Bücher online kostenlos Kostenlos Online Lesen
Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01

Titel: Die Legende von Shannara 01 - Brooks, T: Legende von Shannara 01 Kostenlos Bücher Online Lesen
Autoren: Terry Brooks
Vom Netzwerk:
wüssten, wo wir sind und wie sie zu uns kommen könnten, warum sollten sie sich dann hier noch all diese Umstände machen? Warum sollten sie ein Treffen mit unseren Anführern verlangen? Nein, ich glaube nicht, dass sie wissen, wie sie in das Tal kommen können. Ich glaube, auf diese Informationen warten sie. Ich weiß nur nicht, woher sie die bekommen sollen, wenn sie nicht danach suchen.«
    Sie sprachen noch länger darüber, aber als Phryne schließlich überzeugt war, dass sie gesehen hatte, was es zu sehen gab, machten sie sich wieder auf den Rückweg durch den Pass. Schon kurze Zeit später kletterten sie erneut über die Barrikaden und beobachteten den Fortgang der Bauarbeiten.
    »Bleibst du über Nacht?«, erkundigte sich Tenerife, während sie über Leitern auf der anderen Seite herunterstiegen.
    Sie nickte. »Ich möchte mich noch ein wenig umsehen.« Sie hielt inne. »Habt ihr jemanden zu meinem Vater geschickt, um ihn über die Trolle zu informieren?«
    Tasha schüttelte den Kopf. »Haren hat beschlossen, deinen Vater damit nicht zu behelligen. Es gibt nichts zu berichten, hat er gesagt. Es ist ja nicht gerade eine Überraschung, dass sie hier sind. Wir wussten, dass sie kommen würden. Falls sie irgendetwas Berichtenswertes tun, werden wir ihn in Kenntnis setzen. Du kannst es deinem Vater auch selbst erzählen, wenn du in die Stadt zurückkehrst.«
    Es gefiel ihr nicht, dass man ihr etwas zu tun überließ, was eigentlich Aufgabe des Hauptmanns gewesen wäre, aber sie meinte, dass es wohl seine Entscheidung gewesen war und nicht ihre.
    Sie verbrachte den Rest des Tages damit, die Barrikaden zu inspizieren und sich von den Erbauern erklären zu lassen, warum sie glaubten, dass sie stark genug wären, um jeder Attacke standzuhalten. Man informierte sie über die Verteidigungsstellungen und über die Strategie, die Haren Crayel im Falle eines Angriffs anwenden wollte. Hinterher nahm sie mit ihren Cousins und den Elfen, die ihnen am nächsten standen, ein Abendessen ein. Sie erzählten sich erneut Geschichten und genossen das Bier.
    Es war schon spät, als sie sich neben einem Feuer, das man für sie entfacht hatte, in ihre Decken rollte. Die Bergluft war kalt, und der Wind fegte durch den Pass. Sie war so müde, dass sie sofort eindöste, obwohl sie immer noch darüber nachdachte, welchen Grund es haben konnte, dass die Trolle keine Anstrengungen unternahmen, sich einen Weg durch die Berge zu suchen. Seltsam, dachte sie immer wieder, dass sie so nahe an den Aphalionpass herankamen und dann nichts unternahmen, um ihn zu finden.
    Wenn Arik Sarn hier wäre, dachte sie, würde er es mir vielleicht erklären. Sie sah ihn vor sich, wie er im Garten saß und Blumen zeichnete, und musste lächeln. Er war selbst schon recht merkwürdig, deshalb würde er das Verhalten der Drouj und Taureq Siqs gewiss besser verstehen, als irgendeiner von ihnen. Sie war fast ganz eingeschlafen, als sie ein erstes Schimmern der Antwort, nach der sie gesucht hatte, kristallklar aus einer Richtung anflog, in die sie bis zu diesem Moment noch gar nicht gedacht hatte. Sekunden später jedoch tat sie es, und eine plötzliche Erkenntnis fuhr ihr eiskalt in die Knochen.
    Sekunden später kniete sie neben Tenerife und Tasha und schüttelte die Cousins hastig wach.

KAPITEL 25
    Nachdem sie Glensk Wood zwei Tage früher um die Mittagszeit erreicht hatten, ließ Sider Ament Panterra Qu wie angekündigt dort zurück und setzte seinen Weg zur Declan-Schlucht allein fort. Er nahm sich die Zeit, um dem Jüngling noch einmal zu versichern, dass er alles tun würde, was nötig war, um Prue Liss unbeschadet aus dem Lager der Trolle zu befreien und sie so schnell wie möglich zurückzubringen. Er sah die Enttäuschung und Frustration im Gesicht des Jungen, der zuhörte, nickte und kein Wort sagte. Er wollte den Grauen begleiten, seinen Anteil zu den geplanten Rettungsmaßnahmen beitragen. Aber Sider war bereits zu dem Schluss gekommen, dass es für sie alle drei gefährlicher wäre, wenn der Junge ihn begleitete, er ansonsten jedoch kaum von Nutzen wäre.
    »Tu einfach, worum ich dich bitte«, wiederholte er. »Berichte Aislinne, was passiert ist, und sorge dafür, dass dein Bericht auch Pogue und den anderen Mitgliedern des Dorfrates zu Ohren kommt. Vergewissere dich, dass sie tatsächlich den Pass sichern. Falls sie noch nicht dabei sind, unternimm alles, was in deiner Macht steht, um es in die Wege zu leiten. Wenn du willst, warte dort auf mich. Ich

Weitere Kostenlose Bücher