit verschwendete.
    Die Ausrüstung war vom Flugplatz in Boscobel mit Lastwagen direkt nach Puerto Seco an der Discovery Bay transportiert worden. Alex, Sam Tucker und Alison Booth flogen vor den anderen nach Ocho Rios und genehmigten sich drei Tage voller Luxus im Sans Souci, während McAuliff angeblich seine Mannschaft zusammenstellte — auf zwei von fünf hatten sie sich ja bereits in dem abgelegenen Farmhaus in den Hügeln der Blue Mountains geeinigt. Wie erwartet stellte Alex fest, daß sich Sam und Alison ausgesprochen gut verstanden. Keiner von beiden war das, was man schwierig nennen würde, beide besaßen Sinn für Humor, beide waren Profis. Außerdem gab es keinen Grund, weshalb sie vor Sam hätten verbergen sollen, daß sie ein Paar waren.
    »Es hätte mich schockiert, wenn ihr es nicht wärt, Alexander«, war Tuckers Kommentar dazu gewesen.
    Sams Verständnis war wichtig für McAuliff. Denn Alison durfte nicht allein gelassen werden, wenn er weg war. Unter keinen Umständen. Nie.
    Sam Tucker war der ideale Begleitschutz für sie. Viel besser als er selbst, überlegte Alex. Tuck war der einfallsreichste Mann, den er jemals kennengelernt hatte, und so ziemlich der härteste. Er besaß eine Art natürliche Aggressivität, die, wenn es sein mußte, in Brutalität umschlagen konnte. Er war die Sorte von Mann, die man sich nicht zum Feind
wünschte. Bei ihm war Alison so sicher wie bei niemandem sonst.
    Der vierte Tag war der erste Tag gewesen, an dem sie mit der Vermessung selbst begonnen hatten. Das Team war auf halbem Weg zwischen Puerto Seco und Rio Bueno Harbour untergebracht, in einem netten Strandmotel namens Bengal Court. Kurz nach sechs Uhr morgens wurde mit der Arbeit begonnen. Das erste Ziel der Vermessung war es, eine genaue Karte der Küste zu erarbeiten. Alex und Sam Tucker waren mit den Instrumenten zugange. An der Küstenlinie entlang wurden Azimute abgeschossen und dann mit Durchgangskameras aufgenommen. Die Winkelabgrenzungen wurden mit den Karten der Küste verglichen, die ihnen das jamaikanische Institut zur Verfügung gestellt hatte. Diese Karten waren lückenhaft und unvollständig, bis zu einem gewissen Grad für Straßenkarten und die zivile Luft- und Seefahrt geeignet, aber für geophysikalische Untersuchungen nicht zu gebrauchen. Um genaue Perimeter aufzustellen, setzte McAuliff akustische Geodimeter ein, die Schallwellen zwischen den Instrumenten hin- und herschickten und so beinahe perfekte Pfeilwinkel ergaben. Jeder Umriß, jede Bodenerhebung wurde sowohl in Schalldiagramme eingezeichnet als auch mit Durchgangskameras aufgenommen.
    Diese Arbeiten waren langweilig, aufwendig und — unter der brennenden Sonne — schweißtreibend. Das einzige Angenehme daran war die ständige Anwesenheit Alisons, trotz ihrer vielen Einwände. Aber Alex hatte darauf bestanden. Er wies die beiden Männer von Barak Moore an, sich nie weiter als dreißig Meter von ihr zu entfernen, außerdem bat er Alison, die ganze Zeit über in seiner Sichtweite zu bleiben.
    Was er da von ihr verlangte, war im Grunde kaum praktikabel, und McAuliff wurde klar, daß es nur noch wenige Tage so weitergehen konnte. Alison mußte arbeiten. An der Küste gab es nicht viel für sie zu tun, aber das würde sich ändern, sobald sie mit der Arbeit im Landesinneren begannen. Doch aller Anfang war schwer, wenn man unter Druck

Weitere Kostenlose Bücher