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Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Titel: Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Terry Brooks
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fragend an. »Was meint ihr?«
    »Sieh dorthin«, erklärte Tasha, der neben sie trat und in eine bestimmte Richtung zeigte.
    Sie folgte seiner Hand und spähte über das Vorgebirge hinaus durch die diesige Luft über der Steppe zu der Stelle, auf die er deutete. Zuerst nahm sie nur eine Mischung aus dunklem und hellem Gelände wahr. Doch dann erkannte sie, dass aus den größten der dunkleren Flecken Rauchsäulen aufstiegen, die in dem Dunst jedoch kaum zu erkennen waren. Sie begriff, dass diese Flecken von Leben nur so wimmelten.
    »Taureq Siqs Armee«, sagte sie leise.
    »Ganz genau.« Tashas Stimme war genauso leise. »Sie erstreckt sich kilometerweit über die Steppe. Und das schon seit drei Tagen.«
    Die beiden Orullians hatten sie flankiert. Phryne blickte von einem zum anderen. »Was wollen sie hier?«
    Tenerife zuckte mit den Schultern. »Sie warten.«
    »Worauf warten sie?«
    »Tja, das ist die Frage, oder?«
    »Was mir Kopfzerbrechen bereitet, ist, dass sie noch nicht einmal Kundschafter ausgeschickt haben. Nicht einmal ins Vorgebirge, von den Bergen ganz zu schweigen«, warf Tasha ein. »Die Trolle scheinen kein besonderes Interesse daran zu haben, irgendetwas auszukundschaften. Als diese Horde auftauchte, dachte ich, sie wären gekommen, um die Pässe zu besetzen. Aber nachdem sie das Lager aufgebaut haben, hat sich nichts mehr gerührt. Sie haben keine Kundschafter geschickt, sie hocken einfach nur untätig da herum.«
    »Sie warten«, wiederholte Phryne.
    Sie blieben noch lange dort stehen, während Phryne das Feldlager beobachtete und versuchte, sich einen Reim darauf zu machen. Die Trolle hatten ihr altes Lager abgebrochen und waren hierhergezogen, vermutlich als Vorbereitung auf das Treffen mit den Anführern, das Panterra ihnen in Aussicht gestellt hatte. Aber wollten sie tatsächlich nur hier herumsitzen und sich auf das Wort des Jungen verlassen, ohne auch nur zu versuchen, etwas zu unternehmen? Vielleicht schon, wenn sie davon ausgingen, dass seine Angst um Prue Liss tatsächlich so groß war. Dass er besorgt genug war, um alles zu tun, was sie verlangten. Aber wie konnten sie sicher sein, dass es ihm gelang, auch nur irgendjemanden davon zu überzeugen, sich mit ihrem Anführer zu treffen?
    Wieso waren sie sich ihrer Sache so sicher?
    Irgendetwas an dieser Geschichte war zutiefst beunruhigend, aber sie konnte nicht genau sagen, was es war. Offenbar waren ihre Cousins in diesem Punkt ebenfalls nicht schlauer.
    »Seid ihr heruntergestiegen, um es euch aus der Nähe anzuschauen?«, erkundigte sie sich.
    »Damit wir uns ebenfalls den Zorn deines Vaters einhandeln, so wie du?«, wollte Tenerife spöttisch wissen und tat entsetzt. »Nun, Cousine, selbstverständlich waren wir da unten.«
    »Da gibt es nur nicht viel zu sehen. Nicht einmal aus der Nähe«, knurrte sein Bruder und wich dann unwillkürlich einen Schritt zurück, als machte ihn seine Größe für die Trolle sichtbarer als die beiden anderen. »Wir haben sie von Anfang an beobachtet, seit wir hier oben sind, und auf eine Gelegenheit gewartet, um Prue zu retten. Bis auf den Standort des Lagers hat sich aber nichts verändert. Die Trolle, die Zelte und der ganze Rest sehen immer noch so aus wie zuvor.«
    Phryne schüttelte den Kopf. »Aber das verstehe ich nicht. Warum versuchen sie denn nicht, in das Tal hereinzukommen? Warum suchen sie den Eingang zu den Pässen nicht? Sie wissen doch, dass hier irgendwo diese Pässe sein müssen.«
    Tasha schnaubte leise. »Das werden wir noch früh genug erfahren. In acht Tagen ist Vollmond. Wenn dann niemand von uns aufkreuzt, um mit ihnen zu verhandeln, werden sie nicht länger so untätig herumsitzen, dessen bin ich mir ziemlich sicher.«
    »Natürlich könnte es auch sein, dass sie danach suchen, ohne dass wir etwas davon mitbekommen«, spekulierte Tenerife. »Sie haben es recht gut verstanden, sich an unsere Freunde, die Fährtenleser, heranzuschleichen, ohne dass die etwas bemerkt haben. Es gibt nicht viele, die das könnten.«
    »Nein«, sagte Tasha und verzog das Gesicht. »Wir hätten es registriert. Seit wir hier angekommen sind und die Barrikaden errichten, haben wir besonders ausgebildete Kundschafter ausgeschickt, die jeden Versuch, uns auszuspionieren, bemerkt hätten. Niemand ist hier in die Berge gekommen.«
    »Könnte es sein, dass sie einen der anderen Pässe gefunden haben?«, meinte Phryne. »Weiter im Süden?«
    Die Brüder dachten einen Moment lang darüber nach. »Wenn sie

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